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Tigermücke: Auf keinen Fall kratzen! So reagierst Du bei einem Stich richtig

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Von: Tobias Becker

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Im Sommer findet man allerlei Insekten in der Natur. Darunter auch die ungeliebten Stechmücken und die dazugehörige Tigermücke. Die Stiche jucken, kratzen ist aber keine Lösung.

Je wärmer es wird, desto auffälliger sind die vielen Insekten in der Natur. Gerade in der Nähe von Wasser und auf Blumenwiesen summt und brummt es überall in Baden-Württemberg. Besonders nervig: Die Stechmücken. Davon sind einige Arten richtig gefährlich - wie die Asiatische Tigermücke. Sie kann schlimme Krankheiten wie das Dengue-Fieber übertragen und breitet sich derzeit in Deutschland aus.

TierartAsiatische Tigermücke
wissenschaftlicher NameAedes albopictus
FamilieStechmücken
Herkunftsüd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen
übertragene KrankheitenWest-Nil-Virus, Gelbfiebervirus, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber

Tigermücke in Deutschland: Kratzen ist keine Option

Die Tigermücke hat schon Stuttgart und auch Heilbronn erreicht, wie BW24 berichtet. Auch verschiedene Stadtteile Heidelbergs sind schon von der Tigermücke betroffen. Die sticht vor allem in den Morgen- und Abendstunden und ist vorzugsweise draußen unterwegs. Zwar gibt es verschiedene Wege sich vor der gefährlichen Tigermücke zu schützen, trotzdem kann es zu einem Stich kommen. Und dann?

Die Stiche der Asiatischen Tigermücke schmerzen nicht mehr oder weniger als die der heimischen Stechmücken. Die Stelle wird rötlich, schwillt leicht an und beginnt zu jucken. Dennoch: Kratzen ist keine Option. Durch das Rumkratzen werden die Gerinnungshemmer aus dem Speichel weiter verteilt. Die Folge: Es juckt mehr und Krankheitserreger können in die Haut eindringen, schreibt die Deutsche Welle.

Tigermücke in Deutschland: Kühle hilft gegen Juckreiz nach Stich

Ein Tipp gegen das Kratzen: Pflaster auf die Einstichstelle kleben! Dadurch werden zusätzlich auch Bakterien am Eindringen gehindert. Kratzen geht also nicht, aber was hilft dann? Wenn man direkt merkt, dass man gestochen wurde, hilft es, die Einstichstelle mit kaltem Wasser zu kühlen. Zur Not auch mit dem eigenen Speichel. Dadurch werden Juckreiz und Schwellung etwas gelindert.

Anschließend kann man Eiswürfel, Kühlpacks und im Notfall auch etwas anderes aus dem Tiefkühlfach (aber nur kurz, damit es nicht auftaut) zum Kühlen nutzen. Salben oder Cremes gibt es ebenfalls. Eine halbierte Zwiebel oder Kartoffel, Essig, Quark oder einfach eine Zitronenscheibe sind Hausmittel, die die Einstichstelle beruhigen.

Tigermücke in Deutschland: Kurzes Erhitzen als Tipp – Stich beobachten!

Es geht aber auch ganz anders: Hitze statt Kälte! Dafür gibt es in Apotheken Geräte. Um Bestandteile des Mückenspeichels sowie des körpereigenen Histamins möglicherweise zu zersetzen, kann es helfen, die betroffene Stelle kurz auf über 50 Grad zu erhitzen. Die Heilung kann schneller, der Schwellung gebremst werden. Aber Achtung: Je schneller man erhitzt, desto größer die Erfolgschance.

So oder so gilt: Mückenstiche im Auge behalten! Der Grund ist einfach: Ist der Mückenstich nach zwei, drei Tagen nicht verschwunden, stimmt was nicht. Wird der Stich immer größer und fühlt sich heiß an, kann es eine allergische Reaktion sein. Wer Symptome eines grippalen Infekts nach einem Mückenstich hat, könnte von der Tigermücke infiziert worden sein. (tobi)

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