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Akute Langeweile? Hier sind 6 schnelle Digital-Lösungen für harte Fälle

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Langeweile gibt’s auch mit Smartphone. Aber wenn man es richtig nutzt, verfliegt sie im Nu.

Langeweile hat die unangenehme Eigenschaft, oft ziemlich ungeplant zuzuschlagen. Doch in den Taschen der meisten Menschen findet sich zum Glück ein sehr mächtiges Universalwerkzeug dagegen.

Denn wie die Statistik-Plattform Statista schätzt, besitzen mittlerweile gut und gerne 65 Millionen Deutsche ein Smartphone und somit dank Internetverbindung und installierbaren Apps einen äußerst schlagkräftigen Helfer im Kampf gegen Langeweile-Attacken. Bloß: Weil die Geräte so beliebt sind, ist die Qual der Wahl natürlich enorm. Damit die Suche nach einem Ausweg aus der Langeweile nicht in neuer Langeweile resultiert, zeigt der folgende Artikel sechs Helfer, die man nutzen kann.

Lösung 1: Die Wikipedia-Challenge 

Es dürfte wohl nur wenige Menschen geben, die die größte Enzyklopädie des Internets noch nicht genutzt haben – aber in den allermeisten Fällen wohl nur zum angestammten Zweck: dem Finden von Informationen. 

Allerdings dürfte klar sein, dass diese Seite (Immerhin Rang 5 der weltweit meistbesuchten Websites) fast automatisch durch die vielen User „alternative Verwendungen“ produziert. Tatsächlich eignet sich deshalb die Wikipedia, übrigens in jeder Sprache, für ein Spiel mit hohem Suchtpotenzial. Es geht folgendermaßen: 

  1. Man sucht sich eine Themenseite (etwa „Heidelberg“) oder klickt alternativ auf „Zufälliger Artikel“. 
  2. Dann klickt man abermals auf „Zufälliger Artikel“. 
  3. Von der nun angezeigten Seite muss man es über die internen Links mit möglichst wenigen Klicks (ähnlich wie beim Golf) oder alternativ gegen die Uhr schaffen, wieder zur ersten Themenseite zu gelangen. 

Ein kniffliges Unterfangen, für das man sich die Links genau anschauen und überlegen muss, wie sie einen am besten weiterbringen.

Lösung 2: Das schnelle Casinospiel 

Poker, Roulette, Slot-Machines… innerhalb kürzester Zeit haben sich Online Casinos von einem kleinen Seitenarm des Netzes zu einem bedeutenden Standbein gemausert. Der Hauptgrund dafür: Sie bieten die gesamte Welt des Casinos, bloß ohne, dass man sich dafür in Schale werfen und weite Wege in Kauf nehmen müsste, wie es bei „Offline Casinos“ der Fall ist. 

Allerdings ist die Masse der Anbieter mittlerweile so groß geworden, dass man sich fragen muss, wo findet man neue Online Casinos? Es gibt Anlaufstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Anbieterdschungel zu katalogisieren und zu bewerten; eine bedeutsame davon ist das Portal spielhallen.com

Diese Anlaufstellen zu nutzen – statt frei zu suchen – hat auch den Vorteil, nur seriöse Angebote präsentiert zu bekommen, bei denen die Lizenzen stimmen, die Daten korrekt verschlüsselt werden. Dabei hat diese Lösung sogar zwei Vorteile: Neben der Kurzweil gibt’s auch noch die Chance, beim Zeit-Totschlagen Geld zu verdienen. 

Lösung 3: Die Handy-Grundausstattung vollenden 

Die meisten Menschen, die ihr Smartphone länger als einige Tage besitzen, dürften der Ansicht sein, bestens mit allen Apps versorgt zu sein, die sie brauchen. Doch ist das wirklich so? Wer die Frage nicht mit einem sicheren Ja beantworten kann, sollte unseren Artikel mit App-Must-Haves checken. Besonders wenn die Langeweile ihn in Reichweite eines WLANs überkommt, oder er ein üppiges Datenvolumen hat. 

Die dort gelisteten Programme können selbst ein gut bestücktes Handy noch besser machen. Sie in einer Phase akuter Langeweile zu installieren, bedeutet zudem, sie dann zu haben, wenn es schnell gehen muss. 

Lösung 4: Die beim Serien-Gucken aufgewendete Lebenszeit kalkulieren 

Gehören Sie zu denjenigen, die die Erfolgsserie „Game of Thrones“ in Gänze geschaut haben? Dann haben Sie dafür zusammengerechnet genau drei Tage und eine Stunde vor dem Fernseher verbracht. 

Klingt imposant? Definitiv, denn mit dem Aufkommen der Streaming-Dienste hat sich die Zeit, die wir mit dem Anschauen von Serien verbringen, gehörig vervielfacht. Aber haben wir uns nicht schon alle einmal gefragt, wie viel Lebenszeit wir insgesamt bereits für die Serien aufgewendet haben? 

Wer gerne binge-watcht und mit vielleicht überraschenden Ergebnissen zurechtkommt, findet die Antwort auf die Frage im Netz. Die Seite tiii.me. Das Prinzip ist kinderleicht: Serie eingeben, anklicken, wie viele Staffeln man geguckt hat. Mit jeder weiteren Serie vergrößert sich die unübersehbare Uhr am oberen Ende der Webseite um die Laufzeit – neben dem Zeitvertreib ist erstauntes Kopfschütteln ob der reinen Anzahl von Serien und ihrer Dauer fast garantiert. Beim Gucken von Serien verfliegt die Zeit der Blitz. Diese Zeit herauszufinden, kann ein toller Pausenfüller sein. 

Lösung 5: Die (digitale) Luftpolsterfolie ploppen lassen 

Hand aufs Herz: Gibt es Menschen, die es nicht genießen, Luftpolsterfolie zwischen den Fingern zu zerdrücken? Wohl kaum. Warum das allerdings so ist, können bislang nicht einmal die Wissenschaftler so richtig beantworten. 

Doch so schön das Gefühl auch ist, natürlich hat kaum jemand dauernd ein „Notpolster“ in seiner Tasche. Allerdings lässt sich das Gefühl auf digitale Weise durch eine „Ersatzdroge“ zumindest ein bisschen kopieren – eine App namens „Plopp“. Das Original gibt es zwar nur für iOS (Apple), allerdings haben sich auch im Android-Playstore einige ähnliche Apps etabliert. In jedem Fall ist der Download der simpel gestrickten Programme kostenlos und das Zerdrücken der digitalen Luftpolster bemerkenswert vergnüglich. 

Lösung 6: Der Digitale Hausputz 

Handys haben die unangenehme Eigenschaft, auch ohne, dass man dauernd Dinge willentlich herunterlädt, mit der Zeit ziemlich „zuzumüllen“. Hier einige WhatsApp-Chats voller Bilder und Sprachnachrichten, da bei YouTube eine lange Liste von vor Ewigkeiten eingegebenen Suchbegriffen. Dazwischen die üblichen Verdächtigen – Apps, die man irgendwann einmal heruntergeladen, aber schon seit Monaten nicht mehr genutzt hat. 

Auch im Zeitalter spottbilliger Micro-SD-Karten ist der Platz auf Smartphones immer noch begrenzt. Zumal vieles von diesem „Digital Clutter“, wie es der Fachmann nennt, auch das Zeug dazu hat, dem Handy einiges an Geschwindigkeit zu rauben. 

Aufräumen lautet also die Devise. Doch wie geht der digitale Hausputz zwischendurch vonstatten? Man beginnt damit, dass man in seine App-Auflistung geht. Alles, was man schon lange nicht mehr genutzt hat, fliegt runter. 

Dann werden die Messenger-Apps durchkämmt. Die meisten haben eine Funktion, mit der sich Medien simpel in Masse löschen lassen. Ist das getan, kommen die Ordner für Fotos und dergleichen dran. Zuletzt kann man sich, wenn man mag, eine System-Cleaner-App herunterladen (hier gibt es sehr viele Angebote). Die räumt dann auch noch Caches, Datenfragmente und Ähnliches raus. Noch ein Neustart und das Handy ist nach nur wenigen Minuten zumindest innen wieder blitzblank. 

Extra-Tipp: Finger weg von Durchscroll-Apps 

Mancher Leser wird sich vielleicht gefragt haben, warum wir nicht auf Instagram, Facebook und dergleichen verwiesen haben. Dahinter stecken zwei Gründe. Erstens: diese Programme sind sowieso für viele Smartphone-Besitzer die erste Anlaufstelle bei Langeweile. 

Zweitens: Diese Apps sind sogenannte Durchscroll-Apps. Man liest und scrollt, liest und scrollt und kommt niemals am Ende an, weil die Programme – mit Absicht – immer wieder neue Inhalte präsentieren, damit man möglichst lange darauf verweilt. 

Effektive Langeweile-Bekämpfung ist das nicht, weil irgendwann kaum noch Dinge präsentiert werden, die einen wirklich interessieren.

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