Weg vom Fernseher!

Coole Ideen und Ausflüge – die Kinder vom TV wegholen

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Es ist kein Geheimnis: Kinder lieben Fernsehen! Doch wie viel Zeit sollten unsere Minis tatsächlich vor dem Fernseher verbringen dürfen und wie schaffen es Eltern, ihren Kleinen ein gutes Vorbild zu sein?

Wir werfen einen Blick auf fünf tolle Freizeitaktivitäten und weitere Möglichkeiten, die nichts mit der „Glotze“ zu tun haben und ganz wie von Kinderhand die Atmosphäre innerhalb der Familie stärken.

Nicht ohne Grund wird Fernsehen oft mit dem Naschen von Süßigkeiten verglichen: Hat man erst einmal damit angefangen, fällt es in der Regel schwer, wieder damit aufzuhören. Besonders verführerisch wird es vor allem dann, wenn in gefühlt jeder Ecke ein Schälchen mit leckeren Naschereien steht, an dem man sich bedienen kann.

Mit Blick auf die heutige Zeit verhält es sich auch mit dem Fernsehen so. In der Regel befindet sich in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt nicht nur ein, sondern gleich mehrere Fernseher, darüber hinaus verleiten technische Produkte wie Tablet, Smartphone oder Laptop ebenso zum Konsumieren von Unterhaltungsmedien aller Art.

Dazu kommt, dass Kinder bereits in jungen Jahren mit der Selbstverständlichkeit von Massenunterhaltungsmedien konfrontiert werden und durch das regelmäßige Konsumieren von Serien und Co. den eigentlichen Unterhaltungsfaktor nicht mehr zu schätzen wissen.

Viele Eltern fragen sich, ob die passive Beschäftigung nicht ohnehin negative Auswirkungen nach sich ziehen könnte. Allerdings sind hier das Alter und die Sehdauer von Bedeutung. Zudem sollten gerade kleine Kinder beim Fernsehen nicht alleine gelassen werden. Die Erziehung zu ausreichend Medienkompetenz ist ein wichtiger Schritt, für einen gesunden Fernsehkonsum.

Dank Streamingdienste & Co: Der Medienkonsum bei Kindern nimmt zu

Insgesamt haben die Möglichkeiten zum Medienkonsum in den letzten Jahren ohnehin immer mehr zugenommen. Die Kinder unserer Generation betrachten in der Regel bereits im Kleinkindalter mediale Unterhaltung in Form von TV als selbstverständlich. Nicht zuletzt Streamingdienste sorgen mit ihren Serien und Filmen zusätzlich für Unterhaltung.

Aus medienpädagogischer Sicht ist das Ganze oftmals sehr zweifelhaft, nichtsdestotrotz können Eltern auf diese Weise zumindest Einfluss auf die Wahl der Serien nehmen. Das ist zwar als positiver Faktor zu werten, ändert jedoch nichts an der Grundproblematik, dass für viele Kinder ab dem Kleinkindalter Fernsehen zu einer Selbstverständlichkeit im Alltag gehört.

Gibt es keine Alternativen?

Es ist und bleibt damit ein Problem unserer medienorientierten Zeit, dass Kinder zu viel Zeit vor dem Fernseher verbringen. Und oftmals verbringen sie diese Zeit mit den Erwachsenen vor der Flimmerkiste, was in logischer Konsequenz die folgende Frage aufwirft: Gibt es in unserer heutigen Zeit etwa keine alternative Möglichkeit, gemeinsame Zeit zu verbringen?

5 coole Alternativen zum Fernsehen – für Groß und Klein

Oftmals wählen Eltern den Weg des geringsten Widerstandes, wenn es darum geht, ihrem Kind Unterhaltung zu bieten. Ein Beispiel: Das Kind möchte am Wochenende etwas im Fernsehen schauen, während die Eltern Arbeiten im Haushalt erledigen oder sich einen Moment ausruhen wollen.

Es scheint wie eine Win-Win-Situation: Das Kind ist abgelenkt und unterhalten, während Mama und Papa den Haushalt übernehmen können. Dass es sich bei dieser vermeintlichen Quality-Time für das Kind jedoch lediglich um Massenkonsum von Telemedien handelt, verdrängen die meisten Eltern dabei.

Auch sich selbst tun sie keinen Gefallen damit, denn eigentlich sollte gerade die Freizeit dazu genutzt werden, im Kreise der Familie zusammen zu sein und sich unterhalten zu lassen – außerhalb der Medien!

Was aber sind diese Alternativen, die sich kinderleicht in den Alltag der meisten Familien integrieren lassen? Wir haben einen Blick auf die Top fünf geworfen, die sich schnell, einfach und garantiert mit jeder Menge Spaß umsetzen lassen:

1. Gemeinsam Spiele spielen

Vorbei sind die Zeiten, in denen durch Spiele wie „Mensch ärgere dich nicht“ sprichwörtliche Familientragödien ausgelöst wurden. Die Spielewelt von heute hat einen enormen Wandel durchlebt und Brettspiele sind längst nicht mehr das, womit sie von vielen in Verbindung gebracht werden. Jedes Jahr kommen neue, abwechslungsreiche und spannende Spiele auf den Markt. Einen guten Hinweis auf die Qualität ist das Prädikat „Spiel des Jahres“, das 2018 an das Legespiel „Azul“ ging.

Ob Strategie-, Wissens- oder Aktivitätsspiel – bei Familien von heute kommt mehr auf den Tisch als „Dame“ oder „Mühle“. Es wird nicht nur auf wortwörtlich spielerische Weise Zeit miteinander verbracht. Eltern und Kinder können abschalten, in eine andere Welt eintauchen und sich treiben lassen – und das ganz analog ohne Berieselung durch Massenmedien im Fernsehen.

2. In den Zoo gehen

Jetzt mal ehrlich: Die meisten von uns nehmen sich alle Jahre wieder vor, häufiger in den Zoo zu gehen. Man ist dabei nicht nur an der frischen Luft, sondern sieht die interessantesten Tiere aus der ganzen Welt und lernt darüber hinaus auch noch jede Menge. In vielen Städten gibt es beeindruckende Zoos, Tierparks oder Parkanlangen, die Natur, Mensch und Tier auf einzigartige Weise miteinander verknüpfen.

So weiß etwa der Luisenpark in Mannheim mit jeder Menge Vielfalt zu begeistern und eines ist sicher: Hier erleben nicht nur die Kleinen einen ganz besonderen Tag, auch die Großen kommen bei dem umfangreichen Angebot ins Staunen.

3. Raus gehen und mit dem Ball spielen

Fußball, Handball, Basketball und Co. sind längst nicht nur etwas für Jungen. Vielmehr ist Ballsport eine wunderbare Möglichkeit, die ganze Familie nicht nur an die frische Luft, sondern auch in Bewegung zu bekommen. Und spätestens das folgende Argument sollte für das runde Leder sprechen: laut einer Studie würden Jungen zwischen neun und 14 Jahren das Spielen mit dem Fußball dem Spiel mit der Konsole vorziehen – wenn das mal nicht hoffen lässt…

4. Die Zeit Zuhause schätzen (lernen)

Die meisten Eltern kennen es: Das heimische Kinderzimmer quillt vor lauter Spielzeug nahezu über, dennoch ist der Blick auf den Fernseher einfach viel attraktiver für die Kleinen. Wie auch beim Konsumieren von Unterhaltungsmedien lautet auch hier die Devise: Weniger ist mehr! Es empfiehlt sich immer, im Kinderzimmer nicht nur Ordnung, sondern auch den Überblick zu behalten und die Kids nicht mit Unmengen an Spielzeug und Konsumgütern zu erschlagen.

Also ist Ausmisten angesagt – vielleicht sogar mit dem Kind zusammen und siehe da: Verloren geglaubtes oder längst vergessenes Spielzeug taucht wie von Geisterhand wieder aus der Versenkung auf und kann endlich wieder benutzt werden.

Die Zeit Zuhause sollte viel mehr geschätzt werden, sowohl von den Eltern als auch von den Kindern. Dazu gehört auch, dass das Kinderzimmer nicht nur zum Schlafen da ist. Warum also nicht auch in diesem Raum gemeinsame Zeit verbringen und dem Mini ein Buch vorlesen, ein Bild malen, gemeinsam ein Kinderhörspiel hören oder an der Kinderküche einen imaginären Kuchen backen? Ehe es dann in die „richtige“ Küche geht, in der mit Mama gemeinsam ein echter Kuchen gebacken und später in trauter Runde genossen werden kann.

Kinder wollen nicht nur naschen, sondern auch tatkräftig beim Backen unterstützen.

5. Zu den Sternen reisen

Auch wir Großen sind nicht allwissend und können noch jede Menge lernen. Warum also nicht einmal mit den Kleinen Orte wie etwa ein Planetarium besuchen? Astronomische Programme, der Blick zu den Sternen und das Begreifen von Sternschnuppen und der Unendlichkeit des Alls lässt nicht nur kleine Weltraumforscher staunen, sondern bringt auch garantiert für uns Große das ein oder andere Aha-Erlebnis mit.

Und überhaupt: Im Planetarium zu den Sternen zu greifen ist um Sternschnuppenlängen besser, als Science-Fiction-Serien oder -Filme im Fernsehen zu sehen. Die meisten Planetarien bieten zudem kindgerechte Programme an, bei denen aber auch die Eltern noch einiges lernen können. Das Planetarium Mannheim etwa bietet mit „Lillis Reise zum Mond“ ein Sternenspektakel für Kinder ab vier Jahren an! 
 Eines ist sicher: Die Absicht, die Kleinen vom Fernseher „wegholen“ zu wollen, ist schon mal ein guter Anfang. Doch die Eltern müssen auch mit gutem Beispiel vorangehen. Und wie könnte das besser funktionieren, als in der familiären Gemeinschaft, in der miteinander Zeit verbracht wird. Und in dieser Hinsicht sind wir uns doch alle einig: Mit der Familie Zeit zu verbringen, ist schöner, als jeder Film im Fernsehen.

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