Heidelberg-Rohrbach

Historischer Ortskern erhält neues Gesicht

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Der Rohrbacher Rathausplatz wird neu gestaltet. Zunächst aber geht es in die Tiefe, wo die Leitungen erneuert werden. Erster Bürgermeister und Baudezernent Bernd Stadel (l.) besuchte die Baustelle.

Es wird gebaggert und gebuddelt: Der historische Ortskern von Heidelberg-Rohrbach ist eine riesige Baustelle. Für rund 2,5 Millionen Euro wird der Rathausplatz neu gestaltet.

Der Rathausplatz liegt im 2007 beschlossenen Sanierungsgebiet. Erster Bürgermeister Bernd Stadel besuchte die Baustelle: „Ein Sanierungsziel mit Priorität war die Neugestaltung des Rathausplatzes. Der Platz soll als Zentrum des historischen Ortskerns belebt werden“, betonte er. „Mit dem Umbau verschwinden die einstigen Hindernisse und Engstellen; höhentechnisch wird der Platz so angelegt, dass er künftig auch für mobilitätsbeeinträchtigte Menschen uneingeschränkt nutzbar ist.“

Mit den Arbeiten wurde im Oktober 2013 begonnen, sie werden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Die Planung der Büros ap88 und Spang, Fischer, Natzschka sieht die Gliederung des Platzes in einen offenen Bereich im Westen im Bereich der ehemaligen Synagoge und in einen zurückversetzten, ruhig gelegenen Platz westlich und nördlich des Alten Rathauses vor. Hier befindet sich der künftige Standort des Brunnens, der versetzt wird, um den Platz auch an Markttagen besser nutzen zu können. Der Platz erhält ein Natursteinpflaster aus Granit, verlegt in Segmentbogen.

Wasserrinne erinnert an den verdolten Rohrbach 

Der westliche Platz ist geprägt durch einen Baumhain aus kleinkronigen Bäumen mit Sitzmöglichkeiten und das Denkmal zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge. Eine weiße Linie aus Granit zeichnet die Mauern der früheren Synagoge nach. Die vorhandenen Hochbeete entfallen, so dass eine ebene barrierefreie Fläche entsteht. Damit wird die Durchlässigkeit zwischen Arkaden und Platz verbessert. Ein besonderes Gestaltungselement stellt die Wasserrinne in Anlehnung an den Rohrbach dar. Sie beginnt in der oberen Rathausstraße und verläuft über den Rathausplatz. Die Rinne wird in beiden Richtungen durch kleine Wasserbecken begrenzt. Überall dort, wo Überfahrten notwendig sind, erhält sie eine Abdeckung in Form eines Gitterrostes. Das Beleuchtungskonzept unterstreicht die städtebauliche Gestaltung.

Breitere Gehwege

Der Gehweg auf der Südseite wird mit zwei Metern künftig deutlich breiter sein als bisher. Eine Querungshilfe im Einmündungsbereich Rathausstraße/Amalienstraße erhöht die Sicherheit auf dem Schulweg. Die Aufpflasterung des Kreuzungsbereichs und die Verengung des Straßenquerschnitts sind ein Signal an die motorisierten Verkehrsteilnehmer, hier besonders rücksichtsvoll zu fahren. Die Ausbildung der Heidelberger Straße als verkehrsberuhigter Bereich dient insbesondere der sicheren Schulwegführung

pm

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