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„Schwarzwald-Rambo“ in U-Haft: Irrer Aufruf gestartet – „Fans“ wollen JVA stürmen

Oppenau – Nach seiner Festnahme wird Yves R. in der Justizvollzugsanstalt Offenburg inhaftiert – von dort wollen ihn Fans befreien. Alle Infos im News-Ticker:

  • Oppenau in Baden-Württemberg*: Ein bewaffneter Mann hat im Schwarzwald Polizisten bedroht und sie entwaffnet.
  • Seitdem ist der polizeibekannte Yves R. (31) mit mehreren Waffen auf der Flucht – es wurde eine Großfahndung ausgelöst.
  • Der sogenannt „Schwarzwald-Rambo" kann von einem SEK-Kommando verhaftet werden.

Update vom 21. Juli: Auf Facebook ist auf einer öffentlichen Veranstaltungsseite dazu aufgerufen worden, den „Schwarzwald-Rambo" aus der Untersuchungshaft zu befreien. Unter dem Titel „WIR STÜRMEN DIE JVA OFFENBURG SIE KÖNNEN UNS NICHT ALLE AUFHALTE [sic]“ hatte die Aktion am 20. Juli um 12:00 Uhr stattfinden sollen. Auf HEIDELBERG24-Anfrage bestätigt man seitens der JVA Offenburg diesen Aufruf. Bereits am 19. Juli hätte es einen vergleichbaren Aufruf gegeben. „Hier vor Ort ist allerdings nichts passiert“, teilt die stellvertretende Anstaltsleiterin der JVA, Melanie Knaus, mit. Mittlerweile ist die Veranstaltungsseite in den sozialen Medien gelöscht worden.

Oppenau: „Schwarzwald-Rambo" in U-Haft – diese Straftaten werden ihm vorgeworfen

Update vom 18. Juli, 13:00 Uhr: Am Tag nach der spektakulären Festnahme des „Schwarzwald-Rambos“ kehrt langsam wieder Ruhe in das beschauliche Oppenau. Knapp eine Woche lang fahndeten Polizisten nach Yves R., der sich im Wald versteckte, nachdem er vier Polizeibeamte entwaffnet hatte.

Wie das Polizeipräsidium Offenburg mitteilt, wurde Yves R. nach richterlichen Anordnung in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo er in Untersuchungshaft gesetzt wurde. Es besteht der dringende Tatverdacht der schweren räuberischen Erpressung mit vorsätzlich unerlaubtem Besitz einer Schusswaffe.

Die Pressestelle der Polizei gibt am Samstag (18. Juli) außerdem neue Details zur Fahndung preis: Yves R. soll sich demnach tatsächlich „durchweg in dem Waldgebiet rund um Oppenau“ aufgehalten haben. Die Polizei macht allerdings keine Angaben dazu, wo Yves R. geschlafen oder von was er sich in dieser Zeit ernährt hat. Die Beamten sind sich relativ sicher, dass Yves R. keine Hilfe von anderen Menschen erhalten haben. Nach seiner Festnahme soll Yves R. der Kriminalpolizei „umfassende Angaben“ geäußert haben: Unter Anderem erklärte er, dass die Schusswaffe, mit er die Beamten bedrohte, eine Schreckschusswaffe gewesen sei.

Die Polizei Offenburg nennt Details zur Flucht von Yves R. in Oppenau. Bei der Festnahme spricht der 31-Jährige, wie er sich vor den Beamten verstecken konnte und wie er sich in dieser Zeit ernährt hat.

Oppenau: „Schwarzwald-Rambo“ verletzt SEK-Polizisten mit Beil bei Festnahme

Update vom 17. Juli, 20:45 Uhr: Nach einem tagelangen Nervenspiel hat ein Spezialeinsatz-Kommando den sogenannten „Schwarzwald-Rambo“ dingfest gemacht. Auf der Pressekonferenz am Freitagabend (17. Juli) macht nun der Einsatzleiter und stellvertretende Polizeipräsident, Jürger Rieger, Details zum Ablauf der Festnahme bekannt. Den entscheidenden Hinweis zum Aufenthaltsort des Flüchtigen haben zwei Zeugen gegeben, nachdem sie den Flüchtigen wiedererkannt haben.

Daraufhin haben das SEK, ein Spürhund und Hubschrauber das Gebiet großräumig abgesperrt und abgesucht. Der flüchtige Yves R. kann anschließend im Wald sitzend gestellt werden. Dabei sollen sich sowohl Schusswaffen in Reichweite des Gesuchten befunden, als auch ein Beil auf seinem Schoß gelegen haben. Zunächst soll Yves R. von den Beamten deeskalierend angesprochen worden sein – „das gestaltete sich schwierig“, so der Einsatzleiter. Bei der Festnahme werden dann der „Waldläufer“ als auch ein SEK-Polizist leicht verletzt – der Beamte soll durch das Beil oberflächliche Schnittwunden erlitten haben.

Der Einsatz hat sehr viel von uns gefordert

Jürger Rieger, Einsatzleiter und stv. Polizeipräsident

Auch ein Brief soll am Ort des Geschehens gelegen haben. Ob es sich dabei um einen Abschiedsbrief handelt, ist gegenwärtig nicht bekannt. Weitere Angaben zum Gefassten und den Umständen können derzeit nicht gemacht werden, da der genau Ablauf noch Gegenstand der Ermittlungen ist.

Den anwesenden Verantwortlichen ist auf der Pressekonferenz die Erleichterung anzusehen: „Der Einsatz hat sehr viel von uns gefordert“, gibt Rieger zu verstehen. Fast eine Woche ist die Polizei mit 2530 Beamten im Dauereinsatz gewesen und stand zudem unter einem „immensen öffentlichen Druck“. Am morgigen Samstag (18. Juli) wird Yves R. einem Haftrichter vorgeführt.

Oppenau: Polizei verhaftet „Schwarzwald-Rambo“ nach tagelanger Flucht!

Update vom 17. Juli, 18:00 Uhr: Der „Schwarzwald-Rambo“ Yves R. ist verhaftet worden! Nach Angaben der Polizei sind in diesem Zusammenhang auch die vier entwendeten Schusswaffen sichergestellt worden.

Über die genauen Umstände des Einsatzes und die ersten Ermittlungsergebnisse nach der Festnahme des Tatverdächtigen informieren Polizeipräsident Reinhard Renter, Leiter des Polizeipräsidiums Offenburg, Polizeivizepräsident und Einsatzleiter Jürgen Rieger, der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Herwig Schäfer, Leiter der Staatsanwaltschaft Offenburg und der Oppenauer Bürgermeister Uwe Gaiser heute Abend um 20 Uhr auf einer Pressekonferenz in Oppenau.

Oppenau: Polizeipräsident mit eindringlichem Appell an „Schwarzwald-Rambo“

Update vom 17. Juli, 16:00 Uhr: Seit mehr als fünf Tagen ist Yves R. auf der Flucht. Bis auf die Zähne bewaffnet hält er seither die Polizei im Ortenaukreis in Atem. Dennoch haben einige Menschen, davon auch Personen aus dem engeren Umfeld des Schwarzwald-Rambos, Sympathien für den Flüchtigen. Diese Vermutung äußert der Offenburger Polizeipräsident Reinhard Renter auf der heutigen Pressekonferenz.

Er hat einen hohen Freiheitsdrang

Reinhard Renter, Polizeipräsident Offenburg

Sowohl für den Gesuchten als auch die Verantwortlichen bei der Polizei ist es eine psychologische Ausnahmesituation: Nachts hört der „Waldläufer“ Hubschrauber und polizeiliche Suchtrupps – im Wissen, dass er eine Straftat begangen hat und ihn eine Gefängnisstrafe erwartet. „Er hat einen hohen Freiheitsdrang“, schätzt Renter den Flüchtigen ein. Um schlimmeres zu verhindern, appelliert der Polizeipräsident eindringlich an Rausch sich zu stellen: „Meine Bitte – Herr Rausch, nehmen Sie Kontakt mit uns auf!“ Dabei präsentiert sich der Beamte emphatisch und diplomatisch und verweist darauf, dass der Flüchtige seine Sicht der Dinge schildert kann und sich diese Aussage bei einem zukünftigen Gerichtsverfahren mildernd auf das Urteil auswirken könnte.

Polizeipräsident von Offenburg, spricht auf der Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen (Archivbild).

Auch Rentner steht unter einem gewaltigen Druck – nach eigenen Angaben hat er in den vergangenen Tagen jeweils lediglich zwei bis drei Stunden geschlafen. Ob der Appell des Polizeipräsidenten gehört wird und möglicherweise Personen aus dem Umfeld des Schwarzwald-Rambos auf ihn einwirken können, bleibt abzuwarten.

Oppenau: „Waldläufer“ Yves R. weiter auf der Flucht – Polizei-Panne sorgt kurz für Panik

Update vom 17. Juli, 7:30 Uhr: Nach Informationen des SWR ist am Mittwochabend (15. Juli) in Oppenau ein Schuss gefallen. Er hatte sich beim Entladen der Waffe eines Polizisten gelöst. Nach kurzer Panik stellt sich heraus, dass niemand verletzt worden ist. Ursache für die Schussabgabe war wohl ein Bedienfehler. Auch am Freitagmorgen sucht die Polizei in Baden-Württemberg weiter nach dem flüchtigen Yves R. Nach fünftägiger Suche fehlt von dem Waldläufer immer noch jede Spur. Die Polizei wird gemeinsam mit der Stadt Oppenau ab 15 Uhr in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren.

Oppenau: Ist Yves R. ein Judenhasser? Neue Details aus Jugend bekannt

Update vom 16. Juli, 19:30 Uhr: Immer mehr Details über den gesuchten 31-Jährigen von Oppenau im Schwarzwald werden bekannt. Nach Justizangaben soll der Mann als Jugendlicher im Alter von 15 Jahren bereits wegen Volksverhetzung verurteilt worden sein. Demnach soll er ein Schild eines Jugendwerks durch Entfernen und Hinzufügen von Buchstaben so verändert, dass die Aufschrift die Worte „Juden weg“ enthielt. Das teilt die Staatsanwaltschaft Offenburg am Donnerstag (16. Juli) gegenüber der Deutschen Presseagentur mit. Zudem sei während des Aufenthalts in dem Jugendwerk eine rechtsradikale Gesinnung zum Ausdruck gekommen, unter anderem durch Verwendung von Hakenkreuzen und SS-Symbolen sowie judenfeindliche Äußerungen.

Oppenau: „Waldläufer“ Yves R. weiter auf der Flucht – seine Mutter hat Tipp für die Polizei

Update vom 16. Juli, 9:30 Uhr: Am Donnerstagmorgen sucht die Polizei im Bereich Oppenau weiter mit einem Großaufgebot nach dem bewaffneten Waldläufer Yves R. Am Sonntag hatte er vier Polizisten entwaffnet und ist seitdem auf der Flucht. Auch nach vier Tagen fehlt von ihm noch jede Spur. Einen Tipp wie man Yves aus dem Wald herauslocken könnte, hat ausgerechnet seine Mutter. Im Interview mit der Bild sagt die 58-Jährige: „Sie sollten alle Kräfte abziehen. Nach ein oder zwei Tagen kommt er von ganz alleine aus dem Wald.“ Sie hofft, dass er „heil rauskommt“ und dass sonst niemand verletzt wird.

In einem Interview mit „baden online“ gab sie bereits an, dass ihr Sohn kein gewalttätiger Mensch sei. Yves R. ist wegen unerlaubten Umgangs mit Sprengmitteln noch auf Bewährung. Wegen räuberischer Erpressung drohen ihm jetzt fünf bis zu 15 Jahre Haft.

Oppenau: Bereits 270 Hinweise zu „Waldläufer“ Yves R. eingegangen

Die Polizei ist bereits über 270 Hinweisen über potentielle Unterschlüpfe und Sichtungen von Yves R. nachgegangen. Die Ermittler haben unter anderem Höhlen, alte Bunkeranlagen und verlassene Gebäude durchsucht - bisher jedoch vergebens. In Offenburg haben Beamte einen Yves R. ähnlich sehenden Mann einer Kontrolle unterzogen. Von dem Waldläufer fehlt jedoch bislang noch immer jede Spur. Du hast Yves R. gesehen? Beamte nehmen unter den Telefonnummern: 0781 / 21-3333 und 0781 / 21-3334 Anrufe aus der Bevölkerung entgegen.

Update vom 15. Juli, 18 Uhr: Nach wie vor fehlt von „Waldläufer“ Yves R. in Oppenau jede Spur. Bei der Suche nach dem bewaffneten 31-Jährigen hat die Polizei im Schwarzwald nun ihre Taktik geändert. Es sind weniger Beamte zu sehen – mehr Fahndungsmaßnahmen laufen im Hintergrund. Außerdem das ein Schreiben geprüft, das Yves R. in einer Kneipe in Oppenau hinterlassen haben soll.

Oppenau: Yves R. ist bewaffnet und auf der Flucht.

Auf der Suche nach dem Mann, der mit vier geraubten Polizei-Pistolen auf der Flucht ist, habe die Polizei ihre Maßnahmen im Hintergrund verstärkt, sagt Sprecher Yannik Hilger zum Fahndungsstand am Mittwoch. Deshalb seien in Oppenau auch weniger Polizisten zu sehen. In der Ortschaft seien Präventionsteams unterwegs, um die Menschen zu beraten. Die Beamten kontrollierten weiter das Gebiet, in dem sich der Mann aufhalten könnte. Auch Spezialkräfte seien im Einsatz. Insgesamt seien es etwa 200 Polizisten, sagt eine Sprecherin. Gleichzeitig prüfe die Polizei das mögliche Manifest von Yves R.* Es sei aber nicht gesichert, dass der Text tatsächlich von dem Mann stamme. Eine politische Richtung sei daraus nicht abzuleiten, es handele sich um einen Hinweis unter vielen. Der Text bestätige in erster Linie die Affinität des Mannes zum Wald, sagt Polizeisprecher Hilger.

Oppenau: Yves R. bedroht Polizisten – Beamter schildert dramatische Szenen

Update vom 15. Juli, 11 Uhr: Auch drei Tage, nachdem Yves R. vier Polizisten entwaffnet hat und geflohen ist, fehlt von dem „Waldläufer“ jede Spur. Die Polizei geht von einer längeren Suche nach dem 31-Jährigen aus. Aktuell seien rund 200 Polizisten im Einsatz, am Montag sogar 440 Beamte, die Oppenau umstellt haben. „Wir werden nicht nachlassen. Wir haben einen langen Atem“, sagt der Offenburger Polizeipräsident Reinhard Renter. Er weiß aber auch, wie schwer die Suche werden könnte, weil der Wald das Wohnzimmer des gefährlichen 31-Jährigen sei. Eine weitere Fahndung der Polizei in Baden-Württemberg endete am Mittwoch dramatisch: Beamte erschossen in Bad Schussenried einen entflohenen Psychiatrie-Patienten*, der sie mit einem Messer verfolgte.

Oberstaatsanwalt Herwig Schäfer teilt am Dienstag mit, dass es keine Hinweise auf einen rechtsradikalen Hintergrund des Gesuchten gebe. Zudem erklärt er, dass der bedrohte Polizist Todesangst hatte. „Er hat die Waffe direkt auf mich
gerichtet. Ich habe jederzeit damit gerechnet, dass er schießen könnte und ich in dieser Hütte sterben könnte“, wird der betroffene Beamte zitiert. Yves R. hatte mehrere Minuten lang mit einer Pistole auf ihn gezielt.

Oppenau: Yves R. hinterlässt Brief in Kneipe – wirres Manifest des Waldläufers?

Update vom 14. Juli, 21:30 Uhr: Vor seinem spurlosen Verschwinden hat Yves R. in einer Kneipe in Oppenau offenbar einen Brief hinterlassen, der sich liest, wie ein Manifest. „Der Ruf der Wildnis“ heißt das zwei Seiten lange Schreiben, dass der 31-Jährige in einer Kneipe in Oppenau hinterlassen hat.

Update vom 14. Juli, 14:50 Uhr: Bei einer Pressekonferenz in Oppenau berichten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag über die bisherigen Fahndungsmaßnahmen, aber auch über die Person Yves R. und den dramatischen Polizei-Einsatz, bei dem der Flüchtige vier Polizeiwaffen in seinen Besitz brachte.

Oppenau: So gelang es Yves R., vier Polizisten zu entwaffnen – Oberstaatsanwalt nennt Details

Wie der Leitende Oberstaatsanwalt Dr. Herwig Schäfer am Dienstag erklärt, hätte der Besitzer einer Gartenhütte in Oppenau am Sonntagmorgen gegen 9:30 Uhr den Notruf gewählt, weil ein Mann sich unberechtigt darin aufhalte. Offenbar war Yves R. schon einige Zeit zuvor in die Hütte eingebrochen und hätte sich dort „häuslich niedergelassen“, wie Schäfer beschreibt. Als vier Polizisten sich zur Hütte begaben, saß Yves R. hinter einem Tisch im Inneren. In der Hütte in Oppenau hätten sich Pfeil und Bogen sowie ein Speer befunden, der Mann habe außerdem eine Weste getragen, in der sich Patronen befanden. Die Atmosphäre sei nach Angaben der Polizisten entspannt gewesen, Yves R. hätte zunächst allen Anweisungen der Beamten Folge geleistet und seine Waffen ausgehändigt.

Erst als die Polizisten den Mann hätten durchsuchen wollen, sei die Lage eskaliert, schildert der Oberstaatsanwalt. In dem Moment, als einer der Polizisten einen Schritt weiter in die Hütte getreten sei, hätte Yves R. eine Pistole gezogen, die er möglicherweise zuvor unter dem Tisch versteckt hatte, und diese aus rund 1,5 Meter Abstand auf den Beamten gerichtet. „Die Polizeibeamten fürchteten um das Leben ihres Kollegen“, erklärt Schäfer. Auf die Aufforderungen von Yves R. hätten die vier Polizisten nach und nach ihre Dienstwaffen auf den Boden gelegt und hätten sich dann von der Hütte entfernt. Der Verdächtige habe daraufhin selbst die Hütte verlassen, die Waffen an sich genommen und sei geflohen.

Oppenau: Suche nach Messer-Mann: „Der Wald ist sein Wohnzimmer" – darum ist Yves R. so schwer zu finden

Polizeipräsident Reinhard Renter geht davon aus, dass es noch eine lange Suche nach dem flüchtigen Yves R. geben könnte, der mittlerweile mit einem nationalen und europäischen Haftbefehl gesucht wird. Der 31-Jährige sei heimisch im Wald. „Der Wald ist sein Wohnzimmer“, so Renter. „Es gestaltet sich als schwierig, ihn in diesem unwegsamen, steil abfallenden Gelände schnell zu finden.“ Das durchsuchte Gebiet umfasse rund 860 Hektar. „Aber wir haben einen langen Atem.“ Laut Renter gingen die Ermittler davon aus, dass sich der Flüchtige noch im Raum Oppenau aufhalte. Es werde weitere Suchmaßnahmen im Wald geben. Insgesamt seien bereits rund 1.500 Beamte bei der Großfahndung beteiligt gewesen. Mittlerweile seien rund 140 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Allein bei Facebook hätte die öffentliche Fahndung nach Yves R. rund 200.000 Personen erreicht. Seit Dienstagnachmittag gibt es auch ein Hinweistelefon, dass Zeugen unter der Nummer 0781 21 3333 oder 3334 erreichen können.

Auch das persönliche Umfeld von Yves R. werde intensiv geprüft. „Wir wissen nicht, was den Beschuldigten bewogen hat, so zu handeln“, erklärt der Leitende Oberstaatsanwalt bei der Pressekonferenz in Oppenau. Es gebe jedoch keine Erkenntnisse, dass Yves R. die Tat aus politischen Motiven begangen habe. Es hätten sich keine Hinweise ergeben, nach denen der Flüchtige einem politischen Spektrum zuzuordnen sei.

Oppenau: Yves R. wie vom Erdboden verschluckt – Suche geht heute weiter

Update vom 14. Juli, 13:30 Uhr: Mit großen Polizeiaufgebot sucht die Polizei in der Region rund um Oppenau im Schwarzwald weiter nach dem 31-jährigen Yves R., der vier Polizisten entwaffnet hat und seitdem auf der Flucht ist. Allerdings seien weniger Polizisten im Einsatz als noch am Tag zuvor, sagt Polizeisprecher Yannik Hilger am Dienstag. „Für weitere Details verweisen wir gnadenlos auf die Pressekonferenz am Nachmittag“, sagt er. Dort wollten Polizei und Staatsanwaltschaft um 14 Uhr über die aktuelle Lage informieren. Erwartet werden auch Polizeipräsident Reinhard Renter und der Bürgermeister von Oppenau, Uwe Gaiser. Es soll um das weitere Vorgehen der Polizei gehen – aber auch um die Entwaffnung der Polizisten und um die Person von Yves R.

In der Nacht zuvor hatten Beamte ein Objekt in Offenburg überprüft. Worum es sich dabei genau handelte, ist nicht bekannt. „Wir sind einem von vielen Hinweisen auf den Aufenthaltsort des Mannes nachgegangen“, erläuterte Hilger. „Leider haben wir ihn noch nicht gefunden.“  Die Schulen in Oppenau sind unterdessen am Dienstag wieder geöffnet. Mit der Polizei wurde ein Sicherheitskonzept abgestimmt. Eltern durften selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken wollten oder nicht.

Oppenau: Bewaffnet und auf der Flucht – wie gefährlich ist Yves R.?

Update vom 14. Juli, 12 Uhr: In der Nacht zum Dienstag, 14. Juli, hat die Polizei ein Objekt im Raum Offenburg überprüft. Von Yves R. fehlt jedoch immer noch jede Spur. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen die Öffentlichkeit in einem Pressegespräch um 14 Uhr in Oppenau über die aktuelle Lage informieren.

Update vom 13. Juli, 20:10 Uhr: Wie die Polizei am Montagabend mitteilt, dauert die großangelegt Fahndung nach dem bewaffneten Yves R. in Oppenau weiter an. Die Ermittler haben am Montag mit einem Großaufgebot die Waldgebiete nördlich von Oppenau durchkämmt. Die Polizei geht davon aus, dass sich der 31-Jährige „ in dem unwegsamen Gelände rund um Oppenau sicher bewegt und sehr gut auskennt.“

Oppenau: Fahndung nach Messer-Mann Yves R. – „Man weiß nicht, ob er vielleicht durchdreht“

Update vom 13. Juli, 17 Uhr: Der flüchtige und bewaffnete Yves R. ist in Oppenau bekannt, wie mehrere Bewohner berichten. Sie beschreiben ihn als Einzelgänger. Die Suche nach dem 31-Jährigen beschäftigte die Gemeinde im Schwarzwald auch am Montag. Es sei die richtige Entscheidung gewesen, Schulen und Kindertagesstätten in Oppenau zu schließen, sagte eine 77-jährige Frau vor einem Supermarkt. „Man weiß ja nicht, ob er vielleicht durchdreht.“ Sie hoffe, dass die Polizei den Gesuchten in dem dichten Waldgebiet rund um Oppenau bald finde.  Ansonsten waren die Straßen der Gemeinde an dem heißen Sommertag so
gut wie leer.

Laut Polizei ist der Mann schon mehrfach mit der Polizei in Konflikt geraten, unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der 31-Jährige soll sich bereits seit Wochen Unterschlupf im Wald gesucht haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich in den Wäldern rund um die Stadt sehr gut auskennt. Bürgermeister Uwe Gaiser sagte: „Der schwer bewaffnete Mann hat in den hiesigen Wäldern genügend Möglichkeiten, sich zu verschanzen.“ 

Oppenau: Hunderte Polizisten suchen nach Yves R. – gefährlich und bewaffnet

Update vom 13. Juli, 15:30 Uhr: Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Montag die Suche nach einem 31-Jährigen fortgesetzt, der vier Polizisten in Oppenau im Schwarzwald bedroht und ihnen ihre Waffen abgenommen hatte. Der Mann ohne festen Wohnsitz war nach der Tat am Sonntagmorgen in den Wald geflüchtet. Das Polizeipräsidium Offenburg wurde von Kräften aus anderen Teilen Baden-Württembergs unterstützt. Auch eine Spezialeinheit, eine Hundestaffel und Hubschrauber beteiligten sich an der Suche. Immer wieder wurden einzelne Straßen gesperrt.

Von dem flüchtigen Yves R., der mit mehreren Waffen unterwegs ist, fehlt offenbar noch immer jede Spur. Die Polizei hat die Menschen in Oppenau aufgefordert, wenn möglich zu Hause zu bleiben. Die Polizisten hatten den Mann am Sonntagmorgen in einer Hütte am Waldrand kontrolliert. „Er war zu Beginn sehr kooperativ, was bedeutet, dass es für die Kollegen völlig unvorhersehbar war, dass er plötzlich eine Waffe zieht und alle vier in einen Lauf schauen mit gespanntem Bügel“, sagte Polizeisprecher Yannik Hilger. Die Beamten mussten ihre Pistolen auf den Boden legen. Anschließend flüchtete der 31-Jährige mit den Dienstwaffen in den Wald. „Die Beamten werden intern vernommen, da wird der Ablauf genau rekonstruiert, aber sie werden auch intern betreut.“

Oppenau: Hunderte Polizisten durchkämmen Wald nach bewaffnetem Mann – Suche nach Yves R.

Update vom 13. Juli, 12 Uhr: Die Polizei durchkämmt aktuell mit mehreren Hundert Einsatzkräften die Waldgebiete nördlich von Oppenau - bisher jedoch ohne Erfolg. Wie die Polizei außerdem mitteilt, soll Yves R. schon seit Wochen im Wald abgetaucht sein. Erst am Samstag haben ihn Zeugen im Bereich der Kleinebene gesehen. Aus diesem Grund geht die Polizei davon aus, dass sich der bewaffnete Verdächtige sehr gut im Gelände auskennt.

Für das Gebiet Oppenau gilt im Radius von drei nautischen Meilen ein Flugverbot. Dieses Verbot umfasst auch auch Drohnen. Nachdem Yves R. am Sonntagabend vier Polizisten entwaffnet hat und dann geflüchtet ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der besonders schweren räuberischen Erpressung in Tateinheit mit dem unerlaubtem Führen einer Schusswaffe.

Oppenau: Bewaffnet, gefährlich und auf der Flucht - Polizei warnt Bevölkerung vor Yves R.

Update vom 13. Juli, 6:30 Uhr: Am Sonntag sitzt Yves R. in Tarnkleidung in einer Hütte der Gartensiedlung „Friedberg“ bei Oppenau (Baden-Württemberg). Er ist mit Pfeil und Bogen, einem Messer und einer Pistole bewaffnet. Als ihn vier Polizeibeamte stellen wollen, zeigt er sich erst kooperativ, zieht aber dann die Schusswaffe. Als er die Ermittler damit bedroht, händigen sie ihm ihre Dienstpistolen aus. Wie Polizeisprecher Wolfgang Kramer gegenüber der Bild-Zeitung angibt, sei den Beamten keine Zeit geblieben, um auf die gefährliche Situation zu reagieren.

Oppenau: Bewaffneter Mann immer noch auf der Flucht

Immer noch sucht die Polizei mit einem Spezialeinsatzkommando, Hubschraubern, und einer Hundestaffel nach dem Waldmenschen - bisher jedoch ohne Erfolg. Am Montag bleiben Schulen und Kindergärten in Oppenau „aufgrund der gegenwärtigen gefährlichen Situation“ geschlossen. Auch Kinder aus dem Nachbarort Oberkirch sollen heute zu Hause bleiben.

Die Polizei bittet die Bevölkerung verschiebbare Tätigkeiten im Freien möglichst zu unterlassen, die Waldgebiete um Oppau zu meiden und keine Anhalter mitzunehmen. Es muss weiterhin mit Beeinträchtigung des Personen- und Fahrzeugverkehrs gerechnet werden. Bei verdächtigen Wahrnehmung solltest Du sofort die 110 wählen.

Oppenau: Das ist über den flüchtigen Yves R. bekannt

Nach Informationen der Bild-Zeitung soll Yves R. (31) keinen festen Wohnsitz haben, nachdem er vor einem Jahr zwangsgeräumt worden ist. In der Wohnung über einem Gasthaus sollen Waffen, Munition und Benzinkanister gefunden worden sein. Yves R. ist wegen Verstößen gegen das Waffengesetz polizeibekannt. Wie Merkur berichtet, soll er einmal mit einer Armbrust einen Pfeil auf seine Freundin geschossen haben. Dafür kam er ins Gefängnis.

Oppenau: Mann mit Pfeil und Bogen entwaffnet Polizisten – Gefahr! Ermittler warnen Anwohner

Erstmeldung vom 12. Juli: Ein bewaffneter Mann hat am Sonntag (12. Juli) in Oppenau im Schwarzwald Polizisten bedroht – und ihnen die Waffen abgenommen. Bei dem 31-Jährigen handelt es sich offenbar um einen bereits polizeibekannten Mann. Er ist seit dem Angriff auf der Flucht. Wie HEIDELBERG24* berichtet, ist noch unklar, welche Gefahr von ihm ausgeht.

Oppenau: Mann entwaffnet Polizisten – Fahndung mit Hubschrauber, Polizei warnt Bevölkerung

Der Polizei in Oppenau wurde am Sonntagvormittag gemeldet, dass sich an einer Hütte im Schwarzwald ein verdächtiger Mann aufhalte. Als die Beamten den 31-Jährigen dort antrafen, stellten sie fest, dass er mit Pfeil und Bogen, einem Messer und einer Pistole bewaffnet war. Aus bisher nicht ungeklärter Art und Weise sei es dem Mann dann gelungen, die Polizisten massiv zu bedrohen und zu entwaffnen, bevor er die Flucht ergriff, heißt es.

Oppenau: Mann mit Pfeil und Bogen entwaffnet Polizisten – und ist seitdem auf der Flucht

Bei dem flüchtigen Mann, der nun auch noch im Besitz von mehreren Polizeiwaffen ist, handelt es sich den Angaben der Polizei zufolge um einen Deutschen ohne festen Wohnsitz. Er sei schon mehrfach mit der Polizei in Konflikt geraten, unter anderem wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Der Mann trägt auf seiner Flucht Kleidung mit Tarnmuster.

Großaufgebot der Polizei in Oppenau sucht bewaffneten Mann (Symbolfoto)

Einen weiteren Großeinsatz gab es am Wochenende auch im Kinzigtal: Ein führerloser, brennender Zug raste unkontrolliert über die Strecke* der Schwarzwaldbahn. In Oberhausen-Rheinhausen schockt ein schreckliches Unglück die Region: Mitten in der Nacht rutscht ein Campingbus in den Rhein-Kanal und füllt sich mit Wasser*. Eine 22-Jährige ertrinkt in den Fluten.

Oppenau: Bewaffneter Mann auf der Flucht – Polizei warnt Anwohner: „Dringend nach Hause begeben“

Nach dem Angriff auf die Polizeibeamten im Schwarzwald wurde eine Großfahndung nach dem Bewaffneten ausgelöst. Neben Spezialkräften waren auch Hubschrauber im Einsatz. Die Polizei sperrte Straßen ab und rief die Menschen rund um Oppenau dazu auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Warnung der Ermittler im Wortlaut: „Derzeit findet in und um Oppenau ein größere Polizeieinsatz statt. Mehrere Streifenbesatzungen fahnden aktuell nach einem mit Tarnmustern bekleideten, bewaffneten Mann. Hierbei ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Polizei warnt alle Personen, die sich derzeit in und um Oppenau aufhalten, sich dringend nach Hause zu begeben. Es ist noch nicht abschließend geklärt welche Gefahr von dem Bewaffneten ausgeht.“ (kab) *HEIDELBERG24 ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Benedikt Spether

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