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Achtung, Fake-Mitarbeiter der Stadtwerke am Telefon – so erkennst Du die Betrüger

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Vorsicht, diese Betrüger sind sehr redegewandt! Die Stadtwerke warnen vor unseriöser Telefon-Werbung von angeblich günstigeren Energieanbietern. Was zu tun ist:

Erst kürzlich haben die Stadtwerke Heidelberg eindringlich vor falschen Mitarbeiter gewarnt, die sich an der Haustür unbefugten Zutritt in Wohnungen und Häuser potenzieller Opfer verschaffen wollen. Jetzt droht Zehntausenden Kunden in Heidelberg neuer Ärger, wenn sie nicht aufpassen. Denn aktuell berichten Kunden der Stadtwerke wieder verstärkt von Telefonanrufern, die sich als „Stromzentrale“ oder „Gaszentrale“ ausgeben oder angeben, sie rufen im Auftrag der Stadtwerke Heidelberg an.

Stadtwerke Heidelberg warnt vor unseriöser Telefon-Werbung angeblicher Energieanbieter

Als ob das nicht schon genug wäre, bieten sie vorgeblich günstigere Tarife an und fragen nach den Zählernummern der Kunden. Die Anrufe kommen meist von einer Frankfurter Vorwahl. Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass sie grundsätzlich davon absehen, ihre Produkte am Telefon oder an der Haustür zu bewerben. Auch beauftragen sie keine Dienstleister damit. Der regionale Energieversorger empfiehlt, keine Zählernummern, Vertrags- oder Kontoangaben telefonisch an Fremde weiterzugeben.

Verträge dürfen zudem nicht telefonisch abgeschlossen werden. Nach dem Gesetz für faire Verbraucherverträge darf mittlerweile ein Vertrag nur noch in Textform abgeschlossen werden.

Die Stadtwerke Heidelberg mit Sitz in der Kurfürsten-Anlage.
Die Stadtwerke Heidelberg mit Sitz in der Kurfürsten-Anlage. © HEIDELBERG24/Josefine Lenz

Unseriöse Telefon-Werbung im Namen der Stadtwerke – das sind Alarmzeichen

Die Stadtwerke Heidelberg empfehlen vor allem dann vorsichtig zu sein, wenn...

Vor dem Wechsel zu einem neuen Anbieter, der telefonisch Kontakt aufnimmt, raten die Stadtwerke Heidelberg außerdem, sich bei einer Verbraucherzentrale über dessen Geschäftsgebaren der informieren.

Vertrag abgeschlossen? Zum Widerruf schnell handeln

Sollte bereits ein ungewollter Vertragsabschluss zustande gekommen sein, ist schnelles Handeln gefragt. Denn zurücktreten kann man nur innerhalb einer Frist von zwei Wochen. Dazu reicht allerdings ein formloses Widerrufsschreiben, das direkt an den Anbieter geht, von dessen Vertrag man zurücktreten möchte. 

Der Widerruf beim neuen Lieferanten sollte möglichst schriftlich per Fax (zum Beispiel aus einem Copyshop) oder per Einschreiben eingereicht werden. E-Mails sind nicht geeignet.

Noch ein Hinweis: Die Widerrufsfrist beginnt am Tag des Vertragsabschlusses nur, wenn der Kunde bei Vertragsschluss gleichzeitig auch über sein Recht zum Widerruf ordnungsgemäß belehrt wurde. Eine verspätete Belehrung nach Vertragsschluss lässt die Widerrufsfrist von 14 Tagen erst mit Zugang der Belehrung beginnen. Solange ein Kunde nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht aufgeklärt wurde, beträgt die Frist für einen Widerruf ein Jahr und 14 Tage ab Vertragsschluss.

Tipps zum Verbraucherschutz auf der Homepage der Stadtwerke Heidelberg

Die Stadtwerke Heidelberg nehmen unter der Telefonnummer 0800/513 513 2 auch gerne Hinweise zu auffälligen Geschäftsgebaren entgegen. Denn nur durch Meldungen von Betroffenen können andere Betroffene gewarnt werden. Daher bitten sie, den Namen der Anrufenden, die Telefonnummer sowie die Firma zu notieren, damit sie die Vorfälle weiterverfolgen können.

Übrigens: Unser HEIDELBERG24-Newsletter informiert Dich regelmäßig über alles Wichtige, was in Deiner Stadt und Region passiert.

Die aktuelle Energiepreisentwicklung auf den globalen Märkten bringt verstärkt unseriöse oder sogar betrügerische Maschen auf den Plan. Die Stadtwerke Heidelberg haben daher Tipps zum Verbraucherschutz für ihre Kundeninnen und Kunden unter www.swhd.de/verbraucherschutz zusammengestellt. (PM/pek)

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