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Unfallstatistik in BW: Jeder zweite getötete Radfahrer auf E-Bike unterwegs

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Von: Peter Kiefer

Mannheim: Schwerer Unfall auf Höhe SAP Arena – B38 voll gesperrt, Rettungshubschrauber im Einsatz.
So wie hier auf der B38a in Mannheim haben sich viele schwere Unfälle in Baden-Württemberg ereignet – doch die Zahl geht zurück. (Symbolfoto) © MANNHEIM24/PR-Video/Priebe

Baden-Württemberg – Historisch wenige Verkehrstote hat Innenminister Thomas Strobl in der Unfallstatistik verkündet. So ziemlich der einzig positive Nebeneffekt von Corona:

Die Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg* bleibt in den ersten Monaten des Corona-Jahres 2021 auf historisch niedrigem Niveau. Grund dafür sei zwar nach wie vor auch die Pandemie mit mehr Home-Office und weniger Berufs- und Reiseverkehr, teilte das Innenministerium mit. Allerdings seien die Menschen in den vergangenen Monaten wieder deutlich mobiler geworden. „Deshalb ist diese Bilanz umso erfreulicher“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch in Stuttgart*. Unfallursache Nummer 1 bleibt zu hohes Tempo, wie HEIDELBERG24* berichtet.

Bundesland\tBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche35.751 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann (Grüne)

Laut Statistik ging die Zahl der Unfälle im Vergleich zum ersten Halbjahr des vergangenen Jahres von rund 130.000 auf etwa 121.400 zurück (minus 6,6 Prozent). Fast 12.700 Menschen wurden leicht verletzt, das sind 14,8 Prozent weniger als zuvor. Rund 2.830 erlitten schwere Verletzungen (minus 17,1 Prozent), 148 (minus 2 Prozent) Menschen kamen auf den Straßen und Autobahnen Baden-Württembergs ums Leben.

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Baden-Württemberg: Jeder zweite getötete Radfahrer auf E-Bike unterwegs

Auch die Zahl der Fahrradunfälle ging nach dem jüngsten rasanten Anstieg zurück (rund 4.590, minus 16,8 Prozent), die Zahl der Verletzten und Gestorbenen ebenfalls (mehr als 4.000, minus 17,2 Prozent). Auffällig sei aber die hohe Zahl von Elektrofahrrädern bei den Unfällen (plus 1,3 Prozent auf über 1.200). „Bei jedem vierten Fahrradunfall ist mittlerweile ein Elektrofahrrad beteiligt“, sagte Thomas Strobl.

Jeder zweite getötete Fahrradfahrer sei mit einem Elektrofahrrad unterwegs gewesen. „Die höheren Geschwindigkeiten dieser Zweiräder werden leider häufig unterschätzt. Stürze führen nicht selten zu schwersten Verletzungen“, warnte der Minister. Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern hat sich sogar fast verdreifacht. Laut Statistik haben die Fahrenden in knapp 80 Prozent der Fälle den Unfall selbst verursacht. Zwei Menschen kamen bei Unfällen ums Leben.

Thomas Strobl
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). (Archivfoto) © Bernd Weissbrod/dpa

Generell macht die Unfallstatistik deutlich: Wie in den Jahren zuvor bleibt der Tritt aufs Gaspedal der wesentliche Grund für einen Unfall. Insgesamt verloren 51 Menschen ihr Leben, weil ein Beteiligter viel zu schnell unterwegs war. (dpa/pek) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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