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Messerattacke von Würzburg: Frau (†26) aus Baden-Württemberg unter Opfern

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Von: Katja Becher

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Der Schock sitzt tief nach der Messerattacke mit drei Toten in Würzburg. Die Polizei hat bestätigt, dass sich unter den Opfern unter anderem eine junge Frau aus Baden-Württemberg befindet.

Am Freitagnachmittag betritt ein Mann ein Kaufhaus am Barbarossaplatz in Würzburg. Er fragt eine Verkäuferin nach der Haushaltsabteilung und nimmt sich dort ein Messer aus der Auslage. Damit sticht er ohne jede Vorwarnung auf mehrere Menschen ein. Drei Frauen sterben. Auch in einer gegenüberliegenden Bank und auf der Straße attackiert der Täter von Würzburg Passanten, die er nach bisherigem Kenntnisstand wohl nicht kannte. Sieben Menschen werden verletzt, fünf davon lebensgefährlich, darunter ein Kind.

Messerattacke von Würzburg: Auch 26-Jährige aus Baden-Württemberg unter den Opfern

Wie HEIDELBERG24* berichtet, wurde bei der Messerattacke in Würzburg auch eine Frau aus Baden-Württemberg* verletzt. Das sagte ein Polizeisprecher am Montag. Die 26-Jährige habe leichte Verletzungen erlitten. Sie sei im Main-Tauber-Kreis gemeldet und nach dem Angriff am Freitag in der Würzburger Innenstadt auf der Straße gefunden worden.

Trauerkerzen und Blumen liegen vor dem Kaufhaus in Würzburg, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte.
Trauerkerzen und Blumen liegen vor dem Kaufhaus in Würzburg, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte. © Nicolas Armer /dpa

Alle anderen Opfer des 24-jährigen Täters aus Somalia sind in Untefranken gemeldet. Die drei getöteten Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren wohnten demnach in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg und in der Stadt Würzburg.  Zudem verletzte der Angreifer drei weitere Frauen (39, 52, 73), ein Mädchen (11) und einen Jugendlichen (16) lebensgefährlich mit dem Messer sowie einen 57-jährigen Mann (57) leicht. Diese Opfer wohnen laut Polizei in Stadt und Landkreis Würzburg.

Messerattacke in Würzburg: Das ist zum Täter bisher bekannt

Die Frage nach dem Motiv für den Messerangriff in Würzburg konnten die Ermittler bisher nicht beantworten. Indizien deuten auf islamistische Hintergründe hin. Der Täter könnte aber auch psychisch krank sein und möglicherweise schuldunfähig. Merkur.de berichtet über die Entwicklungen nach der Messerattacke in Würzburg im News-Ticker.*

Messerattacke in Würzburger Innenstadt
Polizisten stehen am Tatort in der Würzburger Innenstadt. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Der 24-Jährige stammt aus dem Bürgerkriegsland Somalia und reiste am 6. Mai 2015 nach Deutschland ein. Seit dem 4. September 2019 ist der Asylbewerber in Würzburg erfasst. Sein Asylantrag wurde 2016 zwar abgelehnt, doch er erhält subsidiären Schutz - er hält sich also legal in Deutschland auf, darf nicht in das afrikanische Land abgeschoben werden. Zuletzt lebte der Mann in Würzburg in einer Obdachlosenunterkunft. Der Polizei war er bereits vor der Attacke wegen aggresiven Verhaltens bekannt. Nach psychischer Auffälligkeit musste er auch in psychiatrische Behandlung.

Messerattacke mit drei Toten: War es ein islamistischer Anschlag?

Hinsichtlich der Frage des Motivs der Messerattacke von Würzburg gibt es aktuell viele Spekulationen und Theorien. Ist der 24-Jährige ein Islamist? Oder psychisch krank und womöglich schuldunfähig? Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) sagt, es gebe Indizien für einen islamistischen Anschlag. Er stützt dies auf die Aussage eines Zeugen, wonach der Verdächtige bei der Tat „Allahu Akbar“ (deutsch: „Gott ist groß“) gerufen habe. Dschihadisten und Salafisten benutzen den Ausdruck „Allahu Akbar“ oft wie einen Schlachtruf. Damit kapern die Extremisten die zentrale religiöse Formel des Islam, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird. (kab/dpa) *HEIDELBERG24 und Merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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