Bundeswehr vor Ort

Heidelberg: Corona im PHV: 800 Bewohner getestet – Ausgangssperre nach zwei Wochen beendet

Heidelberg - Rund 1.300 Bewohner leben derzeit im Ankunftszentrum. Wegen einer Covid-19-Infektion wurde eine Ausgangssperre verhängt. Diese wurde nun beendet.

  • Rund 1.300 Flüchtlinge leben im Ankunftszentrum in PHV. 
  • Ein Coronavirus-Test für Flüchtlinge soll nun verbindlich werden.
  • In Heidelberg werden die Tests durchgeführt, dafür wird ein Labor eingerichtet.
  • Insgesamt 10 Asylbewerber wurden nach ihrer Ankunft bisher positiv auf das Coronavirus getestet.
  • Neue Infektion in PHV – Ankunftszentrum steht unter Ausgangssperre. 

Update vom 12. Mai, 17:37 Uhr: Seit zwei Wochen ist ein Kommen und Gehen der Bewohner des Ankunftszentrums Heidelberg untersagt, denn am 27. April wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie eine Ausgangssperre verhängt. Zunächst galt die Ausgangssperre bis zum 8. Mai, wurde dann aber bis Dienstag (12. Mai) verlängert. Am heutigen Dienstag wird die Ausgangssperre beendet und das Regierungspräsidium Karlsruhe erklärt in einer Pressemitteilung, welche Änderungen es geben wird: „Auch nach Ende der Ausgangssperre werden im Ankunftszentrum Heidelberg weiterhin alle notwendigen sowie seitens des Gesundheitsamtes empfohlenen Schutz- und Präventionsmaßnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern und sowohl Bewohnerschaft als auch Beschäftigte bestmöglich vor einer SARS-CoV-2-Infektion zu schützen“, so das Regierungspräsidium. Um das Infektionsrisiko zu verringern, soll es ab sofort mehr Kontrollen zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen geben und die Belegung soll weiterhin aufgelockert bleiben. Außerdem soll der Einsatz der Bundeswehr, die seit dem 5. Mai hier aushelfen, verlängert werden.

Heidelberg: Corona im PHV: 800 Bewohner getestet – Ausgangssperre verlängert

Update vom 7. Mai, 17:35 Uhr: Nachdem Ende April vier Personen im Ankunftszentrum in Heidelberg positiv auf Covid-19 getestet wurden, verhängte das Land Baden-Württemberg eine Ausgangssperre für alle Bewohner dort. Zunächst galt diese Ausgangssperre bis zum 8. Mai; diese wurde jetzt jedoch auf den 12. Mai verlängert. Grund hierfür sind „infektionshygienische Gründe“, wie das Regierungspräsidium Karlsruhe erklärt. Die Lage im Ankunftszentrum in Heidelberg soll ruhig sein und die Bundeswehr ist vor Ort, um bei der Versorgung der Bewohner zu helfen. Momentan werden alle Neuzugänge vor der Unterbringung auf Covid-19 getestet und 14 Tage lang separiert untergebracht.

Wer sich in Heidelberg auf das Coronavirus testen lassen will, der muss zum Test-Center nach Kirchheim fahren. Doch ein Test ist nur nach Absprache möglich!

Heidelberg: Corona im PHV: 800 Bewohner getestet – das Ergebnis liegt vor

Update vom 4. Mai: Im Laufe des vergangenen Wochenendes kann die Volltestung aller Bewohner des Ankunftszentrums in Heidelberg auf das Coronavirus erfolgreich abgeschlossen werden. Von den fast 800 Bewohnern werden nach aktuellem Stand lediglich drei weitere Personen positiv auf Covid-19 getestet, sodass bisher insgesamt vier bestätigte Krankheitsfälle bekannt sind. Alle vier bestätigten Krankheitsfälle werden dem Ankunftszentrum Heidelberg aus einem anderen Bundesland zugeführt. Die infizierten Personen und deren rund 90 Kontaktpersonen werden – in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg als zuständige Ortspolizeibehörde – innerhalb des Ankunftszentrums in separaten Gebäuden untergebracht und dort mindestens 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Die durch Zäune abgetrennten Bereiche werden durch den eingesetzten Sicherheitsdienst entsprechend überwacht. Im Bedarfsfall unterstützt die Polizei bei Durchsetzung der Quarantäne und der verfügten Ausgangssperre. Eine parallel durchgeführte Testung der insgesamt 26 ermittelten Kontaktpersonen unter den vor Ort eingesetzten Mitarbeitern ergibt bislang eine positiv auf Coronavirus getestete Person. 

Neben der Isolierung in Quarantänegebäuden werden auch die Einhaltung der restlichen Infektionsschutzvorgaben, etwa der notwendige Mindestabstand und die dringende Empfehlung an die Bewohnerschaft auch innerhalb des Ankunftszentrums durchgängig eine Mund-Nase-Maske zu tragen, fortwährend kommuniziert und kontrolliert. Diese stetige Kommunikation sowie Erläuterung der ergriffenen Maßnahmen an die Bewohnerschaft trägt zu einer weitestgehenden Akzeptanz der aktuellen Situation bei, sodass sich die Lage auf dem Areal des Ankunftszentrums derzeit ruhig gestaltet. 

Die am 27. April 2020 verfügte Ausgangssperre für die Bewohner des Ankunftszentrums Heidelberg gilt zunächst befristet bis Freitag, 8. Mai 2020. Hinsichtlich der aktuellen Lage und möglicherweise notwendigen Anpassungen der bisherigen Maßnahmen (z.B. der Dauer der Ausgangssperre) steht das Regierungspräsidium Karlsruhe weiterhin in einem engen Austausch mit den beteiligten Behörden – insbesondere dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis und dem Ordnungsamt der Stadt Heidelberg.

Coronavirus im PHV: Ausgangssperre für Ankunftszentrum – fast 800 Bewohner werden getestet

Update vom 28. April: Wie das Regierungspräsidium Karlsruhe mitteilt, ist am 27. April ein Bewohner des Patrick-Henry-Village positiv auf Covid-19 getestet worden. Der infizierte Bewohner und dessen bislang 20 ermittelte Kontaktpersonen sind sofort in einen separaten Isolierbereich gebracht worden und stehen nun unter Quarantäne. Aus diesem Grund ist eine Ausgangssperre für alle Bewohner des Ankunftszentrums Heidelberg verordnet worden. Diese ist zunächst bis zum 8. Mai befristet. Zudem müssen innerhalb der nächsten Tage alle aktuell 792 Bewohner auf Sars-CoV-2 getestet werden. 

Wegen einer Covid-19-Infektion herrscht nun eine Ausgangssperre im PHV.

Auch die Kontaktpersonen der Mitarbeiter müssen gefunden werden und eine Probe abgeben. Innerhalb des Zeitraums der Ausgangssperre können keine neuen Bewohner aufgenommen werde.

Coronavirus in Heidelberg: Bewohner des PHV positiv getestet

Update vom 20. März, 18 Uhr: Im Ankunftszentrum in Heidelberg wurden zwei neu angekommene Asylbewerber bei einem Test positiv auf das Coronavirus getestet. Wie das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg am Freitagabend mitteilt, sei der Test routinemäßig am Tag der Ankunft der Personen im PHV erfolgt. Die Infizierten seien sofort innerhalb des Ankunftszentrums in ein Quarantäne-Gebäude verlegt worden. 

Coronavirus in Heidelberg: Zwei neu angekommene Asylbewerber infiziert  

Update vom 16. März, 16:30 Uhr: Im Ankunftszentrum in Heidelberg sind zwei neu angekommene Asylbewerber bei einem Schnelltest positiv auf SARS-Cov-2 getestet worden. Der Test erfolgte gestern routinemäßig am Tag der Ankunft der Personen im Ankunftszentrum. Die Personen wurden sofort innerhalb des Ankunftszentrums in ein vorbereitetes Quarantänegebäude verlegt. „Diese Fälle zeigen deutlich, wie notwendig es ist, alle neu ankommenden Flüchtlinge auf das Corona-Virus zu untersuchen. Deshalb haben wir bereits vor Tagen flächendeckend mit den entsprechenden Untersuchungen begonnen“, erklärt Innenminister Thomas Strobl.

Übrigens: Alle aktuellen Zahlen der Infizierten und Corona-Toten in Baden-Württemberg sowie eine Karte der Ausbreitung im Bundesland findest Du außerdem in unserem News-Ticker

Coronavirus in Heidelberg: Fünf neu angekommene Asylbewerber mit Covid-19 diagnostiziert  

Update vom 13. März, 17:21 Uhr: Fünf neu angekommene Asylbewerber sind bei Ankunft im Heidelberger Ankunftszentrum positiv auf Covid-19 getestet worden. Das teilt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg mit. Ob die Covid-19-Infizierten in Kontakt mit anderen Bewohnern des Ankunftszentrums standen, ist nicht bekannt. Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl will alle geflüchtete Personen, die in Deutschland ankommen, auf das Coronavirus testen lassen. Dies sei glücklicherweise in den vergangenen Tagen schon geschehen: „Wir haben im Ankunftszentrum und den Erstaufnahmeeinrichtungen eine besondere Wohn- und Lebenssituation. Deshalb ist es wichtig, alles zu tun, was möglich ist, um Corona-Infektionen in Erstaufnahmeeinrichtungen zu identifizieren und zu isolieren und eine mögliche Ausbreitung zu unterbinden“, so Strobl.

Unterdessen arbeiten Forscher der baden-württembergischen Biotech-Firma CureVac unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Ausgerechnet US-Präsident Donald Trump hat nun ein Auge auf das Unternehmen von Hauptinvestor Dietmar Hopp geworfen. 

Das Coronavirus breitet sich weltweit zunehmend aus. Covid-19-Tests können helfen die Pandemie einzudämmen. Nun stellt Bosch einen neu entwickelten Schnelltest vor.

In der Altstadt in Heidelberg fangen am Dienstagabend mehrere Menschen an zu klatschen. Der Grund: Sie applaudieren den Helfern, die in der Coronazeit trotzdem Arbeiten und damit einen sehr wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. 

Coronavirus im Ankunftszentrum: Erster bestätigter Fall

Update vom 11. März: Es gibt einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall im Ankunftszentrum! Das bestätigt das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg am Mittwochabend. Es handelt sich um einen Asylbewerber, der sich seit dem 9. März im PHV befindet. Es handelt sich um einen 48-jährigen chinesischen Flüchtling, der in Begleitung eines 2-jährigen Kindes gekommen ist. Bei seiner Ankunft habe man keine Anzeichen auf eine Erkrankung festgestellt. Erst durch einen Test ist die Erkrankung bekannt geworden. Der Asylbewerber wird innerhalb des Ankunftszentrums in Heidelberg sofort in ein vorbereitetes Quarantänegebäude verlegt. Ob das Kind ebenfalls am Coronavirus erkrankt ist, ist bislang nicht bestätigt. In Heidelberg gibt es neben diesem Fall es insgesamt acht weitere Corona-Infizierte. Unterdessen ist die Zahl der Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg auf 335 gestiegen. 

Coronavirus in Heidelberg: Ausbruch wäre kaum beherrschbar – verbindlicher Test für Flüchtlinge

Erstmeldung vom 7. März: Am 3. März geht in den sozialen Netzwerken das Gerücht herum, dass in der Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge im Patrick-Henry-Village (PHV) das Coronavirus ausgebrochen sei. Eine Pressesprecherin des Regierungspräsidiums versichert auf Nachfrage, dass dies nicht stimme und das bislang kein Bewohner erkrankt sei. Doch um auch in Zukunft einen Ausbruch des Coronavirus in der Flüchtlingsunterkunft in Heidelberg zu verhindern, haben nun das Innen- und das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg eine Maßnahme getroffen. Weitere News aus Heidelberg: Schwimmbäder geschlossen: Wird am Olympiastützpunkt trotz Verbot trainiert?

Coronavirus in Heidelberg: Verbindlicher Test für Flüchtlinge im Ankunftszentrum

Alle Flüchtlinge, die in den letzten 14 eingereist seien, müssen sich einem Coronavirus-Test unterziehen. Am Freitag (6. März) haben die Ministerien beschlossen, dass neu ankommende Flüchtlinge schnellstmöglich auf das Coronavirus getestet werden müssen. Wie ein Ministeriumssprecher der dpa erklärt, soll der Test verbindlich sein. 

Ärzte sollen aus dem Bereich des Regierungspräsidiums Karlsruhe bei Flüchtlingen im Ankunftszentrum in Heidelberg Abstriche vornehmen. Dafür werde auch extra ein Labor am PHV eingerichtet, um so schnell und einfach die Tests durchzuführen.

Coronavirus in Heidelberg: Ein Ausbruch in Flüchtlingsunterkunft wäre verheerend

Die Ministerien bestätigen ihre Pläne bezüglich des Coronavirus-Tests in Heidelberg der "Schwäbischen Zeitung". In einem Dokument heißt es, dass ein Ausbruch in einer Massenunterkunft mit Mehrbettzimmer kaum beherrschbar sei. Allein in Heidelberg leben rund 1.300 Flüchtlinge im PHV, in Baden-Württemberg sind es etwa 3.300 Menschen. Viele der Flüchtlinge kommen über Norditalien oder Südtirol nach Deutschland. Diese Gebiete – insbesondere Südtirol – gelten laut dem Robert-Koch-Institut als Risikogebiete. 

Auch viele Menschen aus der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich dort angesteckt, so beispielsweise ein Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er hatte in Südtirol eine Ski-Reise unternommen und zwei weitere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. In Heidelberg gibt es auch erste mit dem Coronavirus infizierte Personen. Unterdessen gibt es beim „Drive-In“ für Coronavirus-Test in Nürtingen einen großen Ansturm. 

dpa/jol

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/PR-Video/Priebe

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