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Mega-Baustelle in Heidelberg-Bahnstadt: So rücken Hauptbahnhof und Europaplatz zusammen 

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Von: Teresa Knoll

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Heidelberg - Die Bauarbeiten in der Bahnstadt schreiten voran. Zwischen Hauptbahnhof und Europaplatz entsteht bald ein Querbahnsteig und auch der Czernyring wird erweitert.

Neue Wege für die Bahnstadt: Die Bauarbeiten am Verbindungssteg vom Hauptbahnhof Heidelberg zum Europaplatz und der Ausbau des Czernyrings haben bereits begonnen. Der Bau der neuen Mileva-Marić-Straße soll am Montag (15. August) starten. Zum Auftakt seiner Baustellentour informierte sich Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (CDU) vor Ort über die Bauarbeiten.

Bauarbeiten in der Bahnstadt: Neuer Steg zwischen Hauptbahnhof und Europaplatz

„Wir sind froh, das Areal rund um den Hauptbahnhof nun weiter entwickeln zu können“, sagte Erster Bürgermeister Odszuck. Es sei ein „ganz zentraler Baustein im Bahnstadt-Bauplan, vor allem mit Blick auf das neue Konferenzzentrum, zu dem Menschen aus aller Welt künftig über den Verbindungssteg laufen.“ Allerdings sei es „eine Herausforderung bei der aktuellen Preislage und Knappheit in punkto Firmen und Baustoffen“.

Der neue Verbindungssteg zwischen dem Querbahnsteig des Hauptbahnhofs und dem Europaplatz hin zum Heidelberg Congress Center (HCC) bildet zweifach eine Brücke. Wer darüber läuft, erreicht bequem und barrierefrei den zukünftigen Europaplatz, ein neues Quartier mit Gebäuden und einem großen Platz.

Städtebaulich wird damit die direkte und ebenerdige Verbindung zwischen Bergheim und der Bahnstadt geschaffen. Radfahrer können ihre Räder dann in einer Tiefgarage unter dem Platz parken. Die Fertigstellung des 14 Meter langen Stegs ist für den Frühling 2023 geplant. Läuft nicht ganz so rund: Im Streit um die Nutzung des „Faulen Pelzes“ wird der Ton rauer.

Bauarbeiten in der Bahnstadt: Mileva-Marić-Straße soll Ende Mai 2023 fertiggestellt sein

Über die Mileva-Marić-Straße (bisher verwendeter Arbeitstitel: Kleine Bahnrandstraße) zwischen Max-Planck-Ring und Czernyring wird zukünftig der Verkehr in der Bahnstadt und Weststadt an der Südseite des Hauptbahnhof-Areals führen. Im Bereich des früheren Postareals ist zudem die Ansiedlung des Fernbushalts vorgesehen, der sich aktuell an der Alten Eppelheimer Straße befindet. Die 400 Meter lange Straße soll besonders fußgänger- und radfahrerfreundlich gestaltet werden.

Als voraussichtliches Bauende mit Verlegung der Fernwärmeleitungen und des Stromnetzes durch die Stadtwerke Heidelberg ist der 26. Mai 2023 angepeilt. Bis dahin werden Kanäle mit einer Gesamtlänge von 300 Metern verlegt. Die Kosten für die Kanalarbeiten betragen 725.000 Euro. Übrigens: Diese Verkehrsbaustellen in Heidelberg kommen 2022 auf uns zu.

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck besucht Bahnstadt-Baustellen
Heidelbergs Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck (CDU, Mitte) besucht Bahnstadt-Baustellen. © Philipp Rothe

Bauarbeiten in der Bahnstadt: Czernyring erhält Radweg und Grünfläche

Der weitere Ausbau des Czernyrings zwischen der Speyerer Straße und dem Max-Planck-Ring hat bereits am 5. Mai begonnen. Ab März 2023 folgt der Bau einer Winkelstützwand zur Stützung des Geländes. Der Czernyring erhält im Abschnitt zwischen Montpellierbrücke und Hebelstraßenbrücke einen Rad- und Gehweg sowie eine Grünfläche. Gleichzeitig wird der Kanal im Czernyring erneuert. Die Fertigstellung ist für April 2023 geplant. Im Anschluss folgt der Straßenbau.

Das Areal unterhalb der Montpellierbrücke (sogenannter Unterflieger) wird künftig in zwei Richtungen befahrbar sein. Mit dem Projekt kann sowohl die geplante Rad- und Fußverbindung über die neue Mileva-Marić-Straße direkt an den Gleisen hin zum Hauptbahnhof-Süd gestärkt als auch die Südseite der Montpellierbrücke entlastet werden. Schon vor einigen Monaten hat der „Radentscheid Heidelberg“ eine fahrradfreundlichere Stadt gefordert.

Bauarbeiten in der Bahnstadt: Ende Oktober Modernisierung der Montpellierbrücke

Angrenzend an den Czernyring geht es ab Ende Oktober 2022 mit den Vorabmaßnahmen zur Modernisierung der Montpellierbrücke los. Die Maßnahmen bieten keine Einschränkungen für den Verkehr. Bei Sonderprüfungen in den Jahren 2011 und 2015 wurden zahlreiche Schäden (im Wesentlichen Undichtigkeiten, Betonfehlstellungen, unregelmäßige Geometrien) in dem Bauwerk festgestellt.

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Durch diese Modernisierungsmaßnahme wird auch die maximale Lebensdauer der Brücke erreicht. Mit Einschränkungen für den Individualverkehr ist ab November 2022 zu rechnen. (PM/resa)

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