Wegen Coronavirus

„Stehen vor dem Ruin“: Große Sorge um halle02 – Kampf gegen Schließung beginnt!

Heidelberg - Wegen des Coronavirus muss die halle02 alle Veranstaltungen absagen. Diese Maßnahme könnte das Aus für den beliebten Club bedeuten – es sei denn, er wird unterstützt:

  • Wegen des Coronavirus muss die halle02 in Heidelberg am 13. März alle Veranstaltungen absagen.
  • Die halle02 steht jetzt wegen der Corona-Krise vor dem Ruin.
  • Auf Startnext.de wird zu Spenden für die Rettung der halle02 aufgerufen.
  • Die Geschäftsführer appellieren an alle: „Wir brauchen eure Unterstützung, jetzt!“

Es ist eine Situation, mit der wohl nie jemand gerechnet und die es so noch nie in Deutschland gegeben hat. Das Coronavirus zwingt die gesamte Bevölkerung sich extrem einzuschränken. Jeder soll zu Hause bleiben, mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander halten und sich nicht mit mehreren Personen treffen. Neben dem beschlossenen Kontaktverbot müssen auch viele Lokale schließen. Bereits am 13. März fällt die Entscheidung, dass Veranstaltungen abgesagt werden müssen. Diese Maßnahme trifft viele: Die Besucher, die sich auf Konzerte, Partys und Ausstellungen freuen, Künstler, die sich wochenlang darauf vorbereiten und die Organisatoren, die ihr Geld damit verdienen. Eine Veranstaltungsstätte treffen die Maßnahmen rund um das Coronavirus besonders: Die halle02 in Heidelberg

Die halle02 steht wegen des Coronavirus vor dem Ruin. (Archivfoto)

Coronavirus in Heidelberg: „halle02 steht vor dem Ruin“ – Club bangt um Existenz

„Obwohl die halle02 mit „Dachschaden“, mehrfacher Schließung, Sanierung und finanziellen Problemen in unserer 18-jährigen Geschichte schon einiges durchgemacht hat, stehen auch wir gerade vor der größten Herausforderung unserer Geschichte“, so Hannes Seibold, Geschäftsführer der halle02 in Heidelberg, am Mittwoch (25. März) in einer Mitteilung. Einer der letzten Clubs in Heidelberg steht „vor dem Ruin“, wie er erklärt. 

Denn: Trotz der Schließung laufen die Kosten, wie Miete, Versicherung, Telefon und Kfz weiter. Monatlich könne das einen fünfstelligen Betrag ausmachen, erklärt Hannes Seibold. 25 Festangestellte sowie 80 Minijobber arbeiten außerdem im Club. Doch durch das Coronavirus stehen plötzlich alle ohne Arbeit und Einnahmen da. 

Doch was passiert jetzt mit der halle02, während sich das Coronavirus weiter in Heidelberg ausbreitet? Muss sie wirklich schließen? Damit sich dieses Worst-Case-Szenario nicht erfüllt, hat das Club-Team nun eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen. 

Coronavirus in Heidelberg: „Wir brauchen eure Unterstützung, jetzt!“ – halle02 hofft auf Spenden

Seit Dienstag läuft auf Startnext.de eine Crowdfunding - Kampagne mit dem Titel „Rettet die halle02! Rettet Musik Szene Kultur!“. Das Team hofft auf Geldspenden und finanzielle Unterstützung, die der Club so dringend benötigen. „Jeder Euro bringt uns ein Stück näher die Zeit bis nach Corona zu überleben, um danach mit gewohnter Leidenschaft unser Publikum mit Kultur zu versorgen“, lautet es auf der Webseite. „Durch die Schließung sind von einem auf den anderen Tag alle Einnahmen weggebrochen und die viele Kosten bleiben erhalten. Dies ist eine Herausforderung, die nur durch die Hilfe von außen und von jedem Einzelnen gemeistert werden kann“, heißt es weiter.

Insgesamt braucht die halle02 seit der Schließung wegen des Coronavirus 80.000 Euro. Die Crowdfunding-Kampagne läuft bis zum 31. Mai. Bislang sind 1.602 Euro eingegangen (Stand: 25. März, 16:15 Uhr). „Wir brauchen eure Unterstützung, jetzt!“, so eine Videobotschaft der Geschäftsführer der halle02. 

Heidelberg: halle02 steht wegen Corona vor dem Ruin – so kannst Du helfen

Wenn Du nun auch die halle02 vor dem Ruin retten willst, dann hast Du mehrere Möglichkeiten dies zu tun. So kannst Du einen Geldbetrag bei Startnext.de/allefuerdiehalle spenden oder diverse Merchandise-Artikel und Eintrittskarten kaufen, für beispielsweise die „Party des Jahrhunderts“. Diese soll nach der Corona-Krise stattfinden. „Wir hoffen, dass wir hier mit euch – wenn die ganze Zeit vorbei ist – feiern können“, so die Geschäftsführer Felix Grädler und Hannes Seibold der halle02.

Auch andere Geschäfte haben in Heidelberg Angst um ihre Existenz. Viele Gaststätten und Läden bieten nun einen Lieferdienst an, um Einnahmen zu erzielen. 

Während in Deutschland aus medizinischer Sicht noch die Ruhe vor dem Sturm herrscht, spitzt sich die Lage im benachbarten Elsass dramatisch zu. Auch für die heimische Landwirtschaft hat die Corona-Krise schwerwiegende Folgen: Kommt jetzt der Spargel-Schock? An anderer Stelle sorgen die Heidelberger für einen Lichtblick: Ein Gabenzaun soll Obdachlosen helfen.

jol

Rubriklistenbild: © HEIDELBERG24/Peter Kiefer

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