Vergrößern das Wohlbefinden

5 Gründe, warum Ernährungsberater ätherische Öle empfehlen

Die Aromaküche existiert seit mehr als 7000 Jahren. Damals konservierten Chinesen ihren Wein mit Ölen. Im alten Ägypten stellten die Menschen mit Kräutern und Gewürzen gefüllte Duftbecher auf.
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Die Aromaküche existiert seit mehr als 7000 Jahren. Damals konservierten Chinesen ihren Wein mit Ölen. Im alten Ägypten stellten die Menschen mit Kräutern und Gewürzen gefüllte Duftbecher auf.

Ätherische Öle bieten etliche Anwendungsmöglichkeiten – in der Aromatherapie wie beim Kochen. Lesen Sie hier, warum Ernährungsberater die pflanzlichen Stoffe wärmstens empfehlen. 

Ätherische Öle stecken voller gesunder Pflanzenkraft. Mitunter genügt ein Tropfen, um das körperliche und seelische Wohlbefinden nachhaltig zu steigern. Als vielseitige Substanzen stärken Öle einerseits das Immunsystem, andererseits unterstützen sie körpereigene Heilungsprozesse. Forscher und Experten haben die komplexe Wirkungsweise bis heute nicht vollständig erfasst. Fest steht jedoch: Ätherische Öle finden in der Aromatherapie, als auch in der heimischen Küche Anwendung – und erweisen sich dabei als facettenreiche Hilfsmittel.  

1. Sie beugen Infektionskrankheiten und entzündlichen Prozessen im Körper vor

Eine akut-entzündliche Reaktion beruht laut Angaben der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie auf einer Abwehrhaltung des Körpers. Infolgedessen versucht das Immunsystem mit allen Mitteln, den Auslöser zu eliminieren. Wer eine chronische Entzündung verschleppt, bemerkt diese wiederum oftmals nicht. Vielmehr läuft sie unterschwellig – oft ohne jegliche Symptome – ab. Häufig steckt eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers dahinter. Schlafmangel, Stress, fehlende sportliche Aktivität oder eine ungesunde Ernährungsweise begünstigen das Risiko, entzündliche Prozesse zu entwickeln.

Ob bei Rheuma, Schuppenflechte, Diabetes oder Autoimmunerkrankungen: Leidet der Körper an einer Fehlregulation, helfen meist ganzheitliche Ansätze. Ernährungsberater raten in solchen Fällen, bestimmte ätherische Öle mit entzündungshemmenden Eigenschaften einzusetzen. Neben einer gesunden Ernährung mit vielen Antioxidantien wirken bestimmte ätherische Öle stark entzündungshemmend. Dazu gehört der bereits seit Jahrtausenden in der indischen Heilkunst eingesetzte Weihrauch. In Öl verarbeitet, wirkt Weihrauch entzündungshemmend und hautpflegend.

Einen hohen Gehalt an immunstärkenden Antioxidantien weist das bekannte blaue Kamillenöl auf. Als eines der antibakteriellen Hausmittel aktiviert Kamille schon bei einer hartnäckigen Erkältung die Abwehrkräfte. Eine im Jahr 2013 veröffentlichte wissenschaftliche Studie deutet an, dass Kamillenöl chronische Dickdarmentzündungen zu mildern vermag.

In den letzten Jahren entdeckten Wissenschaftler ein weiteres Öl, das bei Entzündungen einen positiven Effekt entfalten soll: Das aus der Cannabispflanze stammende, von Herstellern wie Cibdol vertriebene CBD. Dem nicht-psychoaktiven Wirkstoff, der an die CB-Rezeptoren im Gehirn andockt, wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Andere Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass CBD-Öl mitunter appetitzügelnd wirke. Da die angesprochenen Rezeptoren teilweise auch das Hungergefühl steuern, lässt sich ein entsprechender Zusammenhang vermuten.

2. Ätherische Öle halten die psychische Balance aufrecht

Ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge wird die psychische Balance in erheblichem Maße von duftauslösenden Reizen beeinflusst. Bestimmte Nuancen vermögen es, im limbischen System daraufhin positive Gefühle hervorzurufen.

Natürliche Vanilleschoten etwa sollen Stimmungsschwankungen regulieren und glückliche Gefühle verstärken. Intensives Rosmarinöl ist hingegen ein mediterranes Gewürz mit beruhigenden Eigenschaften. Bei Stress, depressiven Gemütszuständen oder Kopfschmerzen beruhigt das Öl die Nerven. Sanft auf die betroffene Hautpartie aufgetragen, kann Rosmarinöl darüber hinaus lästigen Muskelkater abmildern.

Sehen Sie sich gelegentlich einem belastenden Tagestief ausgesetzt? Dann verspricht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht bereits der intensive Geruch des Basilikums Abhilfe. Binnen Sekunden dringt der Duft in die Blutgefäße ein, infolgedessen er den erschöpften Geist belebt. Zugleich wirkt frisches Basilikum als bewährtes Hausmittel bei Magenproblemen und Verstopfungen

3. In der „Aromaküche“ fördern sie einen gesunden Lebensstil 

Selbst in der heimischen Küche sind ätherische Öle häufig anzutreffen. In Form von traditionellen Mitteln der „Aromaküche“ reichern diese unterschiedliche Speisen und Getränke an. Insbesondere im Winter entfalten die ergänzenden Öle ihren intensiven Zauber. Schon wenige Tropfen Öl verleihen den eigenen Lieblingsspeisen eine entsprechende Würze.

Beispiele für appetitliche Zusätze aus der Aromaküche gibt es reichlich. Etwa die altbekannte Asienpfanne, die tropfenweise mit Lemongras oder Ingweröl angereichert wird. Neben diesen bekannten Duftkomponenten liegen exotische Kombinationen im Trend. Vanille-, Orange- oder Kakaoextrakte gestalten das Essen „farbiger“. Wertvolle Aromaöle sind zudem geeignet, um den Geschmack von frischen Kräutern und Zitrusfrüchten ergänzend zu unterstreichen.

Durch die verwendeten ätherischen Öle erhalten bereits bekannte Getränke und Speisen einen neuen, ungewohnten Geschmack. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist das Kochen mit reichhaltigen Ölen auch deshalb vorteilhaft, da es den Geruchs- und Geschmackssinn fördert. Auf diese Weise bekommen altbekannte Gerichte eine vollkommen andersartige geschmackliche Komponente. Solch eine Erfahrung kann den Anstoß für eine nachhaltige und ausgewogene Ernährungsweise geben.

Es ist ratsam, antibakterielles Rosmarin-Öl und andere ätherische Substanzen lediglich in verdünnter Form gering dosiert anzuwenden. Unerwünschte Nebenwirkungen wie Hautirritationen lassen sich so vermeiden. Kleinkinder und Babys sollten keinerlei ätherische Öle einnehmen.

4. Reichhaltige Öle bekämpfen Krebs und beugen Tumoren vor

Noch immer gehören Krebserkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Bei schweren Verläufen setzen Mediziner und Therapeuten längst auf eine ganzheitliche Behandlung. Demzufolge beziehen sie bei der Therapie häufig auch ernährungswissenschaftliche Theorien oder Naturheilkunde ein. Die im Lexikon der Aromatherapie vorgestellte Heilkunst versteht sich als elementarer Bestandteil dieser Überlegungen. Schon länger hegen Wissenschaftler den Verdacht, dass die Öle das Wachstum von Krebszellen hemmen. Mittlerweile besteht eine in Fachkreisen gesicherte Annahme, dass sich diverse Tumore durch eine gesunde Ernährungsweise reduzieren lassen. Ebenso können die wohlriechenden Öle Nebenwirkungen der Chemotherapie lindern

Angeblich sollen die reichhaltigen Substanzen in Tierversuchen sogar vorbeugend gewirkt haben. Hierfür machen Mediziner und Ernährungswissenschaftler den „Anti-Aging-Effekt“ verantwortlich. Dieser neutralisiert die freien, „krebsfördernden“ Sauerstoffradikale. Insbesondere Kurkuma, Gagelsträucher und nativen Pflanzenölen wird ein positiver Effekt zugeschrieben.

Ist bereits ein Tumor aufgetreten, empfehlen Ernährungsexperten dennoch eine zielgerichtete Aromatherapie. Wer die Ernährung zumindest zeitweise umstellt und währenddessen möglichst unbelastete, reine Lebensmittel verzehrt, kann Gutes bewirken. Viele ätherische Öle stecken in Lebensmitteln, die tagtäglich auf dem Teller landen. Als besonders antitumoral gelten aus ernährungswissenschaftlicher Sicht Aprikosen, Korianderfrüchte oder Papayas

Eine besondere Rolle spielt auch das Zitrusöl. Dessen Terpene könnten Untersuchungen zufolge die Duftrezeptoren der Krebszellen beeinflussen. Fällt der entsprechende Signalprozess weg, können Krebszellen weniger leicht entstehen.  

Die Aromaküche existiert seit mehr als 7000 Jahren. Damals konservierten Chinesen ihren Wein mit Ölen. Im alten Ägypten stellten die Menschen mit Kräutern und Gewürzen gefüllte Duftbecher auf.

5. Detox – mit Öl den Körper entschlacken und entgiften

Detoxkuren leiten den Körper an, abgelagerte Schadstoffe durch den aktivierten Stoffwechsel auszuscheiden. Anschließend ist der gereinigte Körper dauerhaft fitter und gesünder. Die heilende Kraft des Öls kann in konzentrierter Form beim Entgiften helfen. Effektiv dringen die Substanzen in die Zellen ein. Dort schleusen sie Unverdautes hinaus und regen den Organismus an, Verdauungsenzyme zu bilden. Schädliche Schwermetalle werden von den stärkenden Ölen ebenfalls abtransportiert.

Es ist kein Hexenwerk, eine solche Detoxtherapie in den Alltag einzubinden. Sie können damit beginnen, unmittelbar nach dem Aufwachen naturreines Zitronenöl einzunehmen. Ein Tropfen auf ein Glas Wasser unterstützt den entgiftenden Prozess und sorgt für einen ausbalancierten Säure-Basen-Haushalt. Wer täglich mit Zitronenöl angereichertes Wasser trinkt, reinigt den Darm und baut überschüssige Pfunde ab. Auch für die Seele wirkt der frische Zitronenduft wie ein energetischer Frühlingswind.
 

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