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„Tempolimit“ auf Bundesstraße in BW: Klimaaktivisten überkleben elf Verkehrsschilder

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Von: Katja Becher

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Ravensburg - Klimaaktivisten haben auf einer Bundesstraße in Baden-Württemberg elf Tempo-Schilder überklebt – und zwei direkt abmontiert.

Ravensburger Klimaaktivisten haben in Oberschwaben (Baden-Württemberg) auf der B30 elf Tempolimitschilder mit Stickern überklebt. Anstatt Tempo 120 war auf den Schildern Tempo 100 zu lesen, wie die Polizei mitteilte. Zwei Schilder bei der Aktion in der Nacht zum Donnerstag (1. Dezember) seien sogar abmontiert worden.

Klimaaktivisten überkleben Temposchilder an Bundesstraße in Baden-Württemberg

Klimaaktivisten beriefen sich in einer Mitteilung auf Angaben des Umweltbundesamtes. Danach würde eine solche Tempobegrenzung pro Jahr 5,4 Millionen Tonnen CO2 einsparen, außerdem wäre der Verkehr flüssiger und Unfälle seltener tödlich oder mit schwerwiegenden Folgen. Die Aktion sei rund neun Stunden gelaufen, berichtet der SWR. In ihrer Mitteilung forderten die Aktivisten ein Tempolimit für Autobahnen und kritisierten außerdem Bundesverkehrsminister Volker Wissing.

Nach der Aktion auf der B30 prüft die Polizei Ermittlungen. Gegenüber dem SWR teilte eine Klimaaktivistin mit, dass man auf mögliche Anzeigen eingestellt und vorbereitet sei.

Ein überkelbtes Tempolimitschild an der B30.
Ein überkelbtes Tempolimitschild an der B30. © David Pichler/dpa

Klima-Aktivisten in Baden-Württemberg: „Tyre Extinguisher“ und „Letzte Generation“ in der Kritik

In ganz Deutschland kommt es aktuell immer wieder zu Aktionen verschiedener Klima-Gruppen, die von Seiten der Politik teilweise scharf kritisiert werden. Zuletzt hatten sich die Aktivistengruppe „Tyre Extinguisher“ dazu bekannt, in mehreren Bundesländern etliche SUV-Reifen zerstochen zu haben. Die Klima-Aktivisten geben auf ihrer Internetseite sogar Tipps, wie man die Reifen der umweltschädlichen Geländewagen manipulieren kann.

Auch Aktivisten wie die „Letzte Generation“ gerieten zuletzt in die Kritik – Baden-Württembergs Innenminister bezeichnete Teilnehmer der Protestaktionen bereits als „Straftäter“. Angehörige der Gruppierung blockierten in größeren Städten Baden-Württemberg zum Beispiel bereits mehrfach vielbefahrene Straßen. Zuletzt klebten sich mehrere Personen nahe des Mannheimer Hauptbahnhofs auf der Fahrbahn fest. (kab/dpa)

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