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Neuer Omikron-Impfstoff in BW: „Risikogruppen sollten sich zeitnah impfen“

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Von: Josefine Lenz

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Schon bald können sich Bürger in Baden-Württemberg gegen Omikron schützen. Die neuen, angepassten Impfstoffe sollen in den nächsten Tagen zur Verfügung stehen:

In Deutschland stecken sich die meisten Menschen mit Omikron an. Rund 90 Prozent der Erkrankten haben sich mit der Coronavirus-Mutation infiziert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt. Grund für Impfstoff-Hersteller den Fokus auf die Variante zu richten und ein Vakzin dagegen herzustellen. Dies ist nun BioNTech und Pfizer sowie Moderna gelungen. Wie HEIDELBERG24 berichtet, können Menschen in Baden-Württemberg schon bald den Impfstoff erhalten.

Omikron-Impfung in BW: Ab 5. September werden erste Impf-Dosen erwartet

Wie das baden-württembergische Ministerium für Sozial, Gesundheit und Integration am Freitag (2. September) berichtet, gehen in den kommenden Tagen die ersten Lieferungen des neuen Corona-Impfstoffes raus. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat am Donnerstag die Zulassung der beiden Vakzine von Moderna und BioNTech/Pfizer bestätigt.

Der neue Impfstoff richtet sich sowohl gegen die Urvariante des Coronavirus als auch gegen Omikron. Empfohlen wird der Impfstoff bislang aber nur für bestimmte Personengruppen, wie zum Beispiel Pflegeheim-Bewohner oder Menschen mit Immunschwäche.

Omikron in BW: Fast zwei Millionen Impfdosen stehen zur Verfügung – nächster Impfstoff bereits in Arbeit

Laut dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg werden ab kommender Woche die angepassten Impfstoffe verimpft. Das Land erhält in den nächsten zwei Wochen rund 1,3 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer sowie über 500.000 Dosen von Moderna. Verimpft werden die Impfstoffe hauptsächlich in Praxen von Ärzten, Zahnärzten und Apotheken. Sollte die Anfrage an Impfstoffen steigen, würde das Land weitere Kapazitäten hochfahren.

BioNTech/Pfizer arbeitet im Moment zudem daran, ab Anfang Oktober einen an die BA.4/BA.5-Varianten angepassten Impfstoff ausliefern zu können. Wann dieser Impfstoff tatsächlich zur Verfügung stehen wird, ist im Moment aber noch unklar. Außerdem liegt derzeit noch keine Empfehlung der STIKO für die beiden neuen Omikron-Impfstoffe vor, die ebenfalls Symptome bei den Geimpften verursachen können.

Omikron-Impfung: „Vorallem Risikogruppen sollten sich zeitnah impfen lassen“

Auch im Rhein-Neckar-Kreis und Heidelberg wartet man bereits auf die neuen Omikron-Impfstoffe. „Vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg haben wir gestern die Information erhalten, dass die Impfstoffe von Leistungserbringern bereits ab dem 5. September 2022 beim Großhandel bestellt werden können“, teilt Laura Moraldo von der Koordinierungsstelle Impfen beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mit. Wann die angepassten Impfstoffe geliefert werden und letztendlich verimpft werden können, ist im Moment noch unklar. Wenn ein Datum vorliegt, werden die Bürger rechtzeitig informiert.

„Durch eine Auffrischimpfung mit dem bivalenten Impfstoff werden im Vergleich zum herkömmlichen Vakzin knapp doppelt so hohe Antikörperwerte gegen die Omikron-Variante erzielt“, ergänzt Frau Moraldo. „Vorallem die Risikogruppen sollten sich zeitnah mit den angepassten Impfstoffen impfen lassen und nicht auf die Zulassung der auf die Subvarianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoffe warten“, appelliert Moraldo.

Weiter sagt sie: „Studien haben gezeigt, dass der Impfschutz auch nach der ersten Auffrischungsimpfung mit der Zeit nachlässt. Nach drei Monaten besteht noch ein Schutz von 44 bis 65 Prozent vor einer symptomatischen Infektion durch die Omikronvariante. Durch eine Auffrischimpfung lässt sich das Risiko für eine Hospitalisierung und einen schweren Verlauf deutlich senken. Es gilt also, so zeitnah wie möglich, den Impfschutz aufzufrischen – und zwar mit den zur Verfügung stehenden, vor einem schweren Verlauf gut schützenden Impfstoffen.“ Übrigens: Ebenfalls ab dem 5. September 2022 bestellbar ist der Tot-Impfstoff Valneva. (pm/jol)

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