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Der „Andere Park“ in Heidelberg: Heute eröffnet neue Grünfläche in Südstadt

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Mit einem bunten Programm wird der „Andere Park“ in der Südstadt eröffnet. In zwei Jahren Bauzeit ist ein neuer Begegnungsraum entstanden. Was Besucher künftig erwartet:

Die ehemaligen US-Militärflächen in der Heidelberger Südstadt entwickeln sich Schritt für Schritt zu echten Wohn- und Arbeitsquartieren. Am Samstag (14. Mai) öffnet mit dem „Anderen Park“ eine neue, grüne Aufenthaltsfläche, die zum Begegnungsraum für Anwohner werden soll. Was bei der offiziellen Eröffnung auf dem Programm steht:

StadtHeidelberg (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Der „Andere Park“ öffnet in der Südstadt

Nach rund zwei Jahren Bauzeit ist auf beiden Seiten der Römerstraße ein Begegnungsraum der besonderen Art entstanden. Auf einer Fläche von rund sechs Hektar bietet der neue Bürgerpark in der Südstadt große Spiel- und Veranstaltungsflächen, ruhige, grüne Oasen und Plätze, auf denen man mit anderen Menschen in Kontakt kommen kann. Der Entwurf für den „Anderen Park“ stammt von den Züricher Landschaftsarchitekten Studio Vulkan.

Der Bürgerpark rund um das Eddy-Haus bietet viele Aufenthalts- und Bewegungsmöglichkeiten. Beleuchtete Sitzinseln fungieren als „Wohnzimmer“ unter freiem Himmel. Am ehemaligen Checkpoint Richtung Westen gibt es Spiel- und Bewegungsangebote: ein Sand-Matsch-Spielbereich, ein naturnahes Spielgebüsch, verschiedene Schaukeln und Wipptiere, ein Calisthenics-Gerät sowie eine modellierte Elastikfläche.

Visualisierung des „Anderen Parks“ in der Heidelberger Südstadt aus der Vogelperspektive.
Visualisierung des „Anderen Parks“ in der Heidelberger Südstadt aus der Vogelperspektive. © Studio Vulkan

Der „Andere Park“ in der Südstadt verspricht „lebendiges Quartier“

„Aus einem militärischen Areal wurde ein Begegnungsort für alle Generationen. Wo früher Soldaten marschierten, spielen nun Kinder, treffen sich Menschen und genießen ein Stück Natur mitten in der Stadt“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

„Wie an einer Perlenkette reihen sich zudem Orte des Wissens und der Kultur aneinander: Der neue Karlstorbahnhof, ein Kreativwirtschaftszentrum, das Mark Twain Center für transatlantische Beziehungen und das Bürgerzentrum in der Chapel liegen alle nur wenige hundert Meter auseinander. Alle Bestandteile versprechen ein lebendiges und belebtes Quartier, das die neue Südstadt prägen wird“, erklärt Stadtoberhaupt Würzner.

Der „Andere Park“ ist eines von 20 IBA-Projekten in Heidelberg

„Im Anderen Park trifft Vergangenheit auf Zukunft. Mit ihrem einfühlsamen Entwurfsansatz ist es der Landschaftsarchitektin Robin Winogrond gelungen, das Historische und das Gegenwärtige als Kontinuum und nicht als in sich abgeschlossene Zeitabschnitte zu interpretieren“, erklärt Prof. Michael Braum, geschäftsführender Direktor der Internationalen Bauausstellung (IBA).

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Der „Andere Park“ ist eines von 20 Projekten, die die IBA in Heidelberg angestoßen hat. Eine Ausstellung im neuen Karlstorbahnhof gibt einen Überblick über alle IBA-Projekte in Heidelberg. „Jeder, der sich mit der Bedeutung des Ortes auseinandersetzen will, findet an vielen Stellen Anregungen dafür, ohne, dass diese belehrend daherkommen“, so Braum weiter. „Ein wunderbares Projekt, das zudem für den ressourcenschonenden Umgang von Baumaterialien steht, indem Wiederverwendbares wiederverwendet wird.

„Der Andere Park“ in Heidelberg: Das Eröffnungsprogramm

Mit einem bunten Programm laden Stadt Heidelberg und Anrainer am Samstag von 11 bis 17 Uhr Bürger ein, sich selbst einen Eindruck vom „Anderen Park“ in der Südstadt zu machen. Neben einer Podiumsdiskussion, einer Ausstellung und Führungen durch den neuen Bürgerpark steht ein Kinderprogramm mit Aktionsspielen, Musik sowie ein Kinderzirkus auf dem Programm:

Uhrzeit/OrtProgrammpunkt
11 Uhr/Marlene-Dietrich-PlatzEröffnung mit Grußworten unter anderem von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Prof. Michael Braum (Geschäftsführender Direktor der Internationalen Bauausstellung
Podiumsdiskussion zum „Anderen Park“, unter anderem mit Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain und Landschaftsarchitektin Robin Winogrond
ab 12 Uhr/Marlene-Dietrich-PlatzGeführte Rundgänge über das Areal (alle 30 Minuten, letzte Führung 15:30 Uhr)
12 bis 17 UhrAngebote der Anrainer und Nutzer im „Anderen Park“ (Hüpfburg, Ausstellung, Musik, Kinderzirkus).

Weitere Infos findest Du auf dem Programm-Flyer. Die Veranstaltungsfläche ist über den Durchgang im Torhausgebäude an der Römerstraße (Höhe Saarstraße) oder über den ehemaligen Checkpoint an der Rheinstraße zugänglich. Da vor Ort keine Parkplätze zur Verfügung stehen wird zu einer Anreise mit dem ÖPNV geraten. Der „Andere Park“ ist mit der Buslinie 29 (Haltestellen Nansenstraße oder Saarstraße) sowie mit den Straßenbahnlinien 23 und 24 (Haltestellen Markscheide oder Rheinstraße) zu erreichen.

Heidelberg: Was der „Andere Park“ gekostet hat

Rund acht Millionen Euro hat die Entwicklung des „Anderen Parks“ gekostet. Das Projekt wurde in das Programm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen und erhielt dort mit 5,8 Millionen Euro die höchste Einzelförderung der Ausschreibungsperiode. (rmx)

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