Weltweite Berichterstattung

Internationale Medien wie die BBC ordnen die Ausschreitungen ganz anders ein als die deutsche Polizei

Die Ausschreitungen in Stuttgart bewegen die Presse weltweit. Dabei wählen einige Medien durchaus drastische Worte, um über den Gewaltausbruch zu berichten.

  • In Stuttgart haben in der Nacht zum Sonntag Hunderte randaliert, Polizisten attackiert und Läden geplündert (BW24* berichtete).
  • Auch zahlreiche internationale Medien berichteten über die Ausschreitungen in Stuttgart.
  • Einige Medien wählten dabei drastische Worte, um über den Gewaltausbruch zu berichten.

Stuttgart - In der Nacht zum Samstag ist es in Stuttgart zu Ausschreitungen und eskalierender Gewalt (BW24* berichtete) gekommen. Nachdem die Polizei im Schlossgarten einen 17-Jährigen wegen eines mutmaßlichen Drogendelikts kontrollierte, eskalierte die Situation. Hunderte zogen durch die Innenstadt, griffen Polizeibeamte an und zerstörten sowohl Läden, als auch Polizeiautos. Laut dem Chef der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt seien die Ausschreitungen in Stuttgart Vorzeichen eines neuen Linksterrorismus.*

Auch die internationale Presse hat die Ausschreitungen in Stuttgart am Wochenende thematisiert. Dabei wählten einige Medien drastische Worte, um die Vorfälle in Stuttgart zu beschreiben.

Ausschreitungen in Stuttgart: Medien berichten weltweit vom Gewaltausbruch in der Nacht zum Sonntag

Die Ausschreitungen in Stuttgart sorgten auch in der internationalen Presse für Entsetzen und Unverständnis.

Die BBC nannte die Ausschreitungen in Stuttgart im Titel eines Artikels „Germany riot“ und bezeichnete die randalierenden Jugendlichen sogar als „Gangs“ - also als Banden. Damit legte sich der britische Nachrichtensender also auf eine völlig andere Wortwahl fest als die deutschen Behörden, laut denen hinter den Ausschreitungen in Stuttgart die „Party- und Eventszene“* stehe.

CNN zitierte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn. Die Gewalt habe demnach eine Linie überschritten, die weder durch Alkoholkonsum, noch durch das Posieren auf sozialen Medien zu entschuldigen sei.

Der britische Guardian bezeichnete die Ausschreitungen in Stuttgart als „late-night rampage“, also als spätabendliche Randale. In dem Artikel kommt neben Polizeipräsident Franz Lutz auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winnfried Kretschmann zu Wort. Winfried Kretschmann hatte die Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt scharf verurteilt und am Sonntag von einem „brutalen Ausbruch von Gewalt“ gesprochen. „Diese Taten gegen Menschen und Sachen sind kriminelle Akte, die konsequent verfolgt und verurteilt gehören“, so Winfried Kretschmann.

Auch die britische Daily Mail wählt drastische Worte in ihrem Artikel zu den Ausschreitungen in Stuttgart. „Twenty-four people were arrested after gangs of thugs kicked officers, broke into shops, smashed up vehicles and marauded through the German city“, heißt es in dem Bericht. Demnach hätten „Banden von Schlägertypen“ Beamte der Polizei Stuttgart* getreten, seien in Läden eingebrochen und wären durch die Stadt marodiert - „marodieren" ist eigentlich ein Wort aus der Militärsprache und bezeichnet Soldaten, die als Nachzügler einer Truppe plündern und Geschäfte leerräumen.

Medien berichten weit über Europa hinaus über die Ausschreitungen in Stuttgart

Neben CNN berichtete auch der arabische Nachrichtensender Al Jazeera im außereuropäischen Ausland über die Ausschreitungen in Stuttgart. Der Nachrichtensender für den arabischsprachigen Raum zitierte ebenfalls Polizeipräsident Franz Lutz, sowie Innenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Auch der Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn wird von Al Jazeera zitiert.

„More than a dozen police officers wounded and 24 people detained after violent scuffles quickly turned into riots", heißt es in dem Al Jazeera-Artikel. Al Jazeera zufolge seien über ein Dutzend Polizeibeamte verletzt und 24 Verdächtige festgenommen worden, nachdem sich gewaltsame Handgreiflichkeiten schnell zu Krawallen entwickelt hätten.

*BW24 ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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