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Lockerungen in BW: Neue Corona-Verordnung – Diese Regeln gelten jetzt

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Von: Jason Blaschke

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Baden-Württemberg - Raus aus der Alarmstufe! Mit der neuen Corona-Verordnung beschließt die Landesregierung erhebliche Lockerungen. Davon profitieren vor allem Ungeimpfte.

Update vom 23. Februar: Mit Beschluss vom 22. Februar 2022 hat die Landesregierung die Verordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus* erneut geändert. Bund und Länder hatten eigentlich beschlossen, erst am 4. März zur sogenannten 3G-Regel zurückkehren zu wollen – Baden-Württemberg prescht jetzt voran. Im Südwesten tritt bereits zum Mittwoch, dem 23. Februar, die neue Corona-Verordnung in Kraft. Ministerpräsident Winfried Kretschmann* (Grüne) spricht von „erheblichen Lockerungen“.

Für Geimpfte ändert sich zunächst gar nicht viel. Vor allem Ungeimpfte kommen in den Genuss von mehr Freiheiten. Sie haben künftig mit negativem Test wieder Zutritt zu ganz vielen Bereichen des öffentlichen Lebens. Bislang musste man hierfür geimpft oder genesen sein.

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Die neuen Regeln und Lockerungen im Überblick

Ganz grundsätzlich wird die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für die einzelnen Stufen angepasst. Nach der neuen Einteilung befindet sich Baden-Württemberg jetzt wieder in der Warnstufe. Die gilt ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 4,0 oder ab 250 mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten belegten Intensivbetten. Die Alarmstufe dagegen erst ab einer 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz von 15,0 und ab 390 mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten belegten Intensivbetten; die Alarmstufe II entfällt ganz. Die wichtigsten jetzt geltenden Regeln im Überblick:

Neue Corona-Verordnung in BW: Diese Lockerungen sollen beschlossen werden

Erstmeldung vom 22. Februar: Stand 21. Februar 2022 meldet das Landesgesundheitsamt (LGA) für Baden-Württemberg* eine 7-Tage-Inzidenz von 1.561,6 – in der Vorwoche hatte der Wert noch mehr als 1.600 betragen. Gestiegen ist stattdessen die Zahl der bestätigen Covid-19-Infektionen, die mit 1.939.146 am Montag einen neuen Höchststand erreicht. Berichten von HEIDELBERG24* zufolge sind die Werte aber mit Vorsicht zu genießen, denn: Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer an Infektionen noch weitaus höher ist.

Hintergrund ist, dass viele positiv getestete keinen PCR-Test mehr machen und die Fälle deshalb nicht offiziell registriert werden. In vielen Fällen kommt noch hinzu, dass Infizierte womöglich nichts von ihrer Infektion wissen, da sie keine Symptome aufweisen und es keine flächendeckende Testpflicht gibt. Zudem hatte erst vor wenigen Wochen eine Untersuchung ergeben, dass Schnelltests in Bezug auf ‚Omikron‘* zwar anschlagen, allerdings bloß, wenn die Viruslast in Nase- und Rachenraum groß genug ist.

Neue Lockerungen in Baden-Württemberg: Angepasste „Warnstufe“ geplant – bald bloß noch 3G?

Immer mehr rücken daher Werte wie die Zahl der Klinikeinweisungen oder auch die Belegung der Intensivbetten als Maßstäbe für neue Maßnahmen in Fokus. Auch am Dienstag, 22. Februar, wenn sich in Baden-Württemberg über eine neue Corona-Verordnung* abgestimmt wird, sollen Werte wie die Hospitalisierungsinzidenz oder die Intensivbelegung maßgeblich für Lockerungen sein. Im Vorfeld waren schon einige Details bekannt geworden – die Rückkehr zur „Warnstufe“ ist mit der wichtigste Punkt.

Berichten von SWR.de zufolge will die Landesregierung heute Nägel mit Köpfen machen und die Rückkehr von der „Alarmstufe“ in eine angepasste „Warnstufe“ beschließen. Allein die Maßnahme hätte schon weitreichende Lockerungen zur Folge – besonders für Ungeimpfte. Der Grund: Statt 2G und 2G-Plus soll in fast allen Bereichen dann wieder die 3G-Regel (geimpft/genesen/getestet) als Zugangsvoraussetzung greifen. Die Maskenpflicht soll in Baden-Württemberg aber auch weiterhin gelten.

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: Zahlreiche Neuerungen – Was beschlossen werden soll

Erst vor wenigen Wochen hatte eine Studie die Wirksamkeit von FFP2-Masken in Bezug auf ‚Omikron‘* belegt und die Maske als ein wirksames Mittel im Kampf gegen das Coronavirus* in Deutschland bezeichnet. Laut SWR.de soll es deshalb auch die Überlegung in Baden-Württemberg geben, das Tragen einer FFP2- oder vergleichbaren Maske in bestimmten Bereichen weiter in der Verordnung vorzuschreiben. An anderen Stellen sind neusten Informationen zufolge aber Lockerungen geplant.

Lockerungen auch bundesweit – Reisen über Ostern soll einfacher werden

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zudem angekündigt, dass für ganz Deutschland die Einreiseverordnung noch vor Ostern gelockert* werden soll, unter anderem soll die Quarantänepflicht für Kinder bis einschließlich 12 Jahre wegfallen. Zudem soll die Definition für ‚Hochrisikogebiete‘ überarbeitet werden. Doch trotz der vielen neuen Erleichterungen will die Landesregierung in Baden-Württemberg weiter eine vorsichtige Strategie in Sachen Lockerungen fahren.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann* (Grüne) spricht sich zwar grundsätzlich für Lockerungen aus, aber „nicht mit einem großen Knall“. Sorgen macht Kretschmann vor allem die neue Omikron-Variante BA.2*, über welche FR.de* aktuell in einem Artikel zur Coronavirus-Pandemie informiert. Experten warnen davor, dass neue Varianten die Infektionszahlen wieder in die Höhe treiben könnten, zuletzt zeigte sich auch Virologe Christian Drosten besorgt. *HEIDELBERG24 und FR.de sind ein Teil von IPPEN.MEDIA.

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