Nach Amokfahrt auf Bismarckplatz

OB Würzner und Bürger trauern um Opfer

Immer mehr Bürger legen Blumen nieder, halten an der Unglücksstelle inne.
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Immer mehr Bürger legen Blumen nieder, halten an der Unglücksstelle inne.

Heidelberg-Bergheim – Blumen und Kerzen an der Betonsäule, die die tödliche Amokfahrt eines Studenten (35) auf dem Bismarckplatz stoppte. Was OB Würzner sagt, wie Heidelberg trauert:

Schock und Entsetzen sitzen auch an Tag 1 nach der Amokfahrt eines in Heidelberg studierenden Deutschen (35) mit einem Toten (†73) und zwei Verletzten auf dem Bismarckplatz noch immer tief...

Doch jetzt drücken immer mehr Bürger ihre Trauer aus, legen Blumen an der Unglücksstelle an der „Galerie Kaufhof“ nieder, zünden Kerzen an und halten inne.

Auch Natalie Örüm stellt an der Betonsäule, an der die Amokfahrt des Täters endete, eine Kerze auf: „Es ist uns wichtig, unsere Anteilnahme zu zeigen und unser Beileid auszusprechen. Als wir davon erfahren haben, waren wir sehr geschockt und erschüttert!“ Doch die 24-Jährige mahnt auch: „Es wird viel zu viel geredet und spekuliert! Ich gebe nicht viel auf soziale Medien. Es wäre gegenüber den Opfern und dem Täter voreilig Schlüsse zu ziehen. Fakt ist, dass ein Mann gestorben ist und dadurch jemand seinen Vater, Schwiegervater oder Opa verloren hat – das erschüttert mich...“

Tiefe Betroffenheit auch im Rathaus: „Die Amokfahrt am Bismarckplatz am Samstagnachmittag ist für uns alle in Heidelberg schockierend und tragisch. Wir sind in Gedanken bei dem Todesopfer und seinen Angehörigen – ihnen gilt unser aufrichtiges Beileid. Den beiden Verletzten wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung“, so OB Dr. Eckart Würzner (55, parteilos) am Sonntag.

Und das Stadtoberhaupt denkt bei aller Trauer auch an die vielen Einsatzkräfte: „Mein ausdrücklicher Dank gilt der Polizei und den aufmerksamen Augenzeugen rund um den Bismarckplatz. Sie haben alles richtig gemacht. Dank ihres schnellen und mutigen Eingreifens konnte der Tatverdächtige gefasst werden. Nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden war es eine Tat ohne jeglichen terroristischen Hintergrund. Es war ein Einzeltäter, dessen Schuldfähigkeit in den weiteren Ermittlungen zu prüfen ist.

Die Polizei habe auch im Nachgang der Tat hervorragend reagiert, lobt Würzner. Sie habe Öffentlichkeit und Medien jederzeit sehr gut informiert. Auch das habe geholfen, die Situation sehr schnell zu bewältigen. Unsäglichen Gerüchte über angebliche Hintergründe der Tat und des Täters konnte die Polizei sofort durch ihre sehr schnelle und erfolgreiche Arbeit die Grundlage entziehen. 

Abschließend äußert sich Würzner zum großen Fasnachtsumzug in Heidelberg, der auch genau an der Unglücksstelle vorbeiführt: „Das tragische Ereignis trifft uns in einer Zeit, in der Heidelberg eigentlich fröhlich Fasnacht feiert. Bereits am heutigen Sonntag geht ein Zug durch Ziegelhausen. Polizei, Stadt und Veranstalter haben sich hierzu erneut abgestimmt. Am Dienstag steht der Umzug durch unsere Altstadt an. Wir haben das Sicherheitskonzept in den vergangenen beiden Jahren erheblich verschärft. Alle Beteiligten gehen das Konzept nun nochmals genauesten durch. Aber auch hier gilt, dass sich die Sicherheitslage nach allen bislang vorliegenden Erkenntnissen durch die unfassbare Tat nicht geändert hat. Die Veranstalter, die Polizei und wir als Stadtverantwortliche werden alles dafür tun, dass die Heidelbergerinnen und Heidelberger und unsere Gäste aus der ganzen Welt eine friedliche Fasnacht erleben.

Rückblick

Am Samstagnachmittag (25. Februar) steuert der 35-Jährige kurz vor 16 Uhr einen seit rund zwei Wochen angemieteten schwarzen Opel Astra vor der „Galeria Kaufhof“ in eine Menschenmenge vor einem Bäckerei-Verkaufsstand.

Drei Passanten werden dabei verletzt – ein Mann (32) und seine Partnerin (29) nur leicht, ein 73-jähriger Heidelberger so schwer, dass er zwei Stunden später im Krankenhaus verstirbt. Eine vierte Person rettet sich durch einen Sprung zur Seite.

Anschließend soll der Verdächtige ausgestiegen und mit einem Küchenmesser die Bergheimer Straße entlang in Richtung Thibaut-Straße gelaufen sein. Vor dem „Alten Hallenbad“ läuft der Amokfahrer gleich mehreren Streifenwagenbesatzungen des Reviers Heidelberg-Mitte in die Arme.

Doch statt sein Messer trotz mehrfacher Aufforderung niederzulegen, läuft er bedrohlich auf die Beamten zu! Nach dem erfolglosen Einsatz von Pfefferspray fällt schließlich ein Schuss aus einer Dienstwaffe, um den potenziellen Angriff zu stoppen. Mit einem lebensgefährlichen Bauchdurchschuss kommt er in eine Klinik.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat nach der erfolgreichen Not-OP Haftbefehl gestellt – und anderem wegen Mordes und versuchten Mordes. Ob der Mann vermindert schuldfähig oder gar vollständig schuldunfähig ist, wird derzeit ermittelt – dafür liegen jedoch bislang keine Anhaltspunkte vor. Bis zu seiner tödlichen Amokfahrt war er noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand liegen keine Hinweise auf einen terroristischen oder extremistischen Hintergrund der Tat vor.

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pek

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