So wollt ihr Gewicht verlieren? 

Mythen rund ums Abnehmen: Bei diesen Tipps rasten Profis richtig aus!

Endlich abnehmen. Am Anfang des Jahres wollen zahlreiche Menschen Gewicht verlieren. Es gibt zahlreiche Mythen und Tipps, bei denen Profis richtig ausrasten. 

  • Am Anfang des Jahres wollen viele Menschen mit einer Diät Gewicht verlieren. 
  • "Low Carb", "FDH-Diät", Verzicht auf Mahlzeiten, Hungern - es gibt zahlreiche Tipps beim Thema Ernährung.
  • Leider ranken sich rund um das Abnehmen auch viele Mythen, auf die Menschen hereinfallen. 

Dortmund - Am Anfang eines jeden Jahres nehmen sich zahlreiche Menschen vor, Gewicht zu verlieren. Der Sommer kommt und die lockere Kleidung in den warmen Monaten geht mit den überflüssigen Pfunden auf den Rippen unbarmherziger um als Winterjacke oder Kapuzenpullover. 

Abnehmen: Mythen sind schuld, warum sich manche so schwertun 

Doch Abnehmen gestaltet sich für viele zu einer echten Herausforderung, die durch falsche Tipps und Mythen noch zusätzlich erschwert wird. Eines der größten Mysterien beim Abnehmen ist der Umgang mit Kohlenhydraten

"Low Carb" hat sich in den letzten Jahren zu einem Trend entwickelt. Der Mythos: Kohlenhydrate machen dick. Besonders am Abend sollte man auf Kohlenhydrate verzichten. Für einige ist die "Low Carb-Diät" zudem die einzige Methode, die nachhaltig funktionieren würde. Auch Unternehmen nutzen den "Low Carb"-Trend aus und bringen immer wieder Produkte auf den Markt, die beim Abnehmen helfen sollen, wie RUHR24.de* berichtet. 

Abnehmen mit oder ohne Kohlenhydrate? 

Kohlenhydrate machen nicht dick. Zu viele Kohlenhydrate machen dick. Und genau das ist das Problem. Die Menschen, die glauben, von Nudeln, Brot, Reis und Co. zuzunehmen, haben vorher einfach zu viel davon gegessen.

Natürlich funktioniert die "Low Carb-Diät". Allerdings nur aus einem Grund: Menschen befinden sich dabei in einem Kaloriendefizit. Doch auch ein Kaloriendefizit mit zusätzlichen Kohlenhydraten würde funktionieren und ist sogar besser. Kohlenhydrate sind nämlich der Kraftstoff, der dem Menschen hilft, körperlich und geistig Leistung zu bringen. 

Abnehmen: Kohlenhydrate machen nicht dick - zu viele Kohlenhydrate machen dick

Vor allen Dingen langkettige Kohlenhydrate, wie Vollkornprodukte, sollten zu einer ausgewogenen Ernährung gehören. Eine Reduzierung oder gar ein Verzicht von Kohlenhydraten ist nicht gesund und in manchen Fällen sogar gefährlich.

Ein weiterer Mythos rund um das Abnehmen lautet: Wer auf das Frühstück verzichtet, nimmt ab. Auf den ersten Blick ist dagegen nichts einzuwenden. Doch dieser Tipp entwickelt sich mit großer Sicherheit zu einem Boomerang

Verzicht der Mahlzeit Frühstück: Hilft das beim Abnehmen? 

Es gibt bei dem Verzicht auf das Frühstück zwei Probleme. Zum einen kommt der Stoffwechsel am Morgen ohne die erste Mahlzeit überhaupt nicht richtig in Schwung. Die Folge Trägheit und geringe Leistungsfähigkeit. 

Wer beim Abnehmen auf das Frühstück verzichtet, riskiert Heißhungerattacken

Zudem laufen Menschen, die auf das Frühstück verzichten Gefahr, Heißhungerattacken zu bekommen. Und die sind tödlich für den täglichen Kalorienhaushalt. Häufig schaufelt man gegen Mittag dann immens viel, im schlimmsten Fall ungesunde Nahrungsmittel, in sich hinein. 

Der Verzicht des Frühstücks ist hinfällig. Im schlimmsten Fall hat man aus dem gewünschten Kaloriendefizit ein Kalorienüberschuss gemacht und nimmt noch zu. 

Abnehmen hat auch das Fernsehen erreicht: Irre TV-Show mit Frank Rosin sorgt für Aufsehen

Übrigens hat das Thema Abnehmen auch das TV-Gerät erreicht. Bei Rosins Fettkampf kämpfen Teilnehmer gegen die Kilos. Dabei kommt es stets auch zu dramatischen Situationen, wie eine Episode mit Mark Kamanski aus der Stadt Dortmund beweist. 

Abnehmen: Wer viel hungert, nimmt mit Sicherheit ab, oder? 

Viele Menschen haben den Plan, abzunehmen schon lange und sind immer wieder gescheitert. Irgendwann kommen sie an den Punkt, es endlich richtigzumachen und fangen mit Wunder- oder Crash-Diäten an. Diese arbeiten mit dem Mythos: Wer viel hungert, nimmt ab. 

Erneut ist dieser Mythos auf den ersten Blick gar nicht so unlogisch. Wer zum Beispiel die allseits bekannte "Friss-die-Hälfte-Diät" (FDH) macht, der nimmt in der ersten Zeit definitiv ab. Doch wo liegt das Problem an solchen Crash-Diäten? 

Crash-Diäten wie "FDH" sind beim Abnehmen ein Garant für den "Jojo-Effekt" 

Sie sind einfach nicht nachhaltig. Der Mensch versetzt den Körper in so einer Diät in eine Stresssituation. Mit zunehmender Zeit wird es immer schwerer und schwerer so wenig zu essen. 

Es gibt bei Crash-Diäten zwei Probleme: Zum einen steigt die Gefahr für Heißhungerattacken, die bekanntlich dafür sorgen, dass unkontrolliert viel (Ungesundes) gegessen wird. Zum anderen tritt mit Sicherheit der sogenannte "Jojo-Effekt" ein. 

Der Körper war lange in einem krassen Defizit und sorgt danach für Reserven. Der Mensch nimmt wieder zu. Die Diät ist hinfällig. Experten raten aus diesem Grund dazu, ein moderates Defizit von 300 bis 500 Kalorien pro Tag zu wählen. Das ist nachhaltiger, erfolgreicher und für den Menschen auch einfach gesünder. del

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Rubriklistenbild: © Mascha Brichta / Monique Wüstenhagen / dpa / Fotomontage: RUHR24

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