Wie ein Mini-Blumenkohl

Warzen richtig behandeln: So werden Sie die unschönen Hautwucherungen los

Hautarzt untersucht Hand
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Es gibt verschiedene Arten von Warzen. Nur ein Mediziner kann mich Sicherheit sagen, um welche Warze es sich handelt.

Warzen entstehen meist an Händen oder Füßen, aber auch das Gesicht kann betroffen sein. Was gegen die gutartigen Hautwucherungen hilft, erfahren Sie hier.

  • Es gibt verschiedene Arten von Warzen, zum Beispiel Dorn- oder Feigwarzen. Die meisten Warzen werden durch Kontakt mit humanen Papillomaviren (HPV) übertragen und sind in der Regel harmlos.
  • Am häufigsten sind gewöhnliche Warzen, die auch als vulgäre Warzen bezeichnet werden. Sie sind oft erbsengroß, erhaben, rau und schuppig.
  • Viele Warzen verschwinden mit der Zeit von selbst. Jedoch sind alle Warzenarten außer Alters- und Stielwarzen ansteckend und stören je nach Lage. Folgende Therapiemöglichkeiten gibt es, um die Hautwucherungen schnell loszuwerden.

Je nachdem, wo eine Warze entsteht, kann es ganz schön schmerzhaft werden. An der Fußsohle etwa. Meist beginnt es mit einer kleinen Verhärtung der Haut, die mit der Zeit größer und knubbeliger wird und im Endstadium an einen Mini-Blumenkohl erinnert. Dann handelt es sich um eine gewöhnliche Warze, die durch Hautkontakt mit humanen Papillomviren (HPV)* ausgelöst wird. „Von ihnen gibt es über 150 Unterarten. Etwa 10 von diesen verursachen Warzen“, zitiert Welt.de Professor Ulrike Wieland von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie. Das Problem: Gegen diese Warzenviren gibt es keine spezifische Therapie.

Zwar sind Warzen nicht gefährlich, doch die meisten stören sich am Anblick und je nach Lage kann eine Warze auch schmerzhaft sein. Deshalb wollen die meisten Betroffen nur eins: nämlich, dass die Warze so schnell wie möglich wieder verschwindet. Die meisten Warzen tun dies von alleine, was allerdings bis zu Monate dauern kann. Wer dennoch etwas gegen die unschönen Hautwucherungen unternehmen möchte, hat die Wahl zwischen folgenden Behandlungsmöglichkeiten.

Gewöhnliche Warzen behandeln – mit Salizylsäure oder Laser

Pflaster, Lösung, Laser oder Vereisen: Es gibt verschiedene Methoden, die gegen gewöhnliche Warzen zum Einsatz kommen. Ein Überblick:

  • Salizylsäure oder Milchsäure gegen Warzen: Wie die Apotheken Umschau berichtet, eignet sich für die Behandlung von gewöhnlichen Warzen (auch Stachelwarzen genannt) die Anwendung von Lösungen und Pflastern mit Salizylsäure und/oder Milchsäure. Diese Wirkstoffe weichen die verhornte Haut auf, die im zweiten Schritt durch ein warmes Fuß- oder Handbad abgetragen wird. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis auch die tiefer in der Haut liegenden Teile der Warze aufgeweicht sind und die Warze ganz verschwunden ist.
  • Vereisung der Warze: Die sogenannte Kryotherapie kann nur von einem Arzt oder von medizinischem Personal vorgenommen werden. Dabei wird die Warze mit flüssigem Stickstoff betupft. Das Warzengewebe stirbt infolge ab. Häufig reicht eine einzelne Vereisung bei vulgären Warzen allerdings nicht aus, meist sind mehrere Sitzungen nötig, die von einer Selbstbehandlung mit Pflastern und Lösungen begleitet werden.
  • Warzen mit dem Laser oder chirurgisch entfernen: Vor allem bei stark wuchernden Warzen, die bereits „Beete“ bilden, eignet sich das Entfernen mittels Laser oder das sogenannte Ausschaben durch einen Arzt.
  • Hausmittel gegen Warzen: Teebaumöl bis Warzen „abbeten“ – Es gibt eine Reihe von Hausmitteln und Maßnahmen, auf die viele Betroffene schwören. Jedoch ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt, ob diese den Heilungsverlauf tatsächlich beschleunigen beziehungsweise den gleichen Effekt entfalten wie oben genannte Therapien.

Normale Warze? Diese verschiedenen Warzenarten gibt es

Neben den vulgären Warzen gibt es eine Reihe anderer Warzenarten, deren Behandlung mit einem Arzt abgestimmt werden sollte. Dazu zählen:

  • Plane Warzen: Häufig entwickeln sich die flachen und sehr kleinen planen Warzen im Gesicht oder an den Händen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind betroffen. Auslöser sind humane Papillomaviren.
  • Dellwarzen: Die Delle in der Mitte einer stecknadelkopfgroßen Hautwucherung gibt der Dellwarze ihren Namen. Hals, Arme, Beine und auch das Gesicht sind die am häufigsten betroffene Hautstellen. Die Infektion mit einem Pockenvirus ist der Apotheken Umschau zufolge Ursache für Dellwarzen.
  • Feigwarzen: Humane Papillomaviren können die Entstehung von Feigwarzen zur Folge haben, die vor allem im Genital- und Analbereich auftreten. Ungeschützter Geschlechtsverkehr ist ein möglicher Übertragungsweg.
  • Alterswarzen: Sonnenstrahlung begünstigt die Entstehung von Alterswarzen, die ab dem mittleren Lebensalter gehäuft auftreten. Sie können bis zu bohnengroß werden und eine braune bis schwarze Färbung annehmen. Sie sind nicht ansteckend und auch nicht auf Viren zurückzuführen.
  • Mosaik- und Dornwarzen an den Fußsohlen: Diese werden von humanen Papillomaviren ausgelöst und treten an den Fußsohlen auf. Mosaikwarzen sind flach und führen in der Regel nicht zu Beschwerden, Dornwarzen dagegen ragen tief in die Haut hinein und führen deshalb zu Schmerzen beim Gehen.

Quellen: https://www.welt.de/gesundheit/article13755154/Wie-Warzen-entstehen-und-was-dagegen-hilft.html; https://www.gesundheitsinformation.de/wie-koennen-warzen-behandelt-werden.2697.de.html?part=behandlung-xv

(jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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