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Gegen Falschparker in Bahnstadt – große Abschleppaktion vom Ordnungsamt Heidelberg

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - Diese „Parkplätze“ wurden teuer. Die Stadt hat Falschparker in der Bahnstadt abschleppen lassen. Was hinter der großen Aktion steckt:

Große Abschleppaktion der Stadt Heidelberg in der Bahnstadt. Ordnungsamt und ein Abschleppunternehmen nahmen am Dienstag (6. Dezember) Falschparker in Heidelbergs jüngstem Stadtteil aufs Korn. Insgesamt 17 Fahrzeuge wurden entfernt, die im Bereich Czernyring einen kombinierten Fuß- und Radweg blockiert hatten. In den vorangegangenen Wochen hatte der Ordnungsdienst mehrfach Verwarnungen ausgesprochen – ohne Erfolg.

Heidelberg greift durch – große Abschleppaktion gegen Falschparker in der Bahnstadt

Laut Stadt habe es im Bereich Czernyring schon über längere Zeit Probleme mit Falschparkern gegeben, die auf einer angrenzenden Baustelle arbeiten. Sie waren in den vergangenen Wochen mehrfach verwarnt worden. Anscheinend konnte auch ein Bußgeld von 55 Euro die Fahrzeughalter nicht davon abhalten, ihr Auto auf dem Rad- und Fußweg abzustellen. Bisweilen seien täglich rund 20 Fahrzeuge dort falsch geparkt worden, heißt es.

Am Dienstagmorgen rückte ein hiesiges Abschleppunternehmen mit acht Fahrzeugen aus, um die falsch geparkten Autos zu entfernen. Manche Bauarbeiter schafften es noch, ihre Fahrzeuge vom Abschlepper zu bewahren. Sie mussten vor Ort 140 Euro bezahlen. 17 Fahrzeuge wurden zur Verwahrstelle des Abschleppunternehmens in den Pfaffengrund gebracht. Wer sein Fahrzeug von dort auslösen will, muss 340 Euro bezahlen. Nach Angaben der Stadt wurden in der Grünen Meile sechs Fahrzeuge abgeschleppt.

Große Abschleppaktion gegen Falschparker in der Bahnstadt in Heidelberg.
Große Abschleppaktion gegen Falschparker in der Bahnstadt. © PR-Video/Priebe

Abschleppaktion in der Bahnstadt: „Da musste leider ein Exempel statuiert werden“

„Viele Anwohner haben sich beschwert“, kommentiert Abschleppunternehmer Günther Knippschild die Aktion. „Hier standen jeden Tag bis zu 20 Fahrzeuge auf dem Gehweg, da musste leider ein Exempel statuiert werden.“ Naturgemäß sehen die betroffenen Bauarbeiter die Sache anders. Überall in der Bahnstadt werde gebaut, es gebe aber keine Parkplätze, schimpft ein Bauarbeiter: „Wo ist das Problem, wenn ich hier parke? Jeder Fahrradfahrer kann durch ...“

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Mit den Bauträgern und -firmen hatte es in den vergangenen Monaten auch schon Korrespondenzen gegeben. „Das Problem ist dabei nicht nur das falsche Parken auf dem Weg, sondern auch, dass der getrennte Geh- und Radweg über eine Distanz von mehreren Metern befahren werden muss, um dort überhaupt zu parken“, klärt eine Stadtsprecherin auf Anfrage von HEIDELBERG24 auf. Aus Sicht der Stadt habe durch das Falschparken „eine akute Gefährdung für die schutzwürdigen Verkehrsteilnehmenden“ bestanden. (rmx)

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