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Drei Tassen Kaffee pro Tag halten das Gedächtnis auf Trab.

Tassen oder Kännchen

Kaffee schützt vor Demenz und Alzheimer

Das braune Gebräu ist auf der ganzen Welt beliebt: Kaffee. Nun haben Wissenschaftler erstmals herausgefunden, warum Kaffee-Konsum gegen Alzheimer helfen kann und gut für das Gedächtnis ist. 

Die schwarze Bohne, macht munter und steigert die Konzentration. Daneben wird Koffein immer häufiger auch eine heilsame Kraft zugeschrieben. Wissenschaftliche Studien haben schon gezeigt, dass Kaffeetrinker gegenüber Kaffee-Abstinenzlern im Alter geistig leistungsfähiger sind. Drei bis fünf Tassen Kaffee am Tag können das Demenz-Risiko, laut finnischen Forschern, sogar um 65 Prozent reduzieren.

Nun konnten Wissenschaftler erstmals nachweisen, warum sich ein regelmäßiger Kaffee-Konsum positiv auf das Gedächtnis auswirkt. Koffein verhindert Eiweißablagerungen im Gehirn, wie das Team von Prof. Dr. Christa E. Müller von der Universität Bonn und Dr. David Blum herausgefunden hat.

Zwei bis drei Tassen Kaffee pro Tag

Bei der Alzheimer-Erkrankung nimmt die Funktion von Zellen in bestimmten Gehirnregionen nach und nach ab. Schuld daran sind Eiweißablagerungen an den Nervenzellen, sogenannte Tau-Protein und Beta-Amyloid-Plaques. Durch diese Ablagerungen verschlechtert sich der Informationensaustausch von Nervenzelle zu Nervenzelle. 

Tau-Ablagerungen zählen zusammen mit Beta-Amyloid-Plaques zu den charakteristischen Merkmalen der Alzheimer-Krankheit.

Koffein verhindert jedoch die Eiweißablagerungen an den Nervenzellen im Gehirn. Bis jetzt war die Studie, die im Fachmagazin "Neurobiology of Aging" veröffentlicht wurde, allerdings nur im Tiermodell erfolgreich. Mäuse sind zwar keine Menschen, doch hoffen die Wissenschaftler in Zukunft ein wirksames Medikament gegen die Krankheit Alzheimer zu entwickeln. Alzheimer ist bislang unheilbar.

Weltweit sind Schätzungen zufolge rund 35 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt. Laut der Weltgesundheitsorganisation dürfte die Zahl der Patienten in den kommenden Jahrzehnten dramatisch ansteigen - auf rund 115 Millionen im Jahr 2050. Doch nicht hinter jeder Vergesslichkeit steckt Alzheimer.  

ml

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