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„Können sterben“: Unbekannter füttert Alpakas in Heidelberg – Besitzerin in Sorge

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg - Unbekannte fütterten die Stuten auf der Alpakafarm Hirtenaue mit Brötchen. Dabei kann das für die Tiere tödlich enden. Die Besitzerin mit einer dringenden Bitte:

Auf der Alpakafarm Hirtenaue in Heidelberg kann man die ruhigen und friedlichen Andenkamele hautnah erleben. Doch immer wieder hat Besitzerin Melanie Weigl großen Ärger mit Personen, die die Tiere ungefragt füttern. Auf Facebook redet sie Klartext, denn ein Unbekannter hat Brötchen zu den Stuten ins Gehege geworfen. Abgesehen davon, dass man fremde Tiere sowieso nicht füttern sollte, können Alpakas von Brot sterben.

Alpakafarm Hirtenaue in Heidelberg: Unbekannter wirft Brötchen in Gehege – lebensgefährlich

„Am Zaun unserer Alpakafarm hängen überall so komische gelbe Schilder. Könnt ihr lesen?“, fragt Melanie Weigl, Besitzerin der Alpakafarm Hirtenaue, auf Facebook. Mit dem Hashtag „brottötetalpakas“ veröffentlicht sie einen dringenden Appell an alle Tierfreunde. Unbekannte haben nämlich das Leben der Alpakastuten Fleur und Amalia und ihrer ungeborenen Fohlen gefährdet.

Am Mittwochnachmittag (4. Januar) findet sie Brötchen im Gehege der beiden Alpakaweibchen, „weit ins Gelände hineingeworfen, genau hinter dem ‚Füttern verboten‘-Schild“. Offenbar hat jemand die Verbots-Schilder absichtlich ignoriert. Ein Brötchen sei angeknabbert gewesen, also haben die Tiere zumindest mal probiert. Brot kann jedoch für Alpakas tödlich sein.

Unbekannter wirft Brötchen in Alpaka-Gehege – fremde Tiere niemals füttern

„Alpakas sind Grasfresser und können von Brot schnellstens sterben“, schreibt Melanie Weigl weiter. Die heimliche Fütter-Aktion war also mehr als unüberlegt. Den Alpakas fehlt es auf der Farm an nichts. „Ich arbeite jeden Tag hart, damit meine Tiere bestens versorgt sind“, so die Besitzerin. Diesmal ist es wohl noch gut ausgegangen: „Ich bin bis zum Einbruch der Dunkelheit geblieben, den Damen ging es gut. Hoffentlich ist das morgen auch noch so.“

Viele Menschen finden Alpakas süß und wollen ihnen etwas Gutes tun. „Dabei sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, NIEMALS Tiere zu füttern, die nicht die eigenen sind“, wie auch Melanie Weigl schreibt. In diesem Fall würde nicht nur das Leben der beiden Stuten gefährdet werden, sondern auch das ihrer Fohlen, die im Sommer 2023 auf die Welt kommen sollen.

Heidelberg: Alpakas füttern – aber unter Aufsicht!

Wer die Tiere füttern will, kann einen Termin mit Melanie Weigl vereinbaren. Dann kann man die Alpakas und ihre beruhigende Art hautnah erleben und es wird geeignetes Futter gestellt. Niemals jedoch darf man den Andenkamelen oder auch anderen fremden Tieren auf eigene Faust etwas geben, denn: „Ihr gefährdet das Leben der Tiere, die euch ‚so am Herzen liegen‘.“

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Melanie Weigl hat noch eine große Bitte an alle Tierfreunde: Wer bemerkt, dass eine Person Tiere an einem Gehegezaun füttert, sollte nachfragen, ob diese Person der Besitzer ist. Somit wird auch anderen klar, wie unüberlegt es ist, fremden Tieren Futter zu geben. Schon in der Vergangenheit ist es dazu gekommen, dass ein Unbekannter offenbar in das Alpaka-Gehege eingedrungen ist und die Tiere mit Karottenstückchen füttern wollte. Das ist allerdings genauso gefährlich für die sanften Tiere. (resa)

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