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Wärmflache kann Toasted-Skin-Syndrom auslösen: Hautschäden zeigen sich durch rot-bräunliche Flecken

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Von: Laura Knops

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Vorsicht vor Wärmflaschen und Heizdecken: Intensive Wärme kann die tiefen Hautschichten nachhaltig schädigen.

Wird es draußen kalt und ungemütlich, kann eine Wärmflasche für Entspannung und Wärme sorgen. Im Winter sind neben der traditionellen Wärmflasche auch Heizdecken und Körnerkissen beliebt. Die wohlige Wärme steigert nicht nur das Wohlbefinden, sondern ist auch bei Bauch- und Rückenschmerzen wohltuend. Doch kommt die Haut in direkten Kontakt mit der intensiven Hitze, kann dies zu Hautschäden führen. Warum Hautärzte vor einer zu intensiven Anwendung warnen und wie Sie Ihre Haut vor unbeabsichtigten Verbrennungen schützen können, erfahren Sie hier.

Toasted-Skin-Syndrom: Wenn die Wärmflasche die Haut schädigt

Wärmflaschen und Co. kommen häufig in direkten Kontakt mit der Haut. Da die wärmenden Hilfsmittel dabei nicht selten auf Temperaturen von 40 bis 50 Grad aufheizen, können so schnell Verbrennungen entstehen. Obwohl bei kurzem Kontakt meist keine langfristigen Schäden auftreten, kann es dagegen bei regelmäßiger Anwendung zu Hautproblemen führen. Die Folge: Die Haut verfärbt sich an den betroffenen Stellen – es entsteht ein rot-bräunliches Netz.

Es ist ein Kind mit Wärmflasche im Bett zu sehen.
Die Wärmflasche sollte niemals mit kochendem Wasser gefüllt werden, um Verbrennungen zu vermeiden (Symbolbild). © Pathermedia / Imago

Die braune Pigmentierung, unter Experten auch „Erythema ab igne“ (Griechisch für „Röte durch Feuer“) oder Buschke-Hitzemelanose genannt, wird umgangssprachlich als Toasted-Skin-Syndrom („getoastete Haut“) bezeichnet. Die optischen Veränderungen der Haut sind dabei vor allem auf intensive Wärme zurückzuführen, die bei regelmäßigem Kontakt zu Schäden an den tieferliegenden Blutgefäßen führt.

Toasted-Skin-Syndrom: Wärme schädigt Blutgefäße in den tiefen Hautschichten

Sind die Blutgefäße einmal geschädigt, kann dies dazu führen, dass rote Blutkörperchen austreten. Lagern sich die Abbauprodukte der Blutkörperchen in der Haut ab, macht sich dies durch Verfärbungen der Haut bemerkbar. Mit der Zeit können die Hautpigmentierungen chronisch werden, sodass sie dauerhaft sichtbar bleiben.

Die gute Nachricht: Auch wenn die Verfärbungen nicht besonders schön aussehen, sind sie in der Regel nicht schmerzhaft. Jucken oder brennen die geschädigten Hautstellen, können Betroffene dies meist mit einer beruhigenden Salbe lindern. Verhindern lässt sich das Toasted-Skin-Syndrom dagegen nur, in dem man auf zu viel Hitze verzichtet. Jeden Abend mit Wärmflasche oder Heizdecke einschlafen sollte man daher laut Dermatologen besser nicht.

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Toasted-Skin-Syndrom: Die richtige Wärmflasche wählen

Da vor allen Wärmflaschen sehr beliebt sind und häufig in direkten Kontakt mit der Haut kommen, sollten Verbraucher bei der Wahl unbedingt auf eine gute Qualität achten. Um Verbrühungen zu vermeiden, eignen sich laut Stiftung Warentest Wärmflaschen mit Textilüberzug. Wärmflaschen aus Kunststoff sollten laut den Experten zudem niemals mit kochendem Wasser gefüllt werden.

Bei den Wärmflaschen handelt es sich um einen Alltagsgegenstand. Da diese vor allem im Winter häufig zum Einsatz kommen, sollten sie regelmäßig auf Löcher und Risse geprüft werden. Denn das Material von Kunststoffmantel und Schraubverschluss ermüdet mit regelmäßigem Gebrauch.

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