Polizei-Streife muss eingreifen

Hunde-Attacke in Dossenheim: Polizei erschießt Schäferhund

Dossenheim – Am Montagmorgen, kurz nach 7 Uhr, wird eine 52-jährige Joggerin von einem freilaufenden Hund auf einem einsamen Feldweg angegriffen. Eine zu Hilfe eilende Polizeistreife muss von der Schusswaffe Gebrauch machen.

  • Am Montagmorgen (6. Juli) kurz nach 7:00 Uhr wird eine 52-jährige Joggerin in Dossenheim von einem Schäferhund angegriffen.
  • Zu ihrer Rettung kommt eine zufällig vorbeifahrende Polizei-Streife.
  • Einer der Beamten muss zum Todesschuss ansetzen.

Am Montagmorgen (6. Juli) um kurz nach 7:00 Uhr ist die Erde auf den Feldern am Dossenheimer Mantelbach noch leicht feucht. Es hat kurz zuvor geregnet. Eine einsame Gestalt joggt einen Feldweg entlang. Sie wird von einem kleinen Hund begleitet. Plötzlich fällt sie ein freilaufender Schäferhund an.

Hunde-Angriff in Dossenheim: Nichtsahnende Joggerin wird von Schäferhund angegriffen

Am Montagmorgen, kurz nach 7:00 Uhr, wird eine Joggerin mit ihrem Jack-Russel Terrier auf einem Feldweg in Dossenheim von einem aggressiven freilaufenden Schäferhund angegriffen. Die 52-Jährige nimmt ihren Hund zum Schutz auf den Arm. Der Streuner springt daraufhin mehrfach an der Frau hoch und schafft es den Jack-Russel Terrier zu beißen – will aber partout nicht von dem weitaus kleineren Artgenossen ablassen.

Ein Schäferhund zeigt Zähne. (Symbolfoto)

Schlimmeres verhindert eine zufällig vorbeifahrende Streifenwagenbesatzung. Diese erkennt die Situation und eilt der Frau zur Hilfe. Die Beamten setzten Pfefferspray gegen den Schäferhund ein. Dies zeigt bei dem aggressiven Tier im Blutrausch aber keine Wirkung. Der Hund setzt seine Angriffe unbeeindruckt fort. Einer der Beamten ergreift die Initiative, zieht die Schusswaffe und setzt zum Todesschuss an. Das Tier stirbt sofort. Die Frau erleidet mehrere Schürf- und Kratzwunden. Der Terrier erleidet Bissverletzungen an den Hinterläufen und der Hüfte. Zum Hundehalter ist nichts bekannt. Die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung laufen.

Hundeangriffe in Deutschland: Jedes Jahr drei Tote durch Hundeangriffe

3,3 Personen sterben pro Jahr im Schnitt an Hundebissen in Deutschland. Im Zeitraum von 2008 bis 2017 kam es allein in Baden-Württemberg zu fünf Toden durch Hundebisse. Was überrascht: Das Risiko durch einen Hundebiss zu sterben ist im häuslichen Umfeld höher als auf offener Straße. Und die Todes-Hunde sind in einem Großteil der Fälle bekannt. Meist sind es Hunde aus dem Bekanntenkreis oder der geliebte Familienhund. Besonders bestürzend: Kinder sind die häufigsten Opfer von Hundebissen. Jedes vierte Opfer eines Hundebisses ist unter 6 Jahre alt.

Ursache ist meist die Fehlinterpretation des Hundeverhaltens. Droh-Verhalten oder Zurückweichen wird vom Kind als spielerische Aufforderung interpretiert. Mit fatalen Folgen. Hunde beißen meist aus Angst oder Erschrecken zu oder weil sie sich beim Fressen gestört fühlen.

Hundenagriffe in Deutschland: Wo liegt die Problematik? Beim Hund oder beim Halter?

Grund für Hundebisse sei Experten nach oft falsche Erziehung und unzureichende Kenntnisse der Halter. Diese beiden Faktoren seine am wahrscheinlichsten für das Fehlverhalten der Tiere verantwortlich. Die Beiß-Statistik wird angeführt vom deutschen Schäferhund. Gleichzeitig ist er auch die beliebteste Hunde in Deutschland. Aber auch kleinere Rassen wie Dackel, Spitz und Schnauzer greifen immer wieder Menschen an.

Am Abend des 7. Juli kommt es im 50 Kilometer weiter südlich gelegenen Karlsruhe zu einem tödlichen Streit, der bei den ermittelnden Beamten Fragen aufwirft. (lpb)

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

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