60 Jugendliche beteiligt

Neckarwiese von Müll befreien: Schüler krempeln Ärmel hoch

Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.
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Circa 60 Heidelberger Schüler krempeln die Ärmel hoch und befreien die Neckarwiese vom Abimüll.

Heidelberg-Neuenheim - Die Müllberge der Abiturfeiern auf der Neckarwiese zeugen nicht gerade von Reife. Das meinen auch viele Schüler – und packen am Samstag bei einer Aufräumaktion an.

Dutzende leere Schnapsflaschen, Hunderte von Plastikbechern und Müll in jeglichen Formen und Farben sind auch in diesem Jahr das Resultat der Schulabschlussfeiern auf der Neckarwiese.

Sehr zur Aufregung vieler Anwohner – und einigen besonneneren Schülern, die die Ärmel hochkrempeln und das Grün vom Müll befreien. Darunter Jugendliche von St. Raphael, des Hölderlin- und Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums und dem Heidelberg College. 

Zu diesem Zweck finden sich circa 60 Jungs und Mädchen zusammen, die mit Müllgreifern, Plastiktüten und Warnwesten bewaffnet über die Wiese strömen, um zu beweisen, dass das Abi doch von Reife zeugt. Dass sie das an einem Samstagmorgen (5. Mai), 9 Uhr, tun, hat vielleicht auch eine symbolische Bedeutung.

Und irgendwie macht das Aufräumen mit den Freunden am Ende sogar Spaß. Auch wenn selbst mancher Schüler den Kopf schütteln muss: Alter! Wie kann man denn eigentlich so viel saufen, meint beispielsweise einer der Jugendlichen als er gerade zum x-ten Mal die Reste aus einer Bierflasche kippt.

Filmriss entgegenwirken

Anderen hilft die Aktion die womöglich etwas verschwommenen Erlebnisse zu rekapitulieren: „Haha, Rafael schau mal, den Weinkarton kennen wir doch!“, sagt ein anderer Junge während er seinem Gegenüber mit ausgestrecktem Arm einen Tetrapack unter die Nase hält.

Eindruck macht die Situation auf jeden Fall. Passanten drehen den Kopf, als sie die Schüler auf der Neckarwiese sehen – hier und da gibt es ein zustimmendes Nicken oder sogar anerkennende Worte. „Ich find das ganz klasse, dass ihr das macht“, meint beispielsweise eine Frau mittleren Alters im Vorbeijoggen. 

Positives Zeichen setzen

Feiern ist in Ordnung – es muss sich aber im Rahmen halten“, meint Chiara Schmelcher von der SMV des St. Raphael Gymnasiums. Sie zeichnet gemeinsam mit Mitschüler Claudio Nigrelli verantwortlich für die Aktion, mit der man „ein positives Zeichen“ setzen wolle, so Nigrelli.

In der Tat seien die Eskalationen auf der Neckarwiese auch bei den Schülern ein sehr großes Diskussionsthema, informiert der Jugendliche: „Auch wenn man sagen muss, dass es dieses Jahr um einiges positiver verlaufen ist.“ Es sei ihm dennoch wichtig, zu betonen, dass man weder die diesjährigen Absolventen belehren noch über einen Kamm scheren wolle.

gs

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