Kohlhof 9

Fotos von der Villa Braunbehrens 

Seit rund zwei Jahren steht die schöne Villa Braunbehrens auf dem Königstuhl leer
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Seit rund zwei Jahren steht die schöne Villa Braunbehrens auf dem Königstuhl leer

Heidelberg-Altstadt - Seit rund zwei Jahren steht die schöne Villa Braunbehrens auf dem Königstuhl leer. Nun werden Stimmen laut, die das ändern wollen:

Seit 2016 ist die beeindruckende Villa Braunbehrens – auch bekannt als Café Ehmann – verlassen. In der Vergangenheit wurde sie für gastronomische Zwecke genutzt oder von Künstlern bewohnt. Seit rund 40 Jahren gehört das denkmalgeschützte Gebäude im Kohlhof der Stadt Heidelberg. 

Zwar bestätigt am Dienstag (9. Mai) ein Sprecher der Stadt auf Anfrage von HEIDELBERG24, dass die Pflege und die Verkehrssicherheit des Areals durch die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) sichergestellt wird, allerdings ist das Gebäude doch eigentlich zu schade, um leer zu stehen. Das denken sich auch die Grünen.

Antrag auf Zwischennutzung

Die Grüne Fraktion hat deshalb einen Antrag auf Zwischennutzung mit überwiegend öffentlichem Anteil gestellt. Dieser wird am 17. Mai aufgerufen und zur weiteren Beratung in die Ausschüsse verwiesen.

Die Fraktion begründet ihren Antrag mit dem bislang fehlenden Konzept für eine dauerhafte Nutzung. „Eine Zwischennutzung würde Betriebs-, Unterhaltungsund Instandsetzungskosten senken und damit den Haushalt entlasten“, heißt es in dem Antrag. Falls brandschutzrechtliche Aspekte eine vollständige Nutzung ausschließen würden, käme für die Grünen auch eine Teilnutzung in Frage. Man könne so beispielsweise den erdgeschossigen Teil als Veranstaltungs- und Ausstellungsfläche und das darüber gelegenen Geschosse als Wohnraum nutzen. Es seien allerdings noch „viele alternative Ideen denkbar“, so Stadtrat Felix Grädler.

Stadt offen für Nutzung

Es wurden bereits mehrere Nutzungsmöglichkeiten in Betracht gezogen, die jeweiligen Realisierungen scheiterten aber aus unterschiedlichen Gründen“, so der Sprecher. „Wir möchten das Objekt einer nachhaltigen Nutzung zuführen, welche sowohl dem Standort als auch den Möglichkeiten des Anwesens entspricht und in einem ausgewogenen Verhältnis zu den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen steht. Bei der Nutzungsart sind wir prinzipiell für verschiedene Lösungen offen.

Geschichtlicher Hintergrund 

Die Villa wurde zwischen 1912 und 1914 von Anna Maria von Braunbehrens erbaut. Der Architekt war ein Schüler von Henry van de Velde, der mit Braunbehrens eine lange Freundschaft hegte. Bis in die 40er Jahre lebte die Bauherrin in der Villa und betrieb nebenbei eine kleine Geflügelzucht, weshalb oberhalb des Kohlhof-Forsthauses ein eigener Hühnerstall gebaut wurde.

Nachdem Braunbehrens nach Handschuhsheim zog, übernahm ,IG Farben' das Gebäude und errichtete darin eine Direktorensitz. Zudem kaufte die Firma das nahe Kurhotel und betrieb darin eine geheime Forschungsanlage. 

Zwischen 1945 und 1950 lebte der Komponist Wolfgang Fortner in der Villa. Dort traf er weitere Musiker, weshalb Zeitgenossen die Gruppe auch spöttisch als ,Kohlhof-Club' bezeichneten. Fortner kreierte dort seine erfolgreichsten Stücke wie Symphonie 1947 und sein Violinkonzert.

Etwa neun Jahre später wurde der Heidelberger Gastronom Karl Ehmann Pächter der Villa. Sein Café wurde zu einem beliebten Ausflugsziel, das vor allem mit seinem Panormablick, gemütlichen Innenleben und Garten zu entspannten Stunden einlud.

Ab den 70ern wurde die Stadt Heidelberg der neue Besitzer des Hauses. Zwischen 1985 und 2016 lebte der Bildhauer Klaus Horstmann-Czech in der Villa. Seither steht das Gebäude leer.

jol

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