Wissenschaftler aus Heidelberg entdeckten:

Der Mensch hat etwas mit Süßwasserpolypen gemeinsam

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Forscher stellten Ähnlichkeiten her zwischen dem Polypen Hydra und der Entstehung der Körperachsen von Wirbeltieren (Symbolbild).

Was hat der Mensch mit dem Süßwasserpolypen Hydra gemeinsam? Nichts? Von wegen! Forscher der Uni Heidelberg haben herausgefunden, dass es eine evolutionäre Verbindung gibt.

Der Süßwasserpolyp Hydra, der zu den mehr als 600 Millionen Jahre alten Nesseltieren gehört, ist berühmt für seine nahezu unbegrenzte Regenerationsfähigkeit und daher ein Modell der molekularen Stammzell- und Regenerationsforschung. Dieser einfache und radiär symmetrisch gebaute Polyp kann auch helfen zu verstehen, wie unsere Körperachsen in der Evolution entstanden sind. Das zeigen Forschungen von Wissenschaftlern aus Heidelberg und Wien zur Bildung neuer Polypen in der asexuellen Vermehrung von Hydra, deren Ergebnisse jetzt in der Zeitschrift „Nature“ veröffentlicht wurden, heißt es in einer Pressemitteilung der Uni Heidelberg. Beteiligt waren an dem Projekt eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Thomas Holstein und Privatdozent Dr. Suat Özbek am Centre for Organismal Studies (COS) der Universität Heidelberg sowie Dr. Heiko Schmidt vom Center for Integrative Bioinformatics Vienna (CIBIV) der Max F. Perutz Laboratories (MFPL).

Die Heidelberger Forscher haben den Vermehrungsprozess, bei dem seitlich am Muttertier Knospen neuer Tochterpolypen entstehen, molekular aufgeklärt: Sie fanden heraus, dass dabei ein Signalweg eingesetzt wird, der bei höheren Tieren die Links-Rechts-Asymmetrie unserer Organe einleitet. Die Vorgänge, die sich dabei auf molekularer Ebene abspielen, sind frappant ähnlich zu denen bei der Entstehung der Körperachsen in frühen Embryonen von Wirbeltieren, heißt es weiter.

pm

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