Alle Infos im Ticker

Corona: Heidelberg weiter einsame Spitze – Niedrigste Inzidenz in Baden-Württemberg

Corona in Heidelberg - Die Zahlen und Entwicklungen in der Pandemie täglich aktuell in unserem News-Ticker:

  • Seit Beginn der Pandemie haben sich in Heidelberg bislang 4.464 Menschen (+17) mit dem Coronavirus infiziert, 57 Menschen (+/-0) sind an oder mit Covid-19 gestorben. (Stand: 11. April, 3:08 Uhr, RKI)
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg beträgt 68,7 (+7,4). (Stand: 11. April, 3:08 Uhr, RKI)

Update vom 11. April: Heidelberg bleibt einsame Spitze in Sachen 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg. Zwar hat diese im Vergleich zum Vortag mit einem Plus von 7,4 (Stand: 11. April, 3:08, Robert-Koch-Institut) einen größeren Sprung nach oben gemacht – dennoch reicht ein Wert von aktuell 68,7 für das niedrigste Ergebnis im gesamten Bundesland und ist derzeit der einzige Kreis, der unter 70 liegt. In Freiburg ist die Inzidenz auf 70,9 gestiegen, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald auf 81,2.

In Heidelberg wurden insgesamt 17 neue Corona-Fälle gemeldet, die Gesamt-Zahl der nachgewiesenen Infektionen steigt somit auf 4.464.

Corona: Heidelberg knackt Spitzenwert – Niedrigste Inzidenz in Baden-Württemberg

Update vom 10. April: Diese Zahlen können sich sehen lassen! Zwar haben sich laut Robert-Koch-Institut 18 weitere Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl der gesamten Fälle steigt somit auf 4.446, dennoch knackt Heidelberg mit einer aktuellen 7-Tage-Inzidenz von 61,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen den Spitzenwert in Baden-Württemberg – nirgendwo im Land liegt der Wert derzeit niedriger als in der Universitätsstadt am Neckar.

Die Stadt Freiburg mit einem Wert von 63,2 und der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald mit einem Wert von 75,1 komplettieren die baden-württembergische Top 3 bei den Inzidenzen.

Aber es gibt auch weniger erfreuliche Nachrichten, denn in den vergangenen 24 Stunden wurde dem RKI ein weitere Todesfall für Heidelberg gemeldet. Die Zahl der Corona-Toten ist somit auf 57 gestiegen.

Corona in Heidelberg: Trotz steigender Inzidenz – Nur eine Stadt in Baden-Württemberg besser

Update vom 8. April, 6:57 Uhr: Positive Nachricht vom renommierten Robert Koch-Institut für alle Heidelberger: Die 7-Tage-Inzidenz sinkt deutlich um 7,0 auf aktuell 60,7. Nur Freiburg (53,2) und der dort angrenzende Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (56,9) haben in ganz Baden-Württemberg noch niedrigere Inzidenzen vorzuweisen. Ebenfalls erfreulich ist, dass keine weitere Person an oder mit Covid-19 verstorben ist – somit verharrt dieser Wert bei 56 Toten seit Beginn der Pandemie. Dagegen haben sich 14 Menschen neu mit Corona angesteckt.

Corona in Heidelberg: Inzidenz sinkt immer weiter – und nimmt Kurs auf Grenzwert

Update vom 5. April: Bis zum Ostermontag wurden dem Robert-Koch-Institut 9 neue Corona-Fälle für Heidelberg gemeldet – die Zahl der Infizierten ist in der Universitätsstadt somit auf insgesamt 4.365 gestiegen. Derzeit gibt es noch 198 aktive Fälle. Seit Beginn der Pandemie sind 56 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz ist unterdessen wieder gesunken – nämlich um 3,7 Punkte auf einen Wert von nun 71,8.

Doch folgt angesichts des positiven Trends schon nach den Ostertagen das böse Erwachen? Gut möglich, denn auf der Übersichtsseite des RKI wird auf den Umstand hingewiesen, dass rund um die Feiertage meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen und in der Folge weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dadruch werden womöglich weniger Corona-Fälle an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet. Laut RKI ist es zudem möglich, dass nicht alle Ämter auch wirklich an jedem Tag die Zahlen übermitteln.

Corona in Heidelberg: Polizei kontrolliert 1.000 Menschen auf Neckarwiese

Update vom 3. April, 13:20 Uhr: Bei sonnigem Wetter hat es am Karfreitag etliche Menschen an die Neckarwiese gezogen. Bei der angekündigten Corona-Kontrolle traf die Polizei gegen 16:30 Uhr rund 1.000 Personen an, die sich innerhalb der aufgezeichneten Kreise aufhielten. „Der überwiegende Teil der Personen hielt sich an die Kontaktbeschränkungen“, so die Polizei in ihrer Bilanz vom Karfreitag. Lediglich einige Gruppen hatten sich aus mehr als zwei Haushalten zusammengetan und die Höchstzahl von fünf Personen überschritten. Diese wurden von der Polizei auf die bestehenden Regeln hingewiesen.

Corona in Heidelberg: Inzidenz steigt leicht an – die aktuellen Zahlen vom Oster-Wochenende

Update vom 3. April, 9 Uhr: Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg ist am Samstag wieder leicht gestiegen. Am Morgen meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 81,7. Die Zahl der Neu-Infektionen lag demnach bei 21. Insgesamt haben sich in Heidelberg nun 4.348 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl des Todesopfer stieg am Samstag laut RKI nicht weiter an.

Update vom 2. April: Am Karfreitag meldet das Robert-Koch-Institut für Heidelberg 16 neue Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl der Personen, die sich seit Beginn der Pandemie mit der SARS-CoV2-Erreger angesteckt haben, auf insgesamt 4.310. Die 7-Tage-Inzidenz ist derweil um satte 7,4 Punkte auf nun 80,5 gefallen – in der vergangenen Woche hat es in Heidelberg 130 Neuinfektionen gegeben. Die Zahl der Personen, die an oder mit Covid-19 gestorben sind, bleibt unverändert bei 56.

Heidelberg: Zur Überwachung der Corona-Regeln – Dutzende Polizisten extra unterwegs

Update vom 1. April, 14:34 Uhr: Das zuständige Polizeipräsidium Mannheim wird auch zwischen Karfreitag und Ostermontag (2. bis 5. April) weiter intensiv die Einhaltung der Corona-Verordnung überwachen. Insbesondere an den bekannten Treffpunkten und Ausflugszielen in Mannheim, Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis wird die Polizei täglich mit rund 70 zusätzlichen Polizeibeamten unterwegs sein. Dabei sollen auch vorwiegend Fuß- und Radstreifen durchgeführt werden. Die eingesetzten Polizeibeamten werden bei den Kontrollen mit dem erforderlichen Fingerspitzengefühl vorgehen.

In diesem Zusammenhang ruft die Polizei noch einmal dringend die Tipps der Stadt Heidelberg bezüglich der Verhaltensregeln an belebten Orten wie der Neckarwiese und anderen Menschenansammlungen ins Gedächtnis, über den HEIDELBERG24 berichtet.

Corona in Heidelberg: Statt AstraZeneca – unter 60-Jährige bekommen BioNTech

Update vom 31. März, 15:56 Uhr: Das Land Baden-Württemberg folgt der Empfehlung der Ständigen Impfkommission: Danach kommt der Impfstoff von AstraZeneca ab 31. März zum Einsatz bei Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Das hat das Sozialministerium in Stuttgart am Dienstagabend bekanntgegeben. Die Ständige Impfkommission hatte zuvor die Impfung mit AstraZeneca aufgrund neuer Fälle von Hirnvenenthrombosen neu bewertet.

Das Kreisimpfzentrum (KIZ) der Stadt Heidelberg im Gesellschaftshaus Pfaffengrund impft daher Personen über 60 Jahren – nach entsprechender vorheriger Terminvereinbarung – weiterhin mit AstraZeneca. Personen unter 60 Jahren, die einen Termin vereinbart haben, erhalten bereits ab dem heutigen Mittwoch, 31. März, anstelle von AstraZeneca automatisch das Impfangebot mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer. Eine neue Terminvereinbarung ist nicht erforderlich.

Statt mit AstraZeneca werden Personen unter 60 Jahren im Heidelberger KIZ mit BioNTech geimpft. (Symbolfoto)

Corona in Heidelberg: „Luca“-App im Einsatz – so funktioniert‘s

Update vom 29. März, 15:53 Uhr: Das auch für die Stadt Heidelberg zuständige Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises setzt künftig die App „Luca“ zur Kontaktnachverfolgung ein, um Infektionsketten zu unterbrechen. Nach einer zweiwöchigen Testphase mit mehreren regionalen Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises konnten die technischen und administrativen Voraussetzungen für den Einsatz des Systems geschaffen werden.

„Luca“ ist eine kostenlose App, die in Handel und Gastronomie, aber auch im Bereich von Pflegeheimen angewandt werden kann. Wer bestimmte Räumlichkeiten betritt, kann digital „einchecken“ und erhält einen QR-Code. Erkrankt nun eine Person, die vor Ort war, kann das Gesundheitsamt auf die von „Luca“ gesammelten Daten zugreifen und die Kontaktpersonen zeitnah informieren. Die App unterstützt damit Betreiber von Restaurants, Cafés und weiterer Einrichtungen sowie Verantwortliche von Veranstaltungen bei der Pflicht zur Kontaktdatenerfassung ihrer Gäste bzw. Besucher. Bislang mussten diese Kontakte mühsam manuell erfasst werden. 

Corona in Heidelberg: Dallinger und Würzner appellieren zur Nutzung der „Luca“-App

Mehrere Bundesländer haben sich bereits für den Einsatz der Luca-App ausgesprochen. Am vergangenen Freitag (26. März) hat auch das Land Baden-Württemberg informiert, dass die erforderlichen Lizenzen für den Einsatz beschafft wurden. „Ich freue mich, dass damit nun der flächendeckende Einsatz der App in Baden-Württemberg auf den Weg gebracht wird“, so Landrat Stefan Dallinger (58, CDU), der unterstreicht, dass „digitale Anwendungen wie Luca wichtige Bausteine bei der Pandemiebekämpfung sind“.

Mithilfe der neuen Corona-App „Luca“ soll die Kontaktverfolgung für Betreiber vereinfacht werden. Das Bild zeigt den QR-Code in der App.

Auch Heidelbergs OB Prof. Dr. Eckart Würzner (59, parteilos) begrüßt den Einsatz der App: „Die digitale Kontaktverfolgung ist ein wichtiger Baustein, um in der Pandemie wieder mehr Freiheiten zu ermöglichen. Die App ‚Luca‘ sollte daher jeder auf seinem Smartphone haben – denn sie wird in vielen Einrichtungen künftig eine Art ‚Eintrittskarte‘ sein. Dank ‚Luca‘ können Infektionsketten viel schneller und effektiver nachverfolgt werden – und betroffene Kontaktpersonen erhalten dann direkt die notwendigen Informationen von ihrem Gesundheitsamt. Das alles funktioniert digital – die Zettelwirtschaft in Restaurants oder Theatern wäre vorbei“, so Würzner.

Corona in Heidelberg: Diese neuen Regeln gelten ab heute

Update vom 28. März: Trotz schnell steigender Corona-Zahlen lockert Baden-Württemberg die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche erlaubt. Kinder zählen nicht mit. Alle neuen Regeln im Überblick:

  • Bei Mitfahrten von haushaltsfremden Personen im Auto gilt für alle Insassen eine Maskenpflicht (medizinische Maske oder FFP2-/KN95-/N95-Maske). Paare, die nicht zusammenleben, gelten auch hier als ein Haushalt.
  • Keine Verschärfung der Kontaktbeschränkung bei der „Notbremse“. Hier bleibt die allgemeine Regelung bestehen: Maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten. Dabei zählen Kinder bis einschließlich 14 Jahre nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt.
  • Definition von Schnell- und Selbsttests, die erforderlich sind, um gewisse Dienstleistungen und Angebote wahrnehmen zu können: Soweit ein negativer COVID-19-Schnelltest erforderlich ist, muss dieser durch geschulte Dritte durchgeführt und ausgewertet werden oder unter Aufsicht eines geschulten Drittens durchgeführt und ausgewertet werden.
  • In Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen Bibliotheken und Archive analog zu Museen ohne Einschränkungen öffnen.
  • Ermöglichung der Kontaktnachverfolgung über Apps (§ 6 Absatz 4).
  • Der Buchhandel gehört nicht mehr zum Einzelhandel des täglichen Bedarfs. Für ihn gelten nun auch die entsprechenden Click & Collect bzw. Click & Meet Regelungen, abhängig der 7-Tage-Inzidenz. Das Land setzt damit ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg um.

Corona in Heidelberg: Hälfte der aktiven Fälle geht auf Virusmutation zurück

Update vom 26. März, 14:51 Uhr: Alarmierende Zahlen vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am Freitag: In Heidelberg geht inzwischen mehr als die Hälfte, nämlich 100 der 176 aktiven Fälle, auf eine Infektion mit einer Virusvariante zurück. Hier macht die Variante B.1.1.7 sogar etwa 90 Prozent aller Neuinfektionen aus (Stand jeweils Freitag, 26. März). 

Dagegen erfreulich: Die regional Impfkampagne, an der der Rhein-Neckar-Kreis als Betreiber von drei Impfzentren entscheidend beteiligt ist, nimmt weiter Fahrt auf. Im Zentralen Impfzentrum (ZIZ) in Heidelberg (61.795 Impfungen), in den beiden Kreisimpfzentren (KIZ) in Weinheim (19.283) und Sinsheim (11.228) sowie über die Mobilen Impfteams (MIT) mit 22.556 Terminen haben mittlerweile 114.862 Impfungen stattgefunden (Stand: Donnerstagabend, 25. März). Von den knapp 115.000 geimpften Personen haben rund 76.100 ihre Erstimpfung erhalten und etwa 38.800 Personen ihre Zweitimpfung. Doch wann ist ein normales Leben, wie vor Corona in Heidelberg wieder möglich?

Stadt Heidelberg
Fläche 108,84 km²
Einwohner161.485 (Stand: Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte1484 Einwohner je km²
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

Heidelberg: Tübinger Öffnungs-Modell auch bei uns ein Thema?

Die Stadt Heidelberg hat ein großes Interesse, Bereiche des öffentlichen Lebens wieder zu öffnen, insofern es die Vorgaben des Landes und das Infektionsgeschehen zulassen“, bekräftigt Stadtsprecher Timm Herre gegenüber HEIDELBERG24. Man arbeite aktuell einen Modellversuch für und mit Kultureinrichtungen aus, verrät Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Auch in den Bereichen Einzelhandel oder Gastronomie möchten wir in der Kombination von Tests und Apps Öffnungen ermöglichen.

Nach Corona-Gipfel-Desaster: Setzt auch Heidelberg auf das Tübinger Modell?

Erstmeldung vom 25. März: Das Coronavirus und seine Mutationen sind auch in Heidelberg wieder auf dem Vormarsch – die Folge: Die kürzlich beschlossenen Lockerung stehen wieder auf der Kippe. Vielerorts in Baden-Württemberg sind die Öffnungen bereits wieder zurückgenommen worden – überall? Fast überall: Eine Stadt macht es vor, wie man die Zahl der Neuinfektionen in den Griff kriegen kann und das ganz ohne harten Lockdown. Tübingen, die 89.000-Einwohner-Stadt, trotzt der Corona-Pandemie. Im Zuge des Modellprojekts „Öffnen mit Sicherheit“ sind dort Shopping und Theater- oder Museumsbesuche weiterhin möglich. Mehrere baden-württembergische Kommunen wollen dies nun Tübingen gleich tun.

Corona in Heidelberg: Das Tübinger Modell –  Mit Schnelltests zu mehr Freiheiten

Seit dem 16. März geht Tübingen neue Wege im Umgang mit der Corona-Pandemie: An neun Teststationen können die Menschen kostenlose Tests machen, das Ergebnis wird bescheinigt. Damit kann man in Läden, zum Friseur oder auch in Theater und Museen.

Freifahrtschein für einen Tag: Mit dem „Tübingen Ticket“, das einen negativen Schnelltest bestätigt, stehen Außengastronomie, Einzelhandel, Kino und Theater offen.

Das Modellprojekt läuft noch bis zum 4. April. In einer ersten Zwischenbilanz zeigt sich Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) trotz Unregelmäßigkeiten bei der Corona-Testauswertung in Tübingen* zufrieden. Eine Panne bei den Tests hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und gedroht, das Modell gänzlich zu diskreditieren.

Corona in Heidelberg: Baden-Württembergische Kommunen stehen Schlage, um mitzumachen

Aber Fakt ist: Die Menschen sind nach über einem Jahr Corona-Krise regelrecht Pandemie-müde. Zudem beschleunigt das Oster-Desaster nach dem Corona-Gipfel den Vertrauensverlust der Bürger in die Politik.

Den Menschen soll nach der Rücknahme der Lockerungen dennoch eine Perspektive gegeben werden. Daher wollen sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur Dutzende baden-württembergische Kommunen und Kreise das sogenannte Tübinger Modell mit massiven Schnelltests übernehmen.

Ob Heidelberg ebenfalls auf der Bewerberliste steht, ist auf Anfrage von HEIDELBERG24 beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg bis Donnerstagnachmittag (25. März/16:45 Uhr) nicht beantwortet worden.

Corona in Heidelberg: SPD kritisiert „menschliches Treiben“ und fordert Test-Pass für Bewegungsfreiheit

Unterdessen ergreift die SPD Heidelberg die Initiative und fordert ein neues Konzept. Nach den Chaos-Beschlüssen des Corona-Gipfels betont die Partei die Rolle der Kommunalpolitik. Diese soll sich im Sinne des Tübinger Modells Gedanken dazu machen, „wie eine funktionierende Balance zwischen Infektionsgeschehen und einer Wiederbelebung der lokalen Gewebetreibenden aussehen kann“.

In diesem Zusammenhang verweist der Kreisvorstand der SPD auch auf das „menschliche Treiben etwa auf der Neckarpromenade oder in der Altstadt“. Dort sollen zahlreiche Besucher die Hygienemaßnahmen dichtgedrängt missachtet haben.

Das Aufsuchen stark besuchter Orte in Heidelberg soll nach dem Willen der SPD nur noch mit einem vorherigen Schnelltest möglich sein: „Wer sich morgens testen lässt, erhält einen Tagespass und kann sich unter Vorzeigen dieses Passes in den Ladenstraßen frei bewegen. In allen Einrichtungen wie Geschäften, Cafés, Restaurants, Kulturstätten und Hotels soll es zusätzlich eine Nachverfolgungspflicht geben, die auch digital stattfinden kann“, heißt es in der Pressemitteilung der SPD Heidelberg.

Ob die Stadt Heidelberg diese Forderungen übernimmt oder ein vergleichbares Konzept auf den Weg bringt, wird sich schon bald zeigen. (esk)

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Sascha Kraft

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare