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„3-Euro-Ticket“ in Heidelberg – bereits 11.500 Abos verkauft

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Von: Marten Kopf

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Heidelberg - In der Uni-Stadt war ein Nachfolger für das 9-Euro-Ticket schnell gefunden. Seit Anfang September gilt das „3-Euro-Ticket“ – und erfreut sich in den ersten Verkaufstagen regen Zulaufs.

Während die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für das 9-Euro-Ticket, das von Juni bis August drei Monate lang Fahrten mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im gesamten Bundesgebiet ermöglichte, noch in vollem Gange ist, ist man in Heidelberg bereits einen Schritt weiter. Vergünstigtes Fahren im Stadtgebiet sollte es geben – zumindest für einige Bürger. Schon im Juli beschließt der Gemeinderat ein entsprechendes Pilotprojekt.

Bezuschusster ÖPNV in Heidelberg: Allein 1.500 Neukunden

Möglichst nahtlos an das auslaufende 9-Euro-Ticket sollte sich das Angebot anschließen. Und seit dem 1. September gilt es nun, das „3-Euro-Ticket“ für den Heidelberger ÖPNV. Und die bezuschussten Nahverkehr-Abos für sind äußerst beliebt: Am Montag (12. September) stellt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos) nun erstmals Zahlen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) vor.

Rund 11.500 bezuschusste Tickets wurden in den ersten Tagen seit Verkaufsstart über die Vertriebskanäle der rnv bereits verkauft. Davon gingen nachweislich etwa 1.500 Tickets an Neukundinnen und Neukunden – das entspricht einer Steigerung von rund 15 Prozent (Stand 7. September). Die rnv rechnet aber damit, dass die Nachfrage aufgrund des Schulbeginns nochmals deutlich steigen wird.

ÖPNV in Heidelberg: Großes Vorbild Montpellier

OB Würzner präsentiert die Zahlen gemeinsam mit seinem Amtskollegen aus Heidelbergs französischer Partnerstadt Montpellier, Michaël Delafosse. Dort gibt es den kostenlosen ÖPNV für bestimmte Bevölkerungsgruppen schon, Montpellier war Vorbild für die jüngsten Heidelberger Initiativen.

„Ich freue mich sehr, dass unser neues Nahverkehrs-Angebot so gut angenommen wird. Die Zahlen sprechen nach so kurzer Zeit für sich. Wir erreichen damit viele Menschen, für die Mobilität einfach eine Frage des Geldes ist. Unser Ansatz ist daher nicht nur gut für das Klima, sondern auch eine soziale Entlastung für viele Menschen“, sagt Würzner. Großes Vorbild bleibe Heidelbergs französische Partnerstadt.

„3-Euro-Ticket“ in Heidelberg: Reaktionen gemischt

„In Montpellier ist der kostenlose öffentliche Nahverkehr bereits ein Erfolgsmodell. Die Arbeit von meinem Amtskollegen Michaël Delafosse und seinen Kolleginnen und Kollegen in Montpellier ist für Heidelberg inspirierend. Die Menschen sind nachweislich zum Umstieg zu bewegen – wenn das Angebot stimmt. Für einen kostenlosen ÖPNV in Heidelberg brauchen wir aber massive Zuschüsse von Bund und Land. Dafür setze ich mich weiter ein“, so Würzner weiter.

Tatsächlich löste die Ankündigung des 3-Euro-Tickets unter Heidelberger Bürgern aber durchaus gemischte Reaktionen aus. Hauptkritikpunkt: Es gilt eben nicht für alle. So können zwar Kinder, Jugendliche und Schülerinnen und Schüler unter 21 Jahren das „MAXX-Ticket“ für einen Eigenanteil von nur drei Euro im Monat nutzen. Auch Inhaberinnen und Inhaber des Heidelberg-Passes diese Bezuschussung – und bezahlen dann im Rahmen ihres Jahres-Abonnements nur drei Euro pro Monat. Für die gut 39.000 Heidelberger Studierenden aber gilt der Zuschuss beispielsweise nicht.

ÖPNV mit Heidelberg-Pass: Über ein Drittel Neukunden

Übrigens ist das Ticket insbesondere bei den Inhaberinnen und Inhabern des Heidelberg-Passes sowie des Heidelberg-Passes+ unter 60 Jahren ein Renner: Von rund 1.800 bereits verkauften Abonnements in diesem Segment ging über ein Drittel (665) nachweislich an Neukundinnen und -kunden – das entspricht einer Kundensteigerung in diesem Segment von über 58 Prozent.

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Michaël Delafosse, der sich aktuell mit einer Delegation aus Montpellier in Heidelberg aufhält, betont: „Meine Vision von der Freundschaft zwischen unseren beiden Städten ist, dass sie das tägliche Leben der Menschen ganz konkret verbessern kann. Es macht mich stolz, dass unser zukunftsweisendes Nahverkehrs-Modell die Blaupause für die Heidelberger Verkehrswende ist.“ (mko/PM) 

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