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RadKULTUR-Tag: Gratis-Torte, Fahrrad-Check und Hilfe für Afrika!

Alles rund um den Drahtesel beim RadKULTUR-Tag in Heidelberg.
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Alles rund um den Drahtesel beim RadKULTUR-Tag in Heidelberg.

Heidelberg – Fahrräder gehören zu Heidelberg, wie die Alte Brücke und das Schloss. Seit Samstag gibt es in der Stadt noch einen Grund mehr, aufs Rad umzusteigen. 

Punkt 14 Uhr bei strahlendem Sonnenschein wird das neue Leihradsystem "nextbike" von VRN-Geschäftsführer Volkhard Malik, Alexander Korol von nextbike und Bürgermeister Wolfgang Erichson mit einem symbolischen Tortenanschnitt eingeweiht.

Schon vor dem offiziellen Startschuss – in Mannheim war es schon am Freitag so weit – haben Heidelberger auf dem Uniplatz die Gelegenheit, die neuen Räder zu testen und eine Runde zu drehen.

Den idealen Rahmen für die Eröffnung des Leihradsystems bildet selbstverständlich der „RadKULTUR“-Tag mit vielen Aktionen, Ständen und Musik rund um das Thema Fahrrad. 

Musik, Torte und Fahrrad-Check

Während die Jazz-Combo auf dem Uniplatz unterwegs ist, bildet sich schon eine lange Schlange vor dem kostenlosen Fahrrad-Check – die Heidelberger legen eben großen Wert darauf, dass der eigene Drahtesel gut läuft. 

Und wer Zeit und Lust mitgebracht hat, sich gleich noch einmal anzustellen, der bekommt sein Rad auch noch von der Polizei codiert, damit im Fall eines Diebstahls das Rad schnell identifiziert werden kann.

Dass sich die Aktion plus5-Minuten die Schützen auszahlt, erfährt man am Stand der Verkehrspolizei. In den ersten beiden Monaten gab es statt 27 nur noch 17 Unfälle mit beteiligten Radfahrern, in den Morgenstunden statt sieben nur noch einer. 

Sicherheit im Verkehr

Zahlen, die Polizeidirektor Dieter Schäfer stolz verkündet. Dabei ist es auch egal, ob der Radfahrer selbst schuld hat oder nicht. Denn „wenn ein Auto und ein Radfahrer einen Unfall haben, ist der Radfahrer immer der Schwächere. Und so macht er gerne Werbung für das „Zeit-Crowdfunding“, bei dem man Zeit investiert und Sicherheit als Rendite bekommt. Einfach aber gut, die Zahlen sprechen jetzt schon dafür.

Verkäuferische Qualitäten zeigt Dr. Micha Hörnle von der RNZ, der einige Fahrräder versteigert, darunter ein blaues Herrenrad, ein wahrer Klassiker inklusive T-Shirt und Schloss. Nach einem spannenden Bieterwettstreit, wechselt es für 70 Euro den Besitzer.

„Fahrräder für Afrika“

Für viele neue Fahrrad-Besitzer sorgt der Radhof in Heidelberg. Die Organisation hat der in den vergangenen Jahren „Fahrräder für Afrika“, so auch der Name des Projekts, gesammelt. Nach Ruanda und Südafrika wurden in mehreren Containern um die 1.350 Fahrräder geschickt, die dort auf unterschiedliche Art zum Einsatz kommen: natürlich als Fortbewegungsmittel, einige werden landwirtschaftlich genutzt und inzwischen gibt es sogar ein richtiges Radl-Rennteam. Da zeigt Martin Rachfahl die Fotos aus Afrika zu recht mit Freude.

Für alle, die die neuen Leih-Räder in die Metropolregion ausprobieren wollen, erklärt Vincent Korol, Assistent bei nextbike, das Verfahren. Es sei ganz einfach: „Wenn Sie registriert sind, bekommen Sie direkt an einem der Terminals telefonisch oder via App eines der Räder zugewiesen und können losradeln.“ Eine genaue Anleitung steht auch auf jedem der Räder, mitsamt QR-Code fürs Smartphone. Einziger Haken: man muss über 18 Jahre alt sein.

Volkhard Malik jedenfalls ist stolz und froh über das neue Verleihsystem. Für ihn wird eine Vision, die der „Legende“ nach vor zehn Jahren mit Freunden auf der Neckarwiese ihren Ursprung hat, endlich Wirklichkeit.

chr

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