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Stechmücken-Plage im Sommer? Biologin sagt, was zu erwarten ist

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Von: Dominik Jahn

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Stechmücken: Eine Biologin erklärt die Saison der Insekten für eröffnet und erörtert, warum die Tiere gerade jetzt so aktiv sind.

Sommer, Sonne, Sonnenschein – und Stechmücken. Auch in diesem Jahr geht bei vielen die Angst um vor den fiesen kleinen Blutsaugern. Wie echo24.de berichtet hat, bringt ein Mückenstich zudem eine echte Gefahr mit sich. Das West-Nil-Virus breitet sich bereits im Osten Deutschlands aus. Die Angst vor einer heftigen Stechmücken-Plage wächst auch in Baden-Württemberg.

Und die Stechmücken-Sorge ist berechtigt: Die Gebiete rund um den Neckar und den Rhein sind beliebte Bereiche für eine enorme Population der Insekten. Sie sind derzeit besonders aktiv. Gerade Wald- und Wiesenmücken können aktuell unangenehme Stiche verursachen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erklärte Doreen Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF), dass auch die Gemeine Hausmücke ihre erste Population aufbaue – „und das in diesem Jahr zwei Wochen früher als sonst“.

Stechmücken-Saison geht jetzt richtig los

Stechmücken können sich über das derzeitige Wetter freuen. In den zurückliegenden Wochen war es warm. Ein echter Glücksfall für die Insekten. Ein Horror für alle Mückengeplagten. Die Wetterlage begünstigt dem Bericht nach „die Entwicklung der Population. Aktuell brauchen die Mücken von der Eiablage der blutsaugenden Weibchen bis zum Schlupf der folgenden Generation nur eine Woche“. 

Werners Plagen-Prognose sieht düster aus: „Die Saison geht jetzt erst richtig los.“ Doch wie dramatisch wird es wirklich in diesem Sommer? Die Experten muss auf eine konkrete Aussage verzichten. Zu unberechenbar bleibt das Wetter. Werner erklärt gegenüber der dpa: „Ich kann nicht in die Glaskugel schauen.“

Das perfekte Wetter: Unter diesen Umständen wird‘s schwer für Stechmücken

Stechmücken haben in jedem Fall Wetter-Vorlieben. Unter bestimmten Umständen wird‘s zumindest mit einer größeren Population der Insekten schwieriger: „Mücken mögen es feucht und warm und wenn eine dieser Komponenten wegbricht, dann ist es für die Mücken schwerer sich fortzupflanzen.“

Ist‘s besonders trocken, dann gehen den Stechmücken die Brutplätze aus. Eine echte Mücken-Plage bliebe aus. Die Biologin erklärt dazu: „Dann fliegen sie schwanger für Wochen durch die Gegend.“ Dem Artikel zufolge ziehe sich die Entwicklungszeit für den Aufbau der Population in die Länge.

Gefährliches Tier: Tigermücke auch 2022 nicht zu unterschätzen

Auch in diesem Jahr sollte eine ganz bestimmte Mücke nicht unterschätzt werdem. Bereits im Sommer 2021 breitete sich die Tigermücke in Baden-Württemberg massiv aus. Nicht nur laut Landesgesundheitsamt (LGA) gilt sie als gefährlich. Auch Bill Gates warnte schon vor „dem tödlichsten Tier der Welt“.

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