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„Nicht zielführend“: Gemeinderat gegen Bundesgartenschau 2025 auf dem Airfield in Heidelberg

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Von: Florian Römer

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Heidelberg - 2023 findet die Bundesgartenschau in Mannheim statt. Geht es nach der SPD soll die Schau zwei Jahre später aufs Airfield. Von der Idee rät aber die Buga-Gesellschaft ab:

2023 findet die Bundesgartenschau in Mannheim statt. Geht es nach der SPD in Heidelberg, wird die Schau rund um Garten und Landschaftsarchitektur zwei Jahre später in der Unistadt durchgeführt. Eigentlich sollte die Buga 2025 in Rostock stattfinden. Im Sommer sagte die Hansestadt das Event allerdings ab – unter anderem wegen unplanmäßigen Kostensteigerungen.

SPD in Heidelberg will Buga 2025 auf Airfield

In der Absage durch Rostock sehen die Sozialdemokraten im Heidelberger Gemeinderat jetzt die Chance, ihre Idee eines Stadtparks rund um das Airfield umzusetzen und dabei auch noch Fördermittel von Bund und Land zu bekommen. Im Rahmen der Buga 2025 könnte der ehemalige Flugplatz der US-Streitkräfte zwischen Kirchheim und Pfaffengrund „zu einer Parkfläche mit hoher Aufenthaltsqualität“ entwickelt werden, findet die SPD. Sie beantragte, die Stadt solle prüfen, ob die Buga in zwei Jahren auf dem Airfield durchgeführt werden kann.

Schon im Sommer hatten sich Gemeinderäte gegen den SPD-Vorstoß zur Buga 2025 auf dem Airfield ausgesprochen. Am Donnerstag (15. Dezember) befasst sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema. In einer Infovorlage rät die Stadtverwaltung von dem Vorhaben ab. Fazit: „Der Versuch, sich für eine BUGA im Jahr 2025 zu bewerben“, sei „nicht zielführend“, heißt es im Fazit der Vorlage. 

Industriemesse zum Landesfeuerwehrtag auf Airfield Heidelberg
Soll die BUGA25 auf dem Airfield Heidelberg stattfinden? (Archivfoto) © HEIDELBERG24/PR-Video, Priebe

Buga-Gesellschaft rät von Buga 2025 auf Airfield ab

Das Landschafts- und Forstamt der Stadt hatte im September mit der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) Kontakt aufgenommen. Gegen eine kurzfristige Durchführung der Buga 2025 auf dem Airfield sprechen demnach aus Sicht der DBG mehrere Aspekte. Laut Jochen Sandner, Geschäftsführer der DBG, ist das Airfield mit seiner Fläche von rund 15 Hektar eigentlich zu klein für eine große Gartenschau. Aus Sicht Sandners sei das Areal eher für eine kleinere Landesgartenschau geeignet.

Vor allem der äußerst kurze Zeitrahmen lässt an einer Umsetzung der Buga in zwei Jahre zweifeln: Nach Aussage von Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) war seine Stadt auch an der kurzen Umsetzungszeit von knapp sieben Jahren gescheitert. Von der Ideenentwicklung und Machbarkeitsstudien, Konzepte über Vorentwürfe, Bürgerbeteiligung und Klärung der Finanzierung bis hin zur Planung, Durchführung und Beauftragung diverser Garten- und Landschaftsbaufirmen dauert der Prozess bis zur Buga laut Sandner in der Regel 12 bis 15 Jahre.

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Neben den hohen Ausgaben – in Rostock hätte das Event zuletzt 180 Millionen Euro kosten sollen – sprechen zudem auch die Besitzverhältnisse gegen eine Buga auf dem Airfield. Um für die hohen Investitionen für eine Gartenschau Förderung aus Programmen des Landes Baden-Württemberg, des Bunds und der EU zu erhalten, „muss die Liegenschaft in vollständigem Besitz der Kommune sein“. Das Airfield ist seit 2014 im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima). (rmx)

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