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Heidelberg: Impf-Start am 27. Dezember – das musst Du jetzt wissen

Heidelberg - Ab dem 27. Dezember können die ersten Corona-Impfungen erfolgen. Wer zuerst an der Reihe ist und wie Du an einen Impf-Termin kommst:

Update vom 24. Dezember, 11:50 Uhr: Dieser Ticker ist beendet, hier geht es zum neuen Corona-Ticker für Heidelberg.

Corona in Heidelberg: Impfstart am 27. Dezember

Update vom 24. Dezember: „Wir können am kommenden Sonntag, 27. Dezember, mit den ersten Impfungen loslegen. Es zahlt sich aus, dass wir in unserem Zentralen Impfzentrum rechtzeitig alle Vorbereitungen abgeschlossen haben und startklar sind. Das ist ein echter Hoffnungsschimmer in dieser Pandemie – und mit dem Impfstoff sind wir erstmals in der Lage agieren statt nur reagieren zu können“, so Landrat Landrat Stefan Dallinger am 23. Dezember.

Bekanntermaßen sieht die Impfstrategie des Landes Baden-Württemberg Zentrale Impfzentren (ZIZ) sowie im zweiten Schritt die Errichtung von Kreisimpfzentren (KIZ) vor. Der Betrieb der Impfzentren erfolgt auf Basis eines Betreibervertrages zwischen den Stadt- und Landkreisen sowie dem Land Baden-Württemberg. Das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis hat dabei die Verantwortung für das ZIZ im ehemaligen Supermarkt auf dem Gelände des Patrick-Henry-Village in Heidelberg übernommen, wo nun am kommenden Sonntag mit den Impfungen gestartet wird.

Corona-Impfung in Heidelberg: Zu Beginn nur begrenzte Menge Impfstoff

Höchste Priorität haben Personen, die über 80 Jahre alt sind, Bewohnende sowie Mitarbeitende in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko beziehungsweise Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln.

Bereits aus der Priorisierung lässt sich ableiten, dass die Impfung von Bewohnerinnen und Bewohnern stationärer Alten- und Pflegeheime sowie dem Personal sehr wichtig ist. „Daher sind sogenannte Mobile Impfteams organisatorisch an die Impfzentren angegliedert, um die Impfungen – ähnlich wie im Frühjahr bei der Flächentestung unseres Gesundheitsamtes – direkt vor Ort in den Einrichtungen zu ermöglichen“, erläutert Kuss.

Corona-Impfung in Heidelberg: Mobile Impfteams sind für großes Gebiet zuständig

Die Mobilen Impfteams des ZIZ Heidelberg sind neben Einrichtungen im Rhein-Neckar-Kreis und im Stadtgebiet Heidelberg auch zuständig für die Impfungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen im Neckar-Odenwald-Kreis und im nördlichen Kreis Karlsruhe. Die Ermittlung der impfwilligen Bewohnenden sowie die entsprechende Aufklärung und Einbeziehung von Betreuerinnen und Betreuern braucht natürlich einen gewissen zeitlichen Vorlauf.

„Aus diesem Grund haben wir bereits die stationären Einrichtungen um entsprechende Mitwirkung gebeten. Erste Rückmeldungen haben wir schon erhalten“, so Kuss weiter. Daher können schon an diesem Sonntag die Mobilen Impfteams die ersten Alten- und Pflegeeinrichtungen in der Region anfahren.

Corona in Heidelberg: So kommst Du an eine Impfung

Weitere impfberechtigte Personen können via Internet, App oder telefonisch selbst einen freien Termin wählen und buchen. Die technischen Möglichkeiten dazu sollen noch im Lauf der kommenden Woche freigeschaltet werden. „Es macht aber keinen Sinn, sich einen Termin zu sichern, wenn man von der Priorisierung her noch nicht an der Reihe ist. Die Impfberechtigung wird in den Impfzentren geprüft und wenn sie nicht vorliegt, wird die Person auch nicht geimpft“, stellt der Leiter des ZIZ in Heidelberg, Christoph Schulze, klar.

Corona in Heidelberg: Ab 23. Dezember Besuchsverbot in Uniklinik – mit diesen Ausnahmen

Update vom 23. Dezember, 13:16 Uhr: In Heidelberg gibt es 50 neue Corona-Fälle, damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf 2.706 an. Von den Erkrankten gelten 2.398 als genesen und 280 als aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 165,3. Es gibt einen weiteren Todesfall, damit steigt die Zahl der Verstorbenen auf 28 an.

Update vom 22. Dezember, 17:20 Uhr: Am Universitätsklinikum Heidelberg war ab dem sechsten Tag des stationären Aufenthalts pro Patient und Tag ein Besucher zugelassen. Das ist ab dem 23. Dezember nicht mehr möglich. Ab dann können Patienten nur noch in Ausnahmefällen besucht oder begleitet werden. Wie die Uniklinik Heidelberg mitteilt, dienen diese neuen Regeln dem Schutz von Mitarbeitern und Patienten. Besuche oder Begleitungen sind nur noch noch in diesen Ausnahmefällen möglich:

  • Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
  • Angehörige von Palliativpatienten (1 Person pro Tag)
  • Begleitperson, die die Schwangere unter der Geburt begleitet
  • Begleitperson eines Patienten, der in der Notaufnahme eingeliefert wird
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen oder dementen Patienten
  • vom UKHD zertifizierte Dolmetscher zur Verdolmetschung von erforderlichen Patient-Arzt/Pflegegesprächen
  • Aus dringenden medizinischen Gründen – dies muss der Angehörige/Besucher vorab telefonisch mit dem Stationsteam klären.

In der Kinderklinik sind Besuche gar nicht mehr erlaubt, Ausnahmeregelungen werden in streng reglementierten Einzelfällen schriftlich von den Stationsoberärzten erteilt. Mitaufgenommene Begleitpersonen sind weiterhin möglich, Väter und Mütter können sich alle sechs Tage abwechseln, es darf immer nur ein Elternteil anwesend sein.

Corona in Heidelberg: Zutritt zur Uniklinik nur noch mit FFP2-Maske

Besuchern ist der Zutritt nur mit einer FFP2-Maske erlaubt. Diese wird bei Bedarf am Eingang der Klinik ausgehändigt. Textile Masken sind nicht zulässig. Vor Betreten der Klinik und des Patientenzimmers sowie bei Verlassen des Patientenzimmers und der Klinik sollen in jedem Fall die Hände desinfiziert werden .In allen Kliniken gilt, dass Kinder unter 16 Jahren als Besucher und Begleitperson nicht erlaubt sind. Personen mit grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Fieber oder Durchfall sind als Besucher grundsätzlich nicht zugelassen.

Corona in Heidelberg: Über 200 Bewerber für Impfzentrum

Update vom 22. Dezember: Bereits ab dem 27. Dezember soll in ganz Deutschland mit der Impfung gegen Corona begonnen werden. Auch das Kreisimpfzentrum im Gesellschaftshaus Pfaffengrund bereitet sich vor und sucht Mitarbeiter. Seit einem Aufruf am 17. Dezember haben sich schon über 200 Menschen gemeldet, um in der Krise zu helfen. Wer Interesse hat ebenfalls zu helfen, kann sich noch bis zum 23. Dezember bewerben. Das Impfzentrum wird voraussichtlich am 15. Januar 2021 mit den Impfungen beginnen.

Ich freue mich über die große Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung und danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die bei der Impfung mithelfen und damit zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen wollen. Die hohe Zahl an Angeboten innerhalb von wenigen Tagen ist ein tolles Signal, dass die Menschen aus Heidelberg und der Region in diesen schwierigen Zeiten zusammenhalten und füreinander da sind“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Corona in Heidelberg: Inzidenz stark gestiegen – Ausbruch in Pflegeheim

Update vom 21. Dezember: Wie das Landratsamt Rhein-Neckar mitteilt, ist die Zahl der Corona-Fälle in Heidelberg erneut leicht gestiegen – und zwar um 28 auf insgesamt 2.606. Von diesen sind 2.318 bereits wieder genesen und 262 akut erkrankt. Glücklicherweise hat es keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gegeben. Die 7-Tage-Inzidenz ist auf 153,0 gestiegen. Vor genau einer Woche war sie noch bei 113,3. In einer Alten- und Pflegeeinrichtung in Heidelberg ist unterdessen auch das Coronavirus ausgebrochen. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen sind zehn Bewohner innerhalb eines Wohnbereiches positiv getestet worden. Nun werden alle Bewohner getestet.

Update vom 20. Dezember: Das Gesundheitsamt meldet am Sonntag in Heidelberg nur acht neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl der Fälle liegt nun bei 2.578, die 7-Tage-Inzidenz bei 148,0. In Heidelberg gibt es aktuell 275 aktive Fälle.

Update vom 19. Dezember: In Heidelberg ist die Zahl der Corona-Infektionen am Samstag um 45 auf insgesamt 2.570 gestiegen. Es gibt außerdem einen neuen Todesfall. Laut Gesundheitsamt gelten nun im Stadtgebiet 302 Fälle als aktiv. 2.242 Personen sind nach einer Covid-19-Erkrankung wieder genesen. Die 7-Tage-Inzidenz in Heidelberg beträgt am Samstag 149,9. Unterdessen schließt die Uniklinik Heidelberg wegen stark ansteigender Zahlen von Corona-Patienten eine Triage nicht mehr aus. Wegen zu hoher Auslastung hat das Uniklinikum bereits vier Covid-19 Patienten an Krankenhäuser in Stuttgart und Ulm verlegen lassen

Corona in Heidelberg: Markt auf Wilhelmsplatz abgesagt – Video-Botschaft von Eckart Würzner

Update vom 18. Dezember: Der beliebte Samstagsmarkt auf dem Wilhelmsplatz ist abgesagt, das teilt der Veranstalter am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Grund ist die neue Corona-Verordnung, die keine „Sondermärkte“ zu lässt. „Wir bedauern es sehr, dass nun auch der Verkauf von frischen Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs zur Versorgung nicht mehr angeboten werden können. Coronabedingt ist es momentan noch nicht absehbar, wie und ab wann wir im nächsten Jahr weitermachen. Das tut uns im Herzen weh, aber wir werden alles versuchen, für 2021 eine gute Regelung gemeinsam mit der Stadt für den Samstagsmarkt zu erreichen“, so Thomas Röhl.

In Heidelberg gibt es 37 neue Corona-Fälle, damit steigt die Zahl der Infizierten seit Ausbruch der Pandemie auf 2.525 an. Von den Erkrankten gelten 2.215 als genesen und 285 als aktive Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 143,7.

Corona in Heidelberg: Emotionale Video-Botschaft von Oberbürgermeister Eckart Würzner

Update vom 17. Dezember: Es steht ein außergewöhnliches Weihnachtsfest ohne große Familienfeiern und Zusammentreffen an. Oberbürgermeister Eckart Würzner, der katholische Dekan Alexander Czech und der evangelische Dekan Dr. Christof Ellsiepen wenden sich daher in einer gemeinsamen Video-Botschaft an die Heidelberger. Entstanden ist sie in der Heiliggeistkirche in der Altstadt. In ihren Statements betonen sie, wie anders dieses Weihnachtsfest werden wird – aber auch, wie positiv es ist, dass in Zeiten von Corona der Gemeinschaftssinn, die gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität so spürbar gewachsen sind. Das Video findest Du weiter oben.

Update vom 16. Dezember: Seit heute gilt die neue Corona-Verordnung von Baden-Württemberg. Bundesweit müssen ab Mittwoch viele Geschäfte des Einzelhandels, Schulen, Kitas und körpernahe Dienstleistungsbetreibe schließen. Einzig an Weihnachten soll im Land Lockerungen geben, so dass Familien die Feiertage zusammen verbringen können. Derweil spitzt sich die Corona-Lage in Heidelberg und Umgebung weiter zu.

Anstatt zu sinken, steigt die 7-Tages-Inzidenz in Heidelberg innerhalb eines Tages von 131,9 auf 135. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat sich innerhalb von 24 Stunden von 2.409 auf 2.439 erhöht. Das Gesundheitsamt meldet außerdem zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Bei ihnen handelt es um eine Heidelbergerin und einen Heidelberger zwischen 80 und 90 Jahren. Im Rhein-Neckar-Kreis sind sieben Personen innerhalb eines Tages an oder mit Covid-19 gestorben.

Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, müssen die Neckar-Odenwald-Kliniken an den Standorten Buchen und Mosbach jeweils eine dritte Isolierstation einrichten. Grund ist die steigende Zahl von Covid-19-Patienten und Verdachtsfällen. Die Zahl der Isolierplätze muss von 50 auf 77 erhöht werden. Operiert werden nur noch Notfälle.

Corona-Lockdown in Heidelberg: Diese Regeln gelten an Weihnachten und Silvester

Update vom 14. Dezember: An Weihnachten wird die nächtliche Ausgangssperre in Baden-Württemberg gelockert um ein Weihnachtsfest im Kreis der Familie zu gewährleisten. Der Weg von und zu einer privaten Veranstaltung und zum Gottesdienst gilt vom 24. bis zum 26. Dezember als triftiger Grund sich außerhalb der eigenen Wohnung zu bewegen. Auch die Kontaktbeschränkung wird an den Weihnachtsfeiertagen gelockert und Hotels dürfen für Familienbesuche öffnen.

Update vom 13. Dezember: Bei der Bund-Länder-Schalte am Sonntag geht es plötzlich ganz schnell: Schon nach einer Stunde haben die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel einen deutschlandweiten Lockdown vom 16. Dezember bis zum 10. Januar und ein Verkaufsverbot von Feuerwerk beschlossen. Einzelhandelsbetriebe, bis auf die Läden des täglichen Bedarfs, müssen ab dem 16. Dezember schließen. Auch körpernahe Dienstleistungsbetreibe, wie Friseure und Massagesalons, dürfen ab Mittwoch nicht mehr öffnen. „Die Lage ist ernst, sehr ernst“, so der baden-württembergische Regierungschef am Sonntag. „Wir haben einen Höchststand von Neuinfektionen und einen Höchststand an Verstorbenen“, sagt er. „Das exponentielle Wachstum ist leider zurück und das Virus ist stärker denn je.“

Corona in Heidelberg: Ausgangsbeschränkung gilt auch an Silvester

Aus diesem Grund bleibt die am 12. Dezember in Kraft getretene Ausgangsbeschränkung in Baden-Württemberg weiter bestehen – auch an Silvester. Die aktuell geltende Kontaktbeschränkung (5 Personen aus zwei Haushalten) wird nur vom 24. bis 26. Dezember gelockert. Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen sind in dieser Zeit zugelassen. Hinzu kommen Kinder bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis, also von Ehegatten, Lebenspartnern und Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, außerdem Verwandte in gerader Linie, Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweiligen Haushaltsangehörigen - auch wenn dies mehr als zwei Hausstände oder 5 Personen über 14 Jahren bedeutet.

Corona in Heidelberg: Weihnachtsferien in Schulen werden vorverlegt

Um die Kontakte zwischen Kinder und Jugendlichen weiter einzuschränken werden die Winterferien in Baden-Württemberg schon am 16. Dezember starten. Für Schüler der Abschlussklassen soll es Fernunterreicht geben, für Eltern in systemrelevanten Berufen wird eine Notbetreuung organisiert. Da auch Kitas schon am 16. Dezember geschlossen werden, haben auch diese Kinder Anspruch auf Notbetreuung, wenn beide Erziehungsberechtigte beziehungsweise Alleinerziehende von ihrem Arbeitgeber als unabkömmlich gelten. „Bitte verzichten Sie aber auf die Notbetreuung, wo immer das für Sie möglich ist“, so Kretschmann. Alle Corona-Maßnahmen für Baden-Württemberg im Überblick.

Corona in Heidelberg: Würzner fordert Lockdown – kommt er schon nächste Woche?

Update vom 12. Dezember: Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, und Professor Dr. Ingo Autenrieth, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Heidelberg, fordern von Bund und Land den harten Lockdown ab dem 19. Dezember. Der könnte jetzt sogar noch früher kommen. Laut Medienberichten will sich Kanzlerin Angela Merkel bei der Bund-Länder-Schalte am Sonntag für einen deutschlandweiten Shutdown ab dem 16. Dezember einsetzen. Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen beim Grünenlandesparteitag in Reutlingen bereits auf einen Total-Lockdown vor Weihnachten ein.

Corona in Heidelberg: Trotz Ausgangssperre – Würzner fordert noch härtere Maßnahmen

Update vom 11. Dezember, 16 Uhr: Baden-Württemberg hat mit landesweiten Ausgangsbeschränkungen auf die steigenden Corona-Infektionszahlen reagiert. Ab Samstag, 12. Dezember 2020, ist der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung grundsätzlich nur noch aus triftigen Gründen erlaubt – tagsüber ist aber mehr erlaubt als zwischen 20 und 5 Uhr.

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärt dazu: „Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Aber er reicht nicht aus, um die aktuelle Infektionswelle zu brechen. Wir müssen noch vor Weihnachten die Schulen und Geschäfte bis auf Angebote des täglichen Bedarfs schließen. Ich hoffe sehr darauf, dass sich Bund und Länder bei ihren Gesprächen am Sonntag auf einen harten Lockdown verständigen können – am besten schon ab dem 19. Dezember.“

Corona in Heidelberg: Ausgangssperre ab morgen – harter Lockdown folgt demnächst

Update vom 11. Dezember: Der harte Lockdown in Heidelberg kommt! Zwar nicht vor Weihnachten, wie unter anderem Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner gefordert hat, dafür aber direkt nach den Festtagen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kündigt am Freitag an, zur Not eine gemeinsame Lösung mit den Nachbarländern anstreben zu wollen, sofern am Sonntag keine bundeseinheitliche Lösung gefunden werden könne. Der strenge Lockdown soll mindestens bis zum 10. Januar andauern. Wie er genau aussieht, ist noch unklar.

StadtHeidelberg
Einwohner160.355
Oberbürgermeister Eckart Würzner

Außerdem gilt ab Samstag eine Ausgangssperre, wie am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Winfried Kretschmann bekannt wird. Man darf nur noch aus triftigem Grund das Haus verlassen, dazu zählt unter anderem Einkaufen, Arztbesuche, Versorgung von Tieren und die Arbeit.

Corona in Heidelberg: „Kliniken sind am Limit“ – Stadt fordert harten Lockdown vor Weihnachten

Meldung vom 10. Dezember: Kommt der harte Lockdown auch in Heidelberg? Am Donnerstagnachmittag (10. Dezember) wird in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Uniklinik Heidelberg, Oberbürgermeister Eckar Würzner und Landrat Stefan Dallinger gefordert, dass es noch vor Weihnachten zum Shutdown kommen soll. „Wir können der Entwicklung nicht 16 Tage lang zusehen“, heißt die Überschrift der Pressemitteilung.

Heidelberg: Kommt der harte Lockdown vor Weihnachten?

Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, und Professor Dr. Ingo Autenrieth, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Heidelberg, fordern von Bund und Land den harten Lockdown ab dem 19. Dezember. Ab dem vierten Advent sollen Schulen, öffentliche Einrichtungen und Geschäfte für drei Wochen schließen. Ausgenommen hierbei sind Lebensmittelgeschäfte oder andere Läden des täglichen Bedarfs. Ende des Corona-Shutdowns soll dann der 10. Januar (Ende der Schulferien) sein. Ein Lockdown würde also auch in Heidelberg kommen, wenn Bund und Länder sich einigen.

Heidelberg: Oberbürgermeister fordert harten Lockdown – seine Begründung

Unsere Kliniken in Stadt und Region sind am Limit“, begründet OB Prof. Eckart Würzner seinen dringenden Appell an Bundes- und Landesregierung, da Appelle an die Bürger nicht mehr reiche. „Auch wenn wir in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis noch unter der 7 Tage-Inzidenz von 200 sind, werden dennoch die Plätze knapp, auch auf den Intensivstationen. Es kommen gleich mehrere große Probleme zusammen: Es kommen jeden Tag zu viele neue Patienten. Gleichzeitig können weitgehend genesene Patienten nicht in Pflegeheime verlegt werden, weil viele Häuser aufgrund von Ausbruchsgeschehen sie nicht aufnehmen können. Und es gibt vermehrt Infektionen auch bei den Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften. Es droht eine Überlastung unseres Klinik-Systems. Wir haben heute den 10. Dezember. Wir können dieser Entwicklung nicht noch 16 Tage lang zusehen. Ich appelliere dringend an die Bundes- und Landesregierung, möglichst schnell für drei Wochen in einen harten Lockdown zu gehen. Das ist hart, ohne Zweifel. Aber wenn wir uns nicht aktiv für diesen Schritt entscheiden, dann überlassen wir die weitere Entwicklung dem Virus. Damit legen wir das öffentliche Leben für weitaus längere Zeit lahm und sorgen für Situationen in und vor den Krankenhäusern, die niemand erleben möchte“

Hintergrund: Aktuelle gibt es in Heidelberg eine 7-Tage-Inzidenz von über 150. Zwar ist das noch nicht die Höchstgrenze, bei der eine Ausgangssperre droht, vom gewünschten Wert von 50 ist die Inzidenz aber meilenweit entfernt.

Heidelberg: Uniklinik bald am Limit – harter Lockdown gefordert

Landrat Dallinger betont, dass die Lage ernst ist. Man müsse auf die steigenden Fall- und Opferzahlen reagieren. „Denn nur wenn wir den Einzelhandel und das Schulgeschehen schnellst möglich herunterfahren, wird es uns gelingen, die Pandemie einzudämmen“, so Dallinger. Er appelliert an alle Bürger, die Kontakte möglichst herunterzufahren und zu Hause zu beleiben.

Prof. Ingo Autenrieth vom Uniklinikum Heidelberg macht deutlich, dass die Klinik an ihre Kapazitätsgrenzen komme. „Wenn die Zahl der schwer erkrankten Covid-Patienten, die eine langfristige intensive Behandlung benötigen, weiterhin ansteigt, dann erreichen wir eine kritische Dimension, auch was die Versorgung von Nicht-Covid-Patienten betrifft. Der Beitrag jedes Einzelnen muss sein, verantwortungsvoll mit der Pandemie-Situation umzugehen und Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen“, sagt er. (jol/pm)

Rubriklistenbild: © Guido Kirchner/dpa

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