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Vorsicht vor Weihnachtssternen: Beliebte Pflanze sollte nicht in jedem Haushalt sein

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Der Weihnachtsstern gehört in die Weihnachtszeit wie Lebkuchen, Plätzchen und Glühwein. Allerdings birgt er auch eine Gefahr – denn die Pflanze ist giftig.

Dortmund – Der Weihnachtsstern oder auch Christstern verbreitet insbesondere in der Weihnachtszeit eine gemütliche Atmosphäre. Kein Wunder, dass er deshalb aktuell in vielen Wohnzimmern zu finden ist. Jedoch ist der Weihnachtsstern nicht ganz ungefährlich, denn einige Pflanzenteile sind giftig. Deshalb sollte sich nicht jeder die Pflanze in die Wohnung stellen.

PflanzeWeihnachtsstern (Adventsstern, Christstern oder Poinsettia)
Wissenschaftlicher NameEuphorbia pulcherrima
StandortWarm und hell

Weihnachtsstern ist giftig: Achtung vor diesen Pflanzenteilen

Der Weihnachtsstern ist ein Wolfsmilchgewächs. Typisch für Wolfsmilchgewächse ist, dass sie in allen Pflanzenteilen, wie zum Beispiel in den Blättern und im Stiel Pflanzensaft speichern. Und dieser ist giftig – wenn man ihn verzehrt, aber auch, wenn man mit der bloßen Haut in Kontakt mit der Milch kommt.

Aber: Am giftigsten sind Weihnachtssterne in ihrer natürlichen Umgebung in Südamerika. Hier wächst die Pflanze in großen Sträuchern. Durch Züchtungen wurde der Giftanteil laut t-online zwar für den europäischen Markt abgeschwächt, aber er ist noch nicht komplett verschwunden (mehr Garten- und Pflanzentipps* bei RUHR24).

Weihnachtsstern ist giftig: Nicht jeder sollte sich die Pflanze ins Wohnzimmer stellen

Insbesondere für Kleinkinder und Tiere ist der Weihnachtsstern gefährlich. Die schöne Zimmerpflanze sollte deshalb nicht in Reichweite von Kindern stehen, besonders wenn Blätter und Knospen anfangen abzufallen. Denn viele Kleinkinder nehmen unbekannte Dinge schnell in den Mund, um sie zu ertasten. 

Hat man den Weihnachtsstern trotz Kinder im Haushalt gekauft, sollte man zumindest auf den Boden gefallene Pflanzenteile schnellstmöglich entsorgen. Denn die Pflanzensäfte des Weihnachtssterns können gerade bei kleinen Kindern eine starke Reaktion auslösen.

Weihnachtssterne sind schön anzusehen, aber giftig.
Achtung! Weihnachtssterne sollten nicht in jedem Haushalt stehen. © Jens Büttner/dpa, Collage: RUHR24

Aber auch bei Haustieren wie Hunde, Katzen oder Hamstern besteht das Risiko einer Vergiftung, wenn sie die Pflanzenteile mit dem giftigen Saft fressen. Beim Weihnachtsstern gilt: Je kleiner das Tier, desto gefährlicher ist auch die Milch. Also Vorsicht bei der Standort-Wahl der Weihnachtssterne*

Symptome einer Vergiftung am Weihnachtsstern 

Die Symptome einer Vergiftung an dem Weihnachtsstern sind bei Mensch und Tier ziemlich ähnlich. Von Magen-Darm-Probleme bis hin zu blutigem Durchfall, Lähmungserscheinungen und Herzrhythmusstörungen kann alles auftreten. Bei Haustieren wie Hund, Katze und Hamster kann die Vergiftung jedoch, je nach Menge des aufgenommenen Pflanzensafts, sogar zum Tod führen. Tiersitzer sollten daher besonders aufpassen oder sich besser keinen Weihnachtsstern kaufen.

Für Erwachsene ist der Weihnachtsstern deutlich weniger problematisch. Zwar kann der Hautkontakt mit dem Pflanzensaft zu Hautreizungen, Ausschläge und Entzündungen führen, die allerdings schnell wieder abklingen sollten. Auch der Verzehr bleibt für die meisten Erwachsenen folgenlos. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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