Schwarz sehen

Oft schlechte Laune? Weshalb das ein Vorteil für Sie sein kann

grumpy cat schlechte Laune
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Die US-Katze „Grumpy Cat“ wurde durch ihr stets mürrisches Gesicht und ihre scheinbar ständig schlechte Laune sogar zum Internet-Liebling.

Schlechte Stimmung und Schwarzsehen gelten in der Regel als negative Wesenszüge. Doch genau diese Griesgrämigkeit kann sogar ein evolutionärer Vorteil sein.

  • Wer ständig den Teufel an die Wand malt und nur die schlechten Dinge sieht, dessen Laune ist wahrscheinlich im Keller. Wirklich beliebt sind miesepetrige Menschen meistens nicht, weil schlechte Laune regelrecht ansteckend wirkt.
  • Gute Laune hat dagegen sogar messbar positive Effekte, wie etwa bessere Chancen bei Bewerbungsgesprächen oder bei der Partnersuche.
  • Doch Studien haben gezeigt: Auch schlechte Laune nützt.

Immer gut drauf ist niemand, jeder hat mal schlechte Laune. Bei vielen ist die Stimmung auch tageszeitabhängig. Morgenmuffel etwa möchten in der ersten Stunde nach dem Aufstehen einfach ihre Ruhe. Wer eine wichtige Abschlussprüfung versiebt, eine Trennung erlebt oder sich ein Bein bricht, hat wahrscheinlich über eine längere Zeit nicht die beste Laune. Ein normaler Zustand, der nach einiger Zeit vergeht. Wer sich allerdings über Monate enorm niedergeschlagen und antriebslos fühlt, sollte einen Arzt aufsuchen. Dieser klärt ab, ob eine körperliche oder psychische Krankheit wie etwa eine Depression* dahinter steckt.

„Normale“ schlechte Laune ist nicht behandlungsbedürftig – im Gegenteil! So kamen Studien zu dem Schluss, dass miese Stimmung sogar enorme Vorteile bringen kann.

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Produktiver und konzentrierter durch schlechte Laune

So sind schlecht gelaunte Menschen meist sehr gut im analytischen Denken und haben deshalb Vorteile in Hinblick auf Problemlösungen, wie das ZDF-Dokumentationsformat Terra X informiert. Wer miesepetrig ist, könne auch andere Menschen sehr gut von der eigenen Meinung überzeugen – deutlich besser als gut Gelaunte. Was dem Terra X-Video zufolge ebenfalls für miese Stimmung spricht: Menschen, die eher zu den schlecht gelaunten Zeitgenossen zählen, seien produktiver und konzentrierter bei der Arbeit. Und damit nicht genug: Schlechte Laune sorge generell für eine schnellere Anpassung an neue Situationen – eine Fähigkeit, die den Fortschritt der Menschheit maßgeblich gefördert hat.

Wichtig sei den Forschern zufolge, dass man seine schlechte Laune akzeptiert und nicht unterdrückt. Wer sich mit seiner eher negativen Haltung abgefunden hat, sei im Schnitt glücklicher. Ständiges Überspielen der eigenen Launen kann dagegen krank machen. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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