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Amoklauf in Heidelberg: Trauerzug am Montag – Studierende wollen an Opfer erinnern

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Von: Marten Kopf

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Heidelberg - Vier Wochen nach dem Amoklauf an der Universität wollen Kommilitonen der Opfer mit einem Trauerzug gedenken. Die Studierenden wünschen sich auch einen permanenten Trauerort.

Einen Monat nach dem Amoklauf in Heidelberg am 24. Januar soll der Opfer bei einem Trauerzug gedacht werden. „Am 21. Februar wollen wir bei einem Gang durch alle drei Universitätsstandorte an die unfassbare Tat erinnern“, sagt der Vorsitzende der Verfassten Studierendenschaft, Peter Abelmann, am Donnerstag (10. Februar) der Deutschen Presse-Agentur. Der Zug werde mit einer Rede vor dem Gebäude enden, in dem ein 18 Jahre alter Student mitten in einem Tutorium mit 30 Teilnehmern eine 23-Jährige erschossen und drei weitere junge Menschen verletzt hatte.

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.751 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,84 km²
OberbürgermeisterEckart Würzner

Die aus Rheinland-Pfalz stammende Studentin, die nach einem Kopfschuss wenige Stunden später im Krankenhaus ihrer schwerer Verletzung erlag, dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Der Amokschütze hatte sich nach dem Verlassen des Gebäudes selbst erschossen. Seine Motive sind weiter unklar. Die Gedenkveranstaltung ist laut Abelmann von der Fachschaft der Biowissenschaften, der sowohl die Opfer als auch der 18-Jährige angehörten, angeregt worden und wird von der Verfassten Studierendenschaft unterstützt. Der Philosophiestudent erwartet mindestens mehrere Hundert Teilnehmer mit Kerzen und Lichtern.

Nach Amoklauf: Studierende wünschen sich permanenten Trauerort

Langfristig wünschten sich die Studierenden einen permanenten Trauerort auf dem Campus. Die Universität hat nach Angaben ihrer Sprecherin noch nicht abschließend über eine adäquate Form des Gedenkens entschieden. In die Überlegungen müssten auch immer die Eltern der getöteten jungen Frau und die weiteren Betroffenen einbezogen werden. Heidelberg ist studentisch geprägt. Rund 39.000 junge Menschen studieren an den fünf Hochschulen der Stadt am Neckar, das entspricht einem Viertel der Einwohner. Allein an der ältesten deutschen Universität sind 31.000 Studenten eingeschrieben.

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Bereits eine Woche nach der schrecklichen Tat hatten hunderte Menschen der Opfer mit einem auch online übertragenen Trauergottesdienst in der Peterskirche und einer Schweigeminute gedacht. Von einer „Tragödie“ sprach Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner seinerzeit. Im Rathaus hatte die Stadtverwaltung auch ein Kondolenzbuch ausgelegt, am Tatort selbst legten Menschen Blumen nieder und entzündeten Kerzen. (mko/dpa)

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