Weltnichtrauchertag 

Experten warnen vor E-Zigarette

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Experten warnen eindringlich vor den Gefahren von E-Zigaretten (Symbolbild). 

Berlin/Heidelberg – Zum Weltnichtrauchertag am Sonntag warnen Experten eindringlich vor den Gefahren von E-Zigaretten und fordern klare gesetzliche Regelungen. 

„Mit jedem Zug wird ein Chemikaliengemisch inhaliert. Insbesondere bei hohem Dauerkonsum kann eine Krebsgefährdung nicht ausgeschlossen werden“, sagt die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ), Martina Pötschke-Langer.

Die Deutsche Krebshilfe befürchte, dass Kinder durch gezieltes Marketing für E-Zigaretten dazu verführt werden, das Rauchritual einzuüben. „Das vereinfacht den Wechsel zur Tabakzigarette“, warnt der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven.

Das DKFZ, das Aktionsbündnis Nichtrauchen und weitere Unterstützer fordern unter anderem ein Verkaufverbot für E-Zigaretten an Jugendliche unter 18 Jahren und die gesetzliche Gleichbehandlung nikotinfreier und nikotinhaltiger Zigaretten. Da E-Zigaretten keinen Tabak enthalten, fallen sie bisher nicht unter das Jugendschutzgesetz. Diese Lücke will Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) noch in diesem Jahr schließen und den Verkauf an Kinder und Jugendliche verbieten.

Viele Flüssigkeiten für E-Zigaretten enthalten einer Studie zufolge Aromastoffe, die die Atemwege reizen. Schon bei normalem Gebrauch können Dampfer solche Stoffe in Mengen aufnehmen, die die empfohlenen Höchstwerte um das Doppelte überschreiten, berichteten kürzlich Forscher der Portland State University (US-Staat Oregon).

Befürworter messen E-Zigaretten an herkömmlichen Glimmstängeln und gehen davon aus, dass sie – als Alternative zu normalen Zigaretten – viele Menschenleben retten könnten. Gegner vergleichen sie dagegen mit völliger Abstinenz und verweisen auf die Gesundheitsrisiken.

lin

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