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„Globaler Marijuana March“ in Heidelberg – Hunderte bei Demo für Legalisierung von Hanf

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Heidelberg - 250 Menschen ziehen am Samstag durch die Stadt, um beim 9. „Globalen Marijuana March“ für die Legalisierung von Hanf zu demonstrieren. Die Gemeinderäte gehen explizit mit der Forderung konform:

„Wir fordern die sofortige Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten!“, heißt es beim 9. „Globalen Marijuana March“ am Samstag (7. Mai) in Heidelberg. Aufgerufen hierzu hatte der Hanfverband Rhein-Neckar. Nicht nur in Heidelberg, sondern auch in vier weiteren Städten in Rheinland-Pfalz und 16 weiteren Städten deutschlandweit, darunter Berlin, München und Nürnberg, finden Demos zur Legalisierung von Marihuana statt.

StadtHeidelberg
BundeslandBaden-Württemberg
Einwohner158.741 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche108,8 km²
OberbürgermeisterProf. Dr. Eckart Würzner (parteilos)

„Globaler Marijuana March“ in Heidelberg: 250 Demonstranten vor Ort

Unter dem Motto „Schluss mit warten, Gras in den Garten“ ziehen 250 Menschen durch die Heidelberger Innenstadt. Die Demonstranten treffen sich zum Auftakt in Heidelberg um 14 Uhr im Stadtpark an der Schwanenteichanlage neben der Stadtbücherei. Dort halten die Jugendorganisationen Linksjugend, Grüne Jugend, Jusos und Julis Reden über die Legalisierung von Hanf.

Von der Stadtbücherei aus geht es mit Begleitung von Musik des DJs „marcovanderpolo“ um 15 Uhr durch die Altstadt bis zum Karlsplatz, wo um 16 Uhr die Gemeinderäte Reden halten. Hierzu zählen unter anderem Zara Kiziltas, Gemeinderätin in Heidelberg für Die LINKE, Julian Sanwald, Gemeinderat in Heidelberg für Bündnis 90/Die Grünen, Sören Michelsburg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Gemeinderatsfraktion der SPD in Heidelberg, Kreisvorsitzender der SPD Heidelberg. Sie alle gehen explizit mit der Forderung zur Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten konform.

250 Menschen demonstrieren am Samstag (7. Mai) in Heidelberg für die Legalisierung von Hanf.
250 Menschen demonstrieren am Samstag (7. Mai) in Heidelberg für die Legalisierung von Hanf. © HEIDELBERG24/Kerie Janine Lanham

Hanfverband Rhein-Neckar: „Möchten, dass der Koalitionsvertrag in Erfüllung geht“

„Wir möchten, dass der Koalitionsvertrag bezüglich der Legalisierung des Cannabis, der von Karl Lauterbach angeregt wurde, in Erfüllung geht,“ sagt Christoph Lehner, Sprecher des Hanfverbands Rhein-Neckar. 

Zu dem Koalitionsvertrag wünsche sich der Verband noch drei weitere Dinge: „Dass der Eigenanbau ermöglicht wird, die sofortige Entkriminalisierung und im Straßenverkehr einen wissenschaftlichen fundierten Grenzwert für den Cannabis-Konsum“, so Lehner. Der analytische Grenzwert sollte erhöht, der vergangene Konsum nicht bestraft werden, heißt es weiter.

„Globaler Marijuana March“ in Heidelberg: Hanfverband Rhein-Neckar seit 2013 für Legalisierung von Hanf

Der Hanfverband Rhein-Neckar setzt sich seit 2013 für die Legalisierung von Marihuana ein. Mit ihren Demos möchten sie nicht nur für die Legalisierung von Hanf kämpfen, sondern auch zu einer Debatte anregen, in welcher Form eine Legalisierung vonstattengehen könnte.

So soll darüber diskutiert werden, ob es eine Höchstgrenze für den Besitz von Cannabis geben sollte und welche Regeln für den Eigenanbau gelten könnten. Auch der rechtliche Rahmen ist Teil der Diskussion. Jugendschutz und Grenzwerte im Straßenverkehr werden ebenfalls diskutiert. (kjl)

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