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Streit um „Fauler Pelz“ in Heidelberg: Regierungspräsidium hebt Baustopp auf

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Von: Daniel Hagen

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Heidelberg - Der Streit zwischen Land und Stadt um das Gefängnis „Fauler Pelz“ geht in die nächste Runde. Das Regierungspräsidium hat den Baustopp aufgehoben!

Fast ein Jahr ist es her, dass der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha wie aus dem Nichts die Stadt Heidelberg als Standort eines geschlossenen Maßregelvollzugs vorgeschlagen hat. Dafür soll das ehemalige Gefängnis „Fauler Pelz“ in der Altstadt wieder in Betrieb genommen werden. Seitdem tobt ein erbitterter Schlagabtausch um das Vorhaben.

„Fauler Pelz“ in Heidelberg: Regierungspräsidium hebt Baustopp auf

Denn der Gemeinderat und Oberbürgermeister Eckart Würzner sind nicht wirklich begeistert von der Idee, suchtkranke Straftäter mitten in der Altstadt unterzubringen. Wegen des akuten Platzmangels im Maßregelvollzug lässt sich Lucha jedoch nicht von der Gegenwehr beirren und beginnt mit Bauarbeiten im „Faulen Pelz“ – ohne das Wissen der Stadt Heidelberg!

Als die Baumaßnahmen im Mai bei einem Rundgang der Bauaufsichtsbehörde festgestellt werden, erlässt die Stadt Heidelberg einen sofortigen Baustopp, bis eine Baugenehmigung vorliegt. Auch ein Gespräch mit Minister Manne Lucha im Gemeinderat kann die Wogen zwischen den beiden Parteien nicht glätten.

Das ehemalige Gefängnis „Fauler Pelz“ in Heidelberg.
Das ehemalige Gefängnis „Fauler Pelz“ in Heidelberg. © Florian Römer/HEIDELBERG24

Regierungspräsidium Karlsruhe erlaubt Arbeiten am „Faulen Pelz“ in Heidelberg

Jetzt geht der Streit um den „Faulen Pelz“ in die nächste Runde. Denn das Regierungspräsidium Karlsruhe hat den Baustopp der Stadt Heidelberg mit „sofortiger Wirkung“ aufgehoben! Demnach dürfen die Bauarbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude weitergehen.

Laut dem Regierungspräsidium Karlsruhe lägen alle erforderlichen Genehmigungsunterlagen seit Ende August 2022 vor. Nach der rechtlichen Prüfung gebe es jetzt keine bauordnungsrechtlichen Hindernisse mehr. Die Behörde betont zudem, wie wichtig die schnelle Schaffung neuer Plätze im Maßregelvollzug sei, da sonst suchtkranke Straftäter entlassen werden müssen. (pm/dh)

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