Risikokindern frühzeitig helfen

Allergiefrüherkennung: Was die erste Windel über das Allergierisiko verrät

Eine Mutter hält die Füße ihres Säuglings in ihrer Hand (Symbolbild)
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Das Mekonium, das Babys in den ersten Tagen nach der Geburt ausscheiden, kann bereits viel über das Allergierisiko aussagen (Symbolbild)

Ob ein Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat, lässt sich schon am ersten Stuhl erkennen, wie Forscher nun herausgefunden haben.

München – Die erste Windel eines Neugeborenen: für Allergologen kann sie viel verraten. Denn das Mekonium (auch Kindspech genannt), eine dicke, dunkelgrüne Substanz, die Babys nach der Geburt ausscheiden, kann Aufschluss darüber geben, wie groß das Risiko für spätere Allergien ist.* Es setzt sich aus verschiedenen Substanzen zusammen, die das Kind während der Entwicklung im Mutterleib aufgenommen hat. Für Wissenschaftler ist es damit wie eine Art Zeitkapsel, die zeigt, welchen Stoffen das Ungeborene während der Schwangerschaft ausgesetzt war. Diese Moleküle beeinflussen auch die ersten Darmbakterien, die wiederum Einfluss auf die Entwicklung eines gesunden Immunsystems haben.

Ein Forscherteam untersuchte Mekonium-Proben von 100 Säuglingen, die an der CHILD-Kohortenstudie teilnahmen. Dabei konnten sie einen Zusammenhang zwischen der Vielfalt an Molekülarten im Mekonium und dem Allergierisiko des Kindes im ersten Lebensjahr nachweisen. Die Ergebnisse zeigen: Je mehr verschiedene Molekülarten im Mekonium auftauchen, desto geringer ist das Risiko des Kindes, eine Allergie zu entwickeln. *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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