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Bis zu 100.000 Euro Bußgeld – bei dieser verbotenen Gartenarbeit droht aktuell Strafe

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Von: Katja Becher

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Wer gewisse Arbeiten im eigenen Garten bisher noch nicht erledigt hat, muss sich wohl oder übel bis Herbst gedulden. Diese Gartenarbeiten sind aktuell strengstens verboten:

Für Hobby-Gärtner empfiehlt es sich, den heimischen Garten bereits früh auf die bunte Frühlingssaison vorzubereiten – nicht nur, weil der Garten dann pünktlich zum Frühjahr bereit ist. Laut Bundesnaturschutzgesetz sind außerdem gewisse Gartenarbeiten aktuell verboten. Wer sich nicht daran hält, muss mit saftigen Bußgeldern rechnen.

GesetzBundesnaturschutzgesetz
Letzte Änderung1. März 2022
AbkürzungBNatSchG
GeltungsbereichBundesrepublik Deutschland

Garten im Frühling: Diese Gartenarbeit ist bereits seit März verboten

Wer sich jetzt noch vorgenommen hat, einen Baum im Garten zu fällen oder etwa Sträucher und Hecken radikal zurückzuschneiden, der sollte damit vielleicht bis im Herbst warten. Denn wie chip.de erklärt, nisten ab dem Frühling viele Vögel in Bäumen oder Sträuchern und ziehen dort ihre Jungen groß. Um Vögel und auch Insekten, die in den Pflanzen Rückzug und Nahrung finden, nicht zu stören, sind gewisse Arbeiten im Garten bereits ab März verboten.

Geregelt ist dieses Verbot im Bundesnaturschutzgesetz. Demnach ist es deutschlandweit verboten, „Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen.“

Bäume, Sträucher und Hecken im Garten schneiden – hier drohen heftige Bußgelder

Somit sollten Garten-Fans größere Veränderungen auf ihrem Grundstück lieber in den Herbst schieben, wenn das Heckenschneiden und Baum-Fällen ab 30. September wieder erlaubt. ist. Wer gegen das Gesetz verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen können.

So sieht der Bußgeldkatalog zum Beispiel für unerlaubtes oder untersagtes Beseitigen oder Beschädigen von Hecken in extremen Fällen eine Strafe von bis zu 100.000 Euro vor – allerdings nur in Mecklenburg-Vorpommern. In Bundesländern wie Rheinland-Pfalz oder Nordrhein-Westfalen könnten allerdings durchaus Bußgelder von bis zu 10.000 Euro anfallen. Auch interessant: Hortensien pflegen: Mit diesen einfachen Trick klappt‘s mit den Garten-Schönheiten.

Gartenarbeit per Gesetz verboten: Hier gelten Ausnahmen beim schneiden von Bäumen und Hecken

Ausnahmen bei Bäumen, Hecken und Sträuchern stellen in der Verbots-Zeit laut Bundesnaturschutzgesetz zum Beispiel behördlich angeordnete Maßnahmen dar. Auch erlaubt seien demnach „zulässige Bauvorhaben, wenn nur geringfügiger Gehölzbewuchs zur Verwirklichung der Baumaßnahmen beseitigt werden muss“.

Ganz die Finger von den Hecken und Bäumen im Garten muss man jedoch nicht. Laut Gesetz sind nämlich auch zwischen März und September weiterhin „schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“ zulässig. (kab)

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