Abnehmen ohne Verzicht

Wie eine Low Carb Diät auch ohne Verzicht erfolgreich sein kann

+

Eine gute Diät benötigt ein fundiertes Konzept, denn mit Kalorienzählen kommt man nicht weit. Dafür sind die Mechanismen des Stoffwechsels zu komplex. Ein solches Diät-Konzept hat Benjamin Oltmann entwickelt.

Er selbst ging mit gutem Beispiel voran und nahm nach seiner Methode in nur fünf Monaten 30 Kilo ab. Dies belegte er mit Vorher-nachher-Fotos. Sein Bestseller: „Abnehmen ohne Hunger“ wird in der Diätszene bereits als Abnehmbibel gehandelt und soll bereits weit über 100.000 Personen zu einer spürbaren Gewichtsreduktion verholfen haben. Der Erfolg bestätigte Oltmanns Überlegungen zu einer Diät, welcher das Kunststück gelingt, ohne Verzicht zum Erfolg zu kommen. Lange Zeit galt diese Verbindung als ähnlich aussichtsloses Unterfangen wie die Quadratur des Kreises. Wir haben uns mit Oltmanns Ernährungsplan, zu dem es auch ein gleichnamiges Buch gibt, auseinandergesetzt und lüften das Geheimnis um Bennys Konzept.

Warum Verzicht den Erfolg gefährdet

Eine Diät ohne Verzicht hat den Vorteil, die Motivation besser aufrecht erhalten zu können. Die Teilnehmer werden weniger leicht in Versuchung geführt und der Jojo-Effekt bleibt aus. Statt Askese zu predigen, finden sich in Oltmanns Ratgeber deshalb leckere leichte Rezepte, mit denen er en passant beweist, dass ein feiner Geschmack auch ohne Zucker möglich ist. Die Herausforderung, ohne Verzicht zum Erfolg zu kommen, bleibt natürlich bestehen. Benjamin Oltmann machte sich dran, diese Aufgabe zu lösen. Dabei nutzte er die Effekte von Low Carb und verband sie mit eigenen Ideen.

Grundlagen der Ernährung

Die Ernährung besteht aus drei Hauptkomponenten, den Makronährstoffen Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Diese werden im Rahmen des Stoffwechsels enzymatisch abgebaut und in ihre Einzelteile gelegt. So werden aus Fetten Fettsäuren, aus Kohlenhydraten Zuckermoleküle und aus Proteinen Aminosäuren – die Bausteine des Lebens.

Tatsächlich handelt es sich bei Proteinen primär um einen Baustoff des Menschen, der aufgrund seiner Bedeutung für den Muskelaufbau in der Sportler-, Fitness- und Bodybuilderszene nachgefragt wird. Nur in Notzeiten ist der menschliche Körper dazu fähig, Eiweiß in Energie umzuwandeln. Diese Umwandlung von Nahrung in Energie wird hauptsächlich über den Glucose-Stoffwechsel und ketogenen Stoffwechsel erzeugt. Für die „Feinarbeit“ sind schließlich die „sekundären“ (aber nicht minder wichtigen) Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente gefordert.

Warum eigentlich Low Carb?

Low Carb bedeutet übersetzt wenig Kohlenhydrate. Es ist die Diät-Alternative zu Low Fat, die in den 1970er Jahren gepredigt wurde. John Atkins, bekannt durch die Atkins-Diät, war der erste bekannte Theoretiker, der gegen den Trend schrieb und statt den Lipiden den Zuckermolekülen den Kampf ansagte. Dieser Schritt war nicht leicht, denn Voraussetzung dafür war, sich vom ersten Eindruck nicht erschüttern zu lassen, dass ein Gramm Fett mit neun Kalorien weit mehr aufweist als ein Gramm Zucker mit vier Kalorien (ein Gramm Eiweiß kommt ebenfalls auf vier Kalorien). Atkins erkannte, dass der Pro-Kopf-Zuckerkonsum sich in den letzten Jahrzehnten vervielfacht hatte und somit alles andere als natürlich für den Menschen ist. Deshalb musste daran etwas faul sein und Atkins begann die Vorgänge zu untersuchen.

Tatsächlich sind die Nachteile von Zucker im Vergleich zu Fetten frappierend. Zunächst ist der Glucose-Stoffwechsel im Vergleich zum ketogenen Stoffwechsel sehr viel oberflächlicher. Fette machen schneller satt und unterdrücken das Hungergefühl für eine wesentlich längere Zeit. In den Ernährungswissenschaften werden Fette deshalb mit Kohlebriketts für den Kamin verglichen, während Zucker nur den Heizwert von Papier aufweise. Darüber hinaus dockt Zucker, wenn auch in geringerem Maße, an dieselben Belohnungsrezeptoren im Gehirn an wie viele Drogen. Kritiker verdammen deshalb den Zucker als „weißes Gift“ in Bausch und Bogen.

Schließlich ist für das Verständnis von Low Carb der Zusammenhang wichtig, dass der menschliche Stoffwechsel den Abbau von Kohlenhydraten priorisiert. Die Fette müssen warten und bleiben gegebenenfalls dem Körper als Fettpolster enthalten. Diese Erkenntnis war für Oltmann der entscheidende Schlüssel zu seinem Konzept

Zucker und Kohlenhydrate – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Zuweilen werden Zucker und Kohlenhydrate als Synonyme gebraucht, was nicht ganz korrekt ist. Tatsächlich bestehen Kohlenhydrate aus Ketten von Zuckermolekülen. Die Länge der Ketten macht dabei den Unterschied aus. Ab einer bestimmten Länge verlieren die Zuckermolekülketten nämlich ihren süßen Geschmack und werden nicht mehr sofort verstoffwechselt. Denn die Enzyme brauchen länger, um die Ketten in ihre Einzelteile aufzuspalten, damit diese dem Körper als Energieträger zur Verfügung stehen.

Somit sind längere Ketten von Zuckermolekülen weniger problematisch als kürzere Ketten. Sie lösen auch weniger Heißhungerattacken aus, weil die Insulinpumpe weniger aktiv ist. Geraten nämlich Einfach- und Zweifachzucker sofort in den Stoffwechsel, wird für den Zelltransport massenweise Insulin ausgeschüttet. In der Folge sinkt der Blutzuckerspiegel nach getaner Arbeit ebenso abrupt wieder ab und signalisiert dem Körper ein neues Hungergefühl.

Als Zucker gelten deshalb ein- und zweiteilige Ketten von Zuckermolekülen, die Einfachzucker (Monosaccharide) und Zweifachzucker (Disaccharide). Als Kohlenhydrate werden wiederum Mehrfachzucker (Oligosaccharide) und Vielfachzucker (Polysaccharide) bezeichnet. Mehrfachzucker bestehen aus drei bis zehn Zuckermolekülen und die Ketten von Vielfachzuckern umfassen mehr als zehn Zuckermoleküle.

Vor allem Ballaststoffe sind nicht ohne weiteres zu ersetzen und sollten zumindest in kleinen Mengen konsumiert werden. Dies kollidiert auch nicht mit der Auffassung von Benjamin Oltmann, der morgens und mittags kleinere Mengen von Kohlenhydraten ausdrücklich zulässt. Außerdem heißt Low Carb nicht No Carb. Es geht somit um wenig Kohlenhydrate und nicht um eine völlige Reduktion. Ballaststoffe sind außerdem die Gerüst- und Stützsubstanzen von Pflanzen. Sie werden besonders bei der Unterstützung der Verdauung benötigt.

Abnehmen im Schlaf – wie geht das?

Die Tatsache, dass der menschliche Stoffwechsel nach dem Prinzip: „Kohlenhydrate zuerst!“ vorgeht, nutzt Oltmann nun für die lange Zeitspanne der Nacht aus. Indem nämlich nach seinen Ideen der Zuckerkonsum am Abend fast völlig heruntergefahren wird, kann sich der Körper in der Nacht ganz der Fettverbrennung widmen und die Pfunde purzeln quasi im Schlaf.

Gewisse Bedürfnisse nach Zucker können wiederum beim Frühstück und in geringerem Maße beim Mittagessen gestillt werden. Auch das trägt zur Attraktivität des Modells bei, das dem Nutzer so wenig Verzicht wie möglich aufbürden soll. Darüber hinaus bereichert Benjamin Oltmann seine Bestseller stets mit kleineren Abnehmtipps und Tricks. Dazu gehören die Integration von Kaffee und schwarzem Tee in die Diät, die Bedeutung von Wasser und Motivationshilfen wie die Verwendung von kleinen Tellern beim Essen.

Sport und Bewegung nicht vergessen

Wie bei jeder Diät sind Sport und Bewegung auch bei Bennys Konzept von einer besonderen Bedeutung. Dies beschleunigt nämlich die Verbrennungsprozesse im menschlichen Körper. Die eiserne Grundregel, dass man nur abnimmt, wenn man mehr verbrennt als man sich an Kalorien über die Nahrung zuführt, hat universelle Gültigkeit. Wer eine Stunde mit dem Fahrrad fährt, hat bereits 412 Kalorien verbrannt. Beim Schwimmen sind dies 436 Kalorien, beim Tennis 513 Kalorien, beim Laufen 547 Kalorien und beim körperintensiven Handball sogar 880 Kalorien. Sport und Ernährung sind somit die Grundpfeiler einer jeden Diät. Sie sind die Seiten derselben Medaille.

Das Buch ist Ticket für die Premiumgruppe

In Oltmanns Ratgeber: „Abnehmen ohne Hunger – Der Bestseller Ernährungsplan“ erhält der Kunde den Zugang zu Bennys Konzept. Außerdem findet er in diesem Kochbuch über 100 leckere, abwechslungsreiche und kohlenhydratarme Rezepte mit wenig Kalorien sowie mit Speisen, die wahlweise warm und kalt sind. Zugleich erwirbt der Kunde mit dem Kauf die Eintrittskarte für eine lebenslange Mitgliedschaft in Oltmanns Premiumgruppe auf Facebook. Dort können sich die Mitglieder gegenseitig beim Abnehmen unterstützen und sich jederzeit mit ihren Fragen an das Expertenteam wenden. Im Internet ist Oltmann unter anderem in seinem Blog zu finden. Mit seinem Zweitwerk: „Low Carb meets Vegan“ wendet sich Oltmann mit seinen Gerichten schließlich explizit an Veganer.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare