Auszeit

Me-Time im Wellness-Luxus-Urlaub: So findest du wieder zu dir selbst

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Es ist einfach, in der Gruppe zu verreisen und viele Aktivitäten zu planen. Die Rückbesinnung auf die eigenen Bedürfnisse bedeutet hingegen oft mehr Überwindung.

Anstatt unzählige Aktivitäten im Urlaub zu starten, kann auch die Rückbesinnung auf die eigenen Bedürfnisse eine Form von Luxus-Urlaub sein. Me-Time ist jetzt angesagt!

Deutschland ist das beliebteste Reiseland für einen Kurztrip. Wer zwei bis vier Tage verreist, tut diese also vornehmlich „in der Heimat“. 74,2 Prozent gaben das bei der Reiseanalyse 2019 an, die von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. durchgeführt wurde. Was die Deutschen dort im Urlaub tun, hat der Deutsche Tourismusverband ebenfalls in einer Studie zum Reiseverhalten 2018 dokumentiert:

Die deutschen Urlauber schätzen Sightseeing (57 Prozent), halten sich in der Natur auf (57 Prozent), gehen spazieren (36 Prozent), genießen kulinarische Köstlichkeiten (35 Prozent), verbringen Zeit mit der Familie (33 Prozent), besuchen Events (30 Prozent), Wandern (27 Prozent), unternehmen Wassersportarten (19 Prozent), shoppen (18 Prozent) oder besuchen Erlebniseinrichtungen (16 Prozent). Die meisten Deutschen also scheinen sich auf Reisen aktiv und mit anderen zu vergnügen. Doch warum eigentlich nicht mit sich selbst? Ein Plädoyer für etwas Me-Time im Wellness-Luxus-Urlaub und warum diese Zeit so wichtig ist, verrät dieser Beitrag.

Deswegen ist Me-Time so wertvoll

Wer tagtäglich im Alltag seinen Mann oder seine Frau steht, vergisst nicht selten seine eigenen Bedürfnisse darüber hinaus. Das wiederum sollte eigentlich zu dem Schluss bewegen, dass der Urlaub dafür reserviert sein sollte, Zeit für sich selbst zu haben. Doch wie sieht die Realität aus? Nicht selten beginnt diese bereits mit einigen Vorbereitungen im Vorfeld – Auswählen, Buchen, Packen,

Planen, Anreisen. Mit der Anzahl der Mitreisenden erhöht sich das Vorbereitungspensum, denn es müssen mehrere Wünsche und Vorlieben berücksichtigt werden und natürlich brauchen mehr Personen auch mehr Gepäck.

Wer sich hingegen für eine Extra-Portion Me-Time im Urlaub entscheidet, entscheidet sich ganz klar für einen Urlaub im puren und gesunden Egoismus. Die Redaktion von Travelbook hat insgesamt zehn Gründe gefunden, warum es gut und wichtig ist, allein zu reisen: Die Lernkurve ist steil. Es ist nicht nötig, eine Rolle zu spielen. Das Selbstvertrauen steigt. Die Unterkunft eröffnet oft ungeahnte Möglichkeiten. Es ist Zeit für neue Bekanntschaften (falls daran Interesse besteht). Es kann Gespräche mit interessanten Menschen geben. Unzählige Fotomotive warten darauf, geknipst zu werden. Die Reiseerlebnisse bleiben einzigartig, da es keine zweite Sicht auf die Dinge geben kann. Ein Gefühl der Dankbarkeit wird sich einstellen.

Summa summarum ist eine Reise, die allein unternommen wird, als nichts, wofür Dritte einen „bemitleiden“ sollten. Stattdessen ist eine Singlereise die ehrlichste Auszeit vom Alltag, die es in der Praxis nur geben kann. Doch was ist dazu nötig?

Me-Time im Urlaub. So funktioniert’s

Je nach den persönlichen Verhältnissen sind für die Realisierung der Me-Time mehr oder weniger Vorbereitungen nötig. Urlaub nehmen, ggf. die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Verwandten organisieren – und schon kann es losgehen.

1.) Die passende Unterkunft

Für eine Auszeit vom Alltag inkl. reichlich Zeit für sich selbst braucht es nicht das überlaufene Wellnesshotel, das beim Einchecken bereits erneut knebelt – mit Öffnungszeiten des Wellnessbereichs, Essenszeiten im Restaurant und und und. Eine denkbare Alternative kann hier ein Ferienhaus sein, das mit Pool, Whirlpool, Kamin und allerlei anderen Annehmlichkeiten ausgestattet ist. Bei Luxusferienhaus gibt es eine Auswahl an Ferienhäusern, die sich in Dänemark, Schweden und an der Ostsee befinden und den perfekten Rahmen für ein paar Tage Me-Time bieten.

Abbildung 2: Ein Ferienhaus eignet sich bestens für einen Me-Time-Urlaub. Hier gibt es wenig Vorschriften und viele Möglichkeiten, sich auf sich selbst zu besinnen.

Tipp: Wer die Flucht in den abgeschirmten Luxus sucht, der sollte auf die Einrichtung und die Lage achten. Das wiederum bedeutet, dass strandnahe Häuser zu langen Spaziergängen einladen und Pool, Spa und Kamin für entspannte Momente sorgen.

2.) Das passende Mindset

Um die Me-Time als positive Auszeit begreifen zu können, muss im Vorfeld das Mindset so ausgerichtet werden, dass die Auszeit keine Flucht vor einem selbst ist, sondern eben diesen Weg wieder erhellen soll. Durch die Zwänge und den Druck, die einem im Alltag auferlegt werden, liegen nicht selten große Steine auf dem Weg zu einem selbst. Diese verhindern, dass Menschen auf sich selbst hören und ihre eigenen Bedürfnisse wahrnehmen und umsetzen.

Abbildung 3: Eine entspannte Wohlfühlatmosphäre hilft dabei, die Zeit mit sich selbst genießen zu können.

Tipp: Wie die Route zum eigenen Ich aussehen kann, das kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Dabei können altbewährte sowie ungewohnte Wege beschritten werden. Wer im Alltag permanent auf den Beinen ist, kann sich bewusst Abstand gönnen, in dem die Me-Time von Entspannung pur gezeichnet ist. Ein gutes Buch, ein loderndes Feuer im Kamin und eine große Tasse Tee können dann genau der richtige Weg zum Ich sein. Auch andersherum ist die Me-Time natürlich denkbar.

3.) Offline sein, heißt Ruhe zu erfahren

Wer sich einzig und allein um sich selbst kümmern will, der sollte die selbstverordnete Me-Time auch dazu nutzen, für eine Weile „offline“ zu sein. Was für viele wie eine Horror-Vorstellung anmutet, sollte im besten Fall nur der Anstoß sein, um das eigene Digitalverhalten zu überdenken. Tipp: Der Neurowissenschaftler Dr. Volker Busch erklärt in einem Interview mit dem Fokus, dass punktuelles „Digital Detox“ zwar modern zu sein scheint, jedoch nur wenig Effekt hat, wenn anschließend kein Umdenken stattfindet. Er rät zu einem digitalfreien Sonntag oder zu festen Offline-Zeiten im Alltag. Im Me-Time-Urlaub kann eine Unterkunft ohne WLAN den Detox-Gedanken unterstützen.

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