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Heidelberger nach über 3.000 Kilometern auf dem Rad: „Bin so gespannt auf Afrika“

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Von: Florian Römer

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Im November startete Xaver Lechner auf eine Mammut-Radtour für den guten Zweck. Wie es dem Heidelberger nach über 3.000 Kilometern und vor der Überfahrt nach Marokko geht:

„Über 3.200 Kilometer habe ich jetzt schon zurückgelegt und fühle mich topfit!“, lacht Xaver Lechner kurz vor Jahresende im Telefonat mit HEIDELBERG24. Anfang November ist der 40-Jährige aus Heidelberg auf eine Langstreckenradtour ins südliche Afrika aufgebrochen. Mittlerweile hat er es an den südlichsten Zipfel des europäischen Festlands geschafft – ins südspanische Tarifa. Mit seiner Radtour will Lechner Spendengelder für den Ausbau eines Schulhauses in Sambia sammeln.

Heidelberger vor Überfahrt nach Marokko: „Bin so gespannt auf Afrika“

Am Neujahrstag wird Lechner mit seinem Freund Jörg ins marokkanische Tanger übersetzen. „Radvagabund“ Jörg (39) hat bereits 43 Länder mit dem Fahrrad bereist und dabei weit über 40.000 Kilometer zurückgelegt. Jetzt wollen die beiden gemeinsam bis nach Sambia fahren. Von Marokko die Westküste Afrikas entlang bis nach Namibia und dann ins Landesinnere.

Seine bisherige Reise auf ausgebauten Straßen und Radwegen sei vergleichsweise bequem und komfortabel gewesen, berichtet Lechner. Jetzt, erzählt er uns, beginnt das Abenteuer erst richtig: „Ich kann Marokko von hier schon sehen, das sind Luftlinie gerade mal 15 Kilometer“, sagt der gelernte Mechatroniker, der 2008/09 für den Deutschen Entwicklungsdienst in einem Wasserwerk in Sambia gearbeitet hat. „Ich bin so gespannt auf Afrika!“

Xaver Lechner steht am Strand von Tarifa und zeigt auf die marokkanische Küste.
Xaver Lechner steht am Strand von Tarifa und zeigt auf die marokkanische Küste. © Xaver Lechner

Abenteuer Spendenfahrt durch Afrika: Route durch Marokko steht

Bis zur Überfahrt treffen die beiden Langstreckenradler noch letzte Vorbereitungen: Equipment muss noch einmal gesichtet, der Erste-Hilfe-Kasten aufgestockt werden. Vier Radtaschen hat Lechner an seinem Fahrrad, das er vom „Kleinen Radhaus“ in der Bergheimer Straße für seine Radtour hat zusammenstellen lassen: „Das Bike hat einen soliden Stahlrahmen, 30 Gänge, Tourenlenkrad mit drei Griffmöglichkeiten. Bisher hatte ich nur einen Platten“, erzählt Lechner. Neben ein paar Klamotten sind die Radtaschen mit nötiger Ausrüstung gefüllt: Flickzeug, Pumpe, Reifenheber, Ersatzschläuche.

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Eine grobe Route für Afrika haben Xaver und Jörg auch schon abgesteckt: Von Tanger aus radeln sie die Westküste Marokkos entlang nach Rabat und dann weiter nach Casablanca und Safi. Dann folgt ein Abstecher ins Landesinnere – über Marrakesch geht es ins Atlasgebirge, ehe sie etwas weiter südlich wieder nach Westen und in Richtung Atlantik abdrehen. Rund 2.800 Kilometer werden die beiden auf der ersten Etappe in Nordafrika zurücklegen.

Lechner dokumentiert Tour auch auf Instagram

Seine Spendenfahrt für den Verein CFZD dokumentiert Lechner auch auf Instagram. „Lange war allerdings noch nicht klar, wie die Seite heißen soll“, berichtet der Heidelberger. „Jetzt habe ich auf Telegram abstimmen lassen: Die Mehrheit war für ‚xaverstour‘.“

Mit der Langstreckentour – sollte es Lechner nach Sambia schaffen, wird er wohl über 13.000 Kilometer zurückgelegt haben – will der 40-Jährige auf ein Projekt des Vereins CFZD aufmerksam machen. Der Verein aus Dossenheim will den Ausbau eines Schulhauses in Kitwe unterstützen. Dafür wurden Fördergelder von 100.000 Euro beantragt, der Eigenanteil liegt allerdings bei 12.500 Euro. Bislang konnte CFZD knapp 5.500 Euro an Spendengeldern für den Eigenanteil sammeln. (rmx)

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