Infektionsrisiko minimieren

Schutz vor Coronavirus: Kontaktlose Lieferung von Paketen - was bei der Zustellung erlaubt ist

Um das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu senken, haben DHL, dpd und Co. die kontaktlose Lieferung eingeführt - doch alles ist dabei nicht erlaubt.

  • Um die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu minimieren, haben Paketdienste auf eine kontaktlose Lieferung umgestellt.
  • Auf eine Unterschrift des Empfängers bei der Paketzustellung wird weitestgehend verzichtet.
  • Trotzdem müssen Zusteller "Beweise" für eine erfolgreiche Zustellung anfertigen.

NRW - Die Gefahr, sich allein über die Oberfläche eines Paketes mit dem Coronavirus anzustecken*, schätzen Experten derzeit als gering ein. Allerdings verbreitet sich das Coronavirus vor allem, wenn sich Personen zu nahe kommen. Das wollen Paketzusteller durch die kontaktlose Übergabe vermeiden, berichtet RUHR24.de*.

Coronavirus: Paketzustellung möglichst ohne Kontakt

Coronaviren werden von infizierten Personen über Tröpfchen, die beim Husten, Niesen, aber auch Sprechen entstehen, in die Luft abgegeben. Wer diese anschließend einatmet, und so die Viren über die Schleimhäute der Nase oder des Mundes aufnimmt, kann sich mit dem Coronavirus (mehr zum Thema auf RUHR24.de)* anstecken, informiert das Robert-Koch-Institut (RKI). 

Ein direkter Kontakt, wie zum Beispiel bei der Unterschrift auf den Scannern der Paketboten, wird bei der Paketzustellung daher zunehmend vermieden. So soll die Ansteckungsgefahr verringert werden. Eine kontaktlose Zustellung muss aber dennoch von den Zustellern dokumentiert werden. 

Paketzustellung trotz Coronavirus nur unter Aufsicht

Das Paket unbemerkt einfach im Garten oder Hausflur abzustellen sei jedenfalls nicht erlaubt, so die Verbraucherzentrale NRW. Pakete müssen immer "unter Aufsicht" zugestellt werden. Sprich: Der Empfänger muss bemerken, dass ein Paket geliefert wurde. Vom Zusteller wird das bestenfalls auch dokumentiert.

Für die Dokumentation der erfolgreichen Paketzustellung haben Paketboten verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl. Zudem ist eine weitere Variante für die Zusteller, die vor allem in Zeiten des Coronavirus genutzt werden sollte, sich vorab die Zustimmung des Empfängers für die Ablage des Paketes einzuholen.

Varianten der Paketzustellung

Diese Varianten der Paketzustellung sind erlaubt:

  • Unterschrift durch den Paketboten
  • Abstellerlaubnis einholen
  • Fotobeweis anfertigen

Bei der Unterschrift durch den Paketboten verzichten die Zulieferer auf die Unterschrift vom Empfänger der Lieferung. Stattdessen unterschreiben die Paketboten selbst, und bestätigen mit ihrer Unterschrift eine erfolgreiche Übergabe der Sendung. 

Die Unterschrift des Paketboten sollte in Gegenwart des Empfängers erfolgen, so die Verbraucherzentrale NRW.

Coronavirus: Abstellerlaubnis für Pakete erteilen

Die Abstellerlaubnis erteilen Empfänger eines Paketes, bevor das Paket tatsächlich geliefert wird. Bei vielen Paketlieferdiensten können Empfänger einen sicheren Ablageort angeben. Eine Erlaubnis, das Paket an diesem Ort abzustellen, erteilen die Empfänger der Ware in der Regel online mit einigen wenigen Klicks auf der Seite der Zustelldienste. 

Coronavirus: Bei Paketdiensten herrscht seit Wochen Hochbetrieb.

Auch DHL empfiehlt, in Zeiten des Coronavirus nach Möglichkeit einen Ablageort anzugeben oder das Paket an eine Packstation liefern zu lassen. So könne der direkte Kontakt komplett vermieden werden.

Paketzustellung: Ablage nur an sicherem Ort

Empfänger sollten jedoch beachten, dass "mit der Ablage am vereinbarten Ort die Haftung für das Paket auf sie übergeht", so Verbraucherschützer. Legt der Paketbote das Päckchen also wie vereinbart im Hauseingang ab, und das Paket verschwindet von dort im Laufe des Tages, muss der Bote dafür nicht mehr gerade stehen.

Derzeit wird immer häufiger auch die Möglichkeit genutzt, einen Fotobeweis von der erfolgreichen Paketzustellung anzufertigen. So kann der Paketbote zum einen den Empfänger auf dem Päckchen unterschreiben lassen, dass er dieses erhalten hat und die Unterschrift anschließend fotografieren.

Coronavirus: Fotobeweis bei erfolgreicher Zustellung

Eine andere Möglichkeit ist, dass der Paketbote von der Ablage des Päckchens ein Foto anfertigt. Allerdings muss auch in Zeiten des Coronavirus die Ablage unter der Aufsicht des Empfängers geschehen, erklärt der Verbraucherschutz NRW. Auch eine anderweitige Übergabe des Paketes kann vom Zusteller mit einem Foto dokumentiert werden. Die Fotos dienen als Beleg der erfolgreichen Zustellung für den Händler.

Im Übrigen gilt, dass Schäden an einem Paket immer sofort dem Lieferanten und dem Händler gemeldet werden müssen. Wird ein Transportschaden erst nach dem Auspacken entdeckt, muss der innerhalb von sieben Tagen beim Lieferdienst gemeldet werden.

msp

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa

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