Am 14. März

Wahl-O-Mat Baden-Württemberg: Landtagswahl 2021 - welche Partei passt zu mir?

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Am 14. März findet die Landtagswahl 2021 in Baden-Württemberg statt.

Baden-Württemberg - Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl bietet eine interessante und wichtige Entscheidungshilfe. Alle Infos zum Online-Tool:

Als Entscheidungshilfe für die kommende Landtagswahl am 14. März in Baden-Württemberg* bietet die Bundeszentrale für politische Bildung den Wahl-O-Mat an. Anhand 38 Thesen zu interschiedlichen Themen können Wähler*innen herausfinden, welche Partei am besten zu ihm oder ihr passt. Der Wahl-O-Mat Baden-Württemberg bietet Erstwählern – aber auch alteingesessen Wählern – eine gute Hilfestellung. Angesichts der Corona-Pandemie* haben sich die Schwerpunktthemen der Parteien in Baden-Württemberg verändert. Neben diesen Themen setzen die Parteien in Baden-Württemberg nach Angaben der BPB vor allem auf Klima, Umwelt und Ökologie. Bei der Landtagswahl Baden-Württemberg haben 1,8 Millionen Menschen den Wahl-O-Mat genutzt. Hier geht es direkt zum Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Wer hat die verwendeten Thesen ausgesucht?

Für die Auswahl der Thesen kommt ein Redaktionsteam aus Landes-und Bundeszentrale für politische Bildung mit 20 bis 30 Jungwählern und Jungwählerinnen aus ganz Baden-Württemberg zusammen. Den 21 zugelassenen Parteien wurden schließlich 80 Thesen, mit der Bitte Zustimmung oder Ablehnung zu begründen, zugeschickt. Ausgewählt wurden 38 Thesen, zu denen die Parteien gegensätzliche Meinungen vertreten. Durch den Wahl-O-Mat haben vor allem kleinere Parteien die Chance, überhaupt wahrgenommen zu werden.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg: So funktioniert er

Diese 38 Thesen sind im Wahl-O-Mat vertreten und können vom Wähler durchgegangen werden. Zusätzlich finden Wählerinnen und Wähler im Wahl-O-Mat eine Aufzählung aller zu wählenden Parteien mit Kurzprofil. In der Regel werden bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 143 Sitze vergeben.

Zu jeder These haben Wähler*innen die Antwortmöglichkeiten „stimme zu“, „stimme nicht zu“ und „neutral“. Thesen können auch übersprungen werden. Nach Beurteilung der 38 Thesen können Nutzer des Wahl-O-Maten diese auswählen, die ihnen besonders wichtig sind. Durch diese doppelte Wertung wird das Ergebnis verfeinert.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Das Ergebnis

Für die Auswertung des Wahl-O-Maten haben Nutzer die Möglichkeit einige oder alle Parteien auszuwählen. Je höher die Übereinstimmung zwischen Nutzer und Partei, desto mehr Punkte bekommt die Partei. Wenn Nutzer und Partei einer Meinung sind, gibt es für diese These zwei Punkte. Lehnen beide die These ab, gibt es auch zwei Punkte. Unterscheiden sich die Antworten von Partei und Nutzer werden null Punkt vergeben. Bei einer neutralen Beantwortung gibt es einen Punkt. Am Ende der Befragung wird in einem Balkendiagramm angezeigt, mit welcher Partei man die meiste Übereinstimmung hat.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Keine Wahlempfehlung

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Er hat sich seitdem zu einer festen Informationsgröße vor Wahlen entwickelt und wurde seit seiner Einführung über 82 Millionen Mal genutzt. Bei der Landtagswahl Baden-Württemberg im Jahr 2016 wurde das Online-Tool 1,8 Millionen Mal genutzt. Der Wahl-O-Mat stellt lediglich ein Informationsangebot dar und keine Wahlempfehlung. Jeder Wahlberechtigte muss selbst entscheiden, welche Partei seinen politischen Vorstellungen am nächsten kommt. Das Ergebnis des Programms bedeutet nicht, das man einer Partei besonders nahesteht. Die Thesen können als Einordnung und Informationsquelle des Wahlprogramms der Parteien dienen. Wer eine verantwortungsvolle Wahlentscheidung treffen möchte, sollte sich weiter informieren, die Wahlberichterstattung verfolgen und die Wahlprogramme lesen.

Umfrage Landtagswahl Baden-Württemberg: Wer liegt laut Umfragen vorne?

Umfrageinstitute wie Infratest dimap, die Forschungsgruppe Wahlen oder Insa geben vor der Landtagswahl in Baden-Württember einen Eindruck der Parteien-Machtverhältnisse. Die jüngste Insa-Wahlumfrage vom 13. Februar 2021 sieht die Grünen mit 31 Prozent vorne, gefolgt von der CDU (28 Prozent), SPD und AfD mit jeweils 11 Prozent, knapp dahinter landet die FDP (10 Prozent).

Die Forschergruppe Wahlen und Infratest dimap schätzt den Abstand zwischen Grünen und CDU höher ein als die aktuelle Insa-Umfrage. Sie sieht die Grünen bei 34 Prozent und ein knappes Rennen zwischen den Sozialdemokraten in Baden-Württemberg und der Alternative für Deutschland. Die Umfragen prognostizieren außerdem ein Scheitern der Linken an der Fünf-Prozent-Klausel.

Landtagswahl Baden-Württemberg: Wer kann Ministerpräsident von Baden-Württemberg werden?

Der neue Landtag wählt mit einfacher Mehrheit den Ministerpräsidenten. Anschließend muss der Landtag noch seine Regierung bestätigen, bevor die Regierungsgeschäfte übernommen werden können. Laut dem dauerhaften Trend der Umfragen haben zwei Spitzenkandidaten eine realistische Chance darauf, eine Koalition im Bundesland zu führen. Das sind der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann* (Grüne) und die Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Susanne Eisenmann*.

Wahl-O-Mat zur Landtagswahl Baden-Württemberg: Sinkt die Wahlbeteiligung währen der Pandemie?

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht von Wahlforschern keinen großen Einfluss auf die Wahlbeteiligung zur Landtagswahl. Bei Wahlen während des vergangenen Jahres, also unter Pandemiebedingungen, habe sich „kein genereller Effekt der Pandemie auf die Wahlbeteiligung“ gezeigt, sagte der Politikwissenschaftler Patrick Bernhagen von der Universität Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur.

Wenn wirtschaftliche Einschnitte stark bis ins Private der Menschen wirkten, sinke die Wahlbeteiligung üblicherweise. Doch ein solcher Rückzug ins Private lasse sich durch die Corona-Pandemie bislang nicht beobachten, so Bernhagen. Auch der Wahlforscher Bernhard Weßels vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) sieht bei der anstehenden Landtagswahl keine Krisenwahl oder gar eine Wahl, bei der die politischen Ränder profitieren.

Die Politikwissenschaftler sehen dagegen einen klaren Vorteil für die Regierungsparteien. In Krisen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbrüchen werde die Regierung normalerweise von den Wählerinnen abgestraft, sagte Bernhagen. „Doch bei solchen „Angriffen von außen“, wie es diese Pandemie ist, die über uns hereinbrach, ist das nicht unmittelbar der Fall.“ In Zeiten großer Verunsicherung gewinne die Regierung eher an Zustimmung. Das hätten auch Umfragen gezeigt, besonders im Sommer 2020. (kp mit dpa) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN MEDIA

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