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Künftige Bahntrasse Mannheim-Karlsruhe – OB-Kandidatin kämpft gegen Bahn-Pläne

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Die geplante Streckenführung der Bahntrasse Mannheim-Karlsruhe – jetzt mischt sich auch MdL Theresia Bauer ein. Wovor die Grünen-Politikerin die Deutsche Bahn warnt:

Der Widerstand gegen die geplante Bahntrasse zwischen Mannheim und Karlsruhe wird immer massiver. Nachdem sich bereits die Stadt Heidelberg mit ihren drei Nachbarn Plankstadt, Eppelheim, und Oftersheim gegen den Neubau einer zweigleisigen Bahntrasse durch den Landschaftsraum im westlichen Bereich der Heidelberger Gemarkung ausgesprochen hatte, gibt‘s jetzt Unterstützung durch die Landtagsabgeordnete Theresia Bauer (Grüne).

Bahnstrecke Mannheim-Karlsruhe: „Schnell die beste Trassenführung ermitteln“

Demnach stören sich alle an der vorgesehenen Streckenführung der Deutschen Bahn. Dazu erklärt MdL Theresia Bauer, die am 6. November bei der OB-Wahl in Heidelberg antritt: „Der Ausbau der Strecke Mannheim-Karlsruhe ist ein wichtiger Baustein, um den Güterverkehr in Deutschland und Europa stärker auf die Schiene zu verlagern.“

Das bringe den Klimaschutz voran und sei in Zeiten dürrebedingt nicht schiffbarer Flüsse und steigender Kosten für fossile Kraftstoffe auch wichtig für einen verlässlichen Warentransport. Für ein Gelingen des Projektes sei es jedoch „entscheidend, schnell die beste Trassenführung zu ermitteln“, mahnt die grünen-Abgeordnete.

Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, hält bei einer Veranstaltung für die Unterzeichnung der Vereinbarung zum Aufbau eines «Ellis-Instituts» am Cyber-Valley-Campus Tübingen eine Rede. Das European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (Ellis) wird sich dort in Zukunft mit der Erforschung Künstlicher Intelligenz befassen.
Theresia Bauer will Oberbürgermeisterin von Heidelberg werden. © Christoph Schmidt/dpa

Heidelberger MdL kämpft gegen soziale Zerschneidung ganzer Siedlungen

Am Mittwoch (21. September) steigt das inzwischen 7. Dialogforum Mannheim-Karlsruhe der Deutschen Bahn in Karlsruhe. Die Grünen-Landtagsabgeordneten der Region haben bereits Anfang August beschlossen, dass der Aspekt der sozialen Zerschneidung zusammenhängender Ortsteile und Siedlungen als Kriterium im Planungsverfahren aufgenommen werden müsse.

„Über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gewachsene soziale Verbindungen zwischen Siedlungen und Ortsteilen dürfen nicht leichtfertig erschwert werden. Deshalb ist es entscheidend, die Siedlungszerschneidung bei der Gewichtung der verschiedenen Trassenalternativen zu berücksichtigen“, appelliert Theresia Bauer an die Vernunft der Planer.

Vor Dialogforum zu Mannheim-Karlsruhe: Grünen-Abgeordnete formulieren Forderung

Diesen für sie so wichtigen Punkt hätten die Grünen-Landtagsabgeordneten der Region gemeinsam gegenüber Vertretern der Deutschen Bahn schriftlich deutlich gemacht. „Und das wird auch im morgen stattfindenden Dialogforum so vertreten“, so Theresia Bauer tags zuvor in einem Statement.

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Dieses Bewertungskriterium sei nämlich besonders wichtig im Hinblick auf eine der diskutierten Varianten, die die Heidelberger Gemarkung betrifft und den Grenzhof abschneiden würde. (PM/pek)

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