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Abgefahrene Idee: Heidelberger Feldwege werden zu Radwegen ausgebaut

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Von: Peter Kiefer

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Heidelberg - Die Stadt baut Feldwege zu Radwegen aus! Wo das erste Teilstück bereits neu asphaltiert und verbreitert und somit fertig ist: OB Würzner ist schonmal Probe geradelt.

Ob aus Ladenburg, Eppelheim, Leimen oder Schwetzingen – viele Pendler auf zwei Rädern nutzen auf ihrem Arbeitsweg nach Heidelberg häufig holprige Feldwege. Doch damit ist jetzt Schluss! Denn zur Ertüchtigung dieser Wege hat die Stadt Heidelberg ein Maßnahmenprogramm aufgelegt, das der Gemeinderat im Juni 2022 beschlossen hatte.

Stadt Heidelberg macht holprige Feldwege platt – und zu Fahrradwegen

Jetzt konnten Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und die Leiterin des Amtes für Mobilität der Stadt Heidelberg, Bärbel Sauer, bereits das erste Teilstück in der Alten Speyerer Straße für die Öffentlichkeit freigeben und „erradeln“. 

Die 1,6 Kilometer lange Strecke führt auf der Alten Speyerer Straße von Heidelberg-Kirchheim in Richtung Bruchhausen (bis Höhe Leimbach). Die Stadtverwaltung hat hier begonnen, die Fahrbahn zu sanieren und einen Abschnitt zu verbreitern, um ein attraktives Radangebot im Zweirichtungsverkehr zu ermöglichen. Witterungsbedingt konnten die Arbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen werden.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (2.v.l.) testet gemeinsam mit weiteren Radfahrerinnen und Radfahrern den neuen Asphalt auf der Alten Speyerer Straße.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (2.v.l.) testet gemeinsam mit weiteren Radfahrerinnen und Radfahrern den neuen Asphalt auf der Alten Speyerer Straße. © Philipp Rothe

OB Würzner: „Feldwege sind ein essenzieller Bestandteil für das Heidelberger Radwegenetz“

„Feldwege sind ein essenzieller Bestandteil für das Heidelberger Radwegenetz, dessen Ausbau wir mit Hochdruck voranbringen wollen. Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Achsen zu identifizieren und mit dem Programm sofort in die Umsetzung zu gehen. An dieser Stelle auch ein Dankeschön an die beteiligten Ämter. Es sind kleine Schritte, die wir neben den großen Infrastrukturplanungen gehen – sie haben aber eine große Wirkung“, so OB Würzner bei der Eröffnung der Strecke. 

„Wege, die Asphaltaufbrüche und Unebenheiten aufweisen, sind für keinen Verkehrsteilnehmenden komfortabel. Für Radfahrende aber sind sie besonders gefährlich. Der Aspekt der Verkehrssicherheit war und ist uns besonders wichtig. Daher werden alle für die Ertüchtigung vorgesehenen Wege hinsichtlich der Oberfläche optimiert. Und mehr: Sie werden, wo möglich, verbreitert und mit retroflektierender Markierung deutlich sicherer gemacht“, so Raoul Schmidt-Lamontain, Bürgermeister für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität.

Retroflektierende Markierung für bessere Sichtbarkeit und mehr Sicherheit

Damit die Alte Speyerer Straße auch bei Dunkelheit für Radfahrer attraktiv ist, wurde damit begonnen, den Fahrbahnrand des Feldweges mit einer sogenannten retroflektierenden Markierung zu versehen. Bei einer retroflektierenden Markierung wird die Lichtwelle nicht wie bei reflektierenden Materialien nur zurückgeworfen, sondern sie wird genau in die Richtung zurückgeworfen, aus der sie kommt (lateinisch „retro“ heißt „zurück“) – in diesem Fall das Fahrradlicht.

Dies verbessert und vergrößert die Sicht. Dadurch kann ohne eine künstliche Beleuchtung, welche sich negativ auf Tiere und das Ökosystem auswirkt, die Attraktivität des Feldweges bei Dunkelheit gesteigert werden.

Bis zum Frühjahr 2023 soll das zweite Teilstück der Alten Speyerer Straße saniert und markiert werden. Das zweite Teilstück ist 1,3 Kilometer lang und verläuft von der Landstraße „Leimener Weg“ bis zur Gemarkungsgrenze von Heidelberg. Somit sind dann 2,9 Kilometer der Alten Speyerer Straße saniert und mit einer retroflektierenden Fahrbahnrandmarkierung versehen.

Feldwege bei Heidelberg werden Radwegen – insgesamt zehn Abschnitte bis Mitte 2024

Die Maßnahmen zur Ertüchtigung der landwirtschaftlichen Wege finden in drei Tranchen statt, mit dem Ziel, das Gesamtpaket bis Mitte 2024 umgesetzt zu haben. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 2. Juni 2022 dem Vorhaben mit einem Kostenvolumen von rund 2,5 Millionen Euro einstimmig zugestimmt.

Entsprechende Mittel stehen im Teilhaushalt des Amtes für Mobilität bei den Projekten zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur bereit. Folgende Abschnitte werden ertüchtigt:

Fahrradfreundliches Heidelberg – hier findest Du noch mehr Infos

Weitere nützliche Informationen rund um das Thema „Fahrradfreundliches Heidelberg“ gibt es online unter www.heidelberg.de/fahrradfreundlich.

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Dagegen läuft‘s auf dem seit langem heißersehnten Radschnellweg zwischen Heidelberg und Mannheim nicht so rund – Planung und Bau verzögern sich. (PM/pek)

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