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Sie können nachts nicht schlafen? Dann sollten Sie eine Sache unbedingt vermeiden

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Eine Frau mit Baby auf dem Arm schaut unglücklich in ihr Smartphone.
Wer nachts zum Smartphone greift, könnte beim Einschlafen Probleme haben. © imago-images

Laut der Kaufmännischen Krankenkasse sind Schlafstörungen auf dem Vormarsch. Das hängt mit Corona zusammen, aber auch mit einem beliebten digitalen Begleiter.

Wenn das Gedankenkarussell kreist und die Augen einfach nicht zufallen wollen, versuchen seit der Corona-Krise immer mehr Menschen, sich mit Smartphone & Co. abzulenken. Das ist das Ergebnis einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach greift seit der Pandemie jeder Zweite bei Schlafproblemen* nachts zum digitalen Alleskönner, liest ein Buch oder sieht fern. Wie eine ähnliche Umfrage aus dem Jahr 2016 zeigt, versuchten seinerzeit hingegen nur 42 Prozent der Befragten, auf diese Weise wieder oder überhaupt in den Schlaf zu finden.

Bei Schlafproblemen lieber nicht zum Smartphone greifen

Doch gerade das Smartphone ist als Einschlafhelfer umstritten. Der blaue Schein der Displays suggeriert Tageslicht und kann die Produktion des Schlafhormons Melatonin verhindern. Vor allem den 18- bis 29-Jährigen ist dies bewusst: 30 Prozent von ihnen führen laut aktueller Umfrage die eigene Schlaflosigkeit auf eine zu lange Nutzung von Tablet & Co. vor dem Zubettgehen zurück. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen sagen dies hingegen nur 16 Prozent, unter den 50- bis 70-Jährigen sogar nur noch sieben Prozent. Der häufigste Grund für schlaflose Nächte bei allen Befragten ist allerdings Stress im Beruf (42 Prozent), gefolgt von privaten Sorgen (34 Prozent). Die Corona-Pandemie lässt jeden Fünften nachts wach liegen. Frauen und jüngere Menschen geben generell häufiger an, unter Schlafproblemen zu leiden.

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Immer mehr Menschen haben Schlafprobleme

Wie KKH-Versichertendaten zeigen, sind Schlafstörungen ohne organische Ursache bereits seit Jahren auf dem Vormarsch. Dazu zählen Einschlaf- und Durchschlafstörungen sowie Albträume und Angsttraumstörungen, wie sie unter hohen psychischen Belastungen entstehen können. Entsprechende ärztliche Diagnosen stiegen von 2009 auf 2019 um rund 63 Prozent, bei den 19- bis 29-Jährigen sogar um knapp 90 Prozent. 2019 waren insgesamt rund 132.000 KKH-Versicherte betroffen. Eine erste Analyse für das erste Halbjahr 2020 deutet zudem darauf hin, dass sich auch die Corona-Krise negativ auf die Schlafqualität auswirkt: In diesem Zeitraum wurden bereits bei sechs Prozent der KKH-Versicherten Schlafstörungen diagnostiziert, im gesamten Vorjahr 2019 lag die Quote nur leicht höher bei rund 7,4 Prozent. Eine vollständige Analyse ist aber erst möglich, wenn in einigen Monaten die Daten für das gesamte Jahr 2020 vorliegen.

„Für eine erholsame Nacht sind ausreichend Bewegung am Tag, leichte, gut verdauliche Mahlzeiten und positive Gedanken wichtig. Wer beispielsweise nachts oder beim Einschlafen über unerledigte Aufgaben grübelt, sollte diese vor dem Schlafengehen aufschreiben und so den gedanklichen Ballast abwerfen“, rät Patric Stamm vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse in München. Dauerhafte Schlafstörungen und regelmäßiger Schlafentzug können die Gesundheit schädigen. Deshalb sollten sich Betroffene bei anhaltenden Schlafproblemen Hilfe holen. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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